Literatur & Co.
Bücher
Kriegskinder – das Schicksal einer Generation
Hilke Lorenz hat mit vielen Männern und Frauen gesprochen, die in der Zeit zwischen 1939 und 1945 noch Kinder waren. In dem Buch erzählt sie die Geschichten dieser Zeitzeugen - von dem Jungen, der schon als Kind lernte, Soldat zu spielen; von dem Mädchen, das in der Kinderlandverschickung bittere Tränen des Heimwehs weinte; von Bombennächten, Flucht und Abschied. Das Vorwort zum Buch schrieb Hans Koschnick, selbst Jahrgang 1929 und geprägt von einer Kindheit im Krieg.
Am Beispiel meines Bruders
Der Schriftsteller Uwe Timm, geboren 1940, hat ein sehr bewegendes Buch über seine eigene Familie und die Erinnerungen an eine Kindheit in Nachkriegsdeutschland geschrieben. Prägend für Uwe Timms Kindheit in Nachkriegsdeutschland war der Tod seines älteren Bruders. Sein Bruder meldete sich als 19-Jähriger 1942 freiwillig zur SS-Totenkopf-Division und starb 1943 in einem Lazarett. Uwe Timm hat das Buch erst jetzt, mehr als ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen, schreiben können und begibt sich auf Spurensuche. Ihm ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit seinen Erinnerungen gelungen.
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Es geht in dem Buch um das Schicksal einer Berliner Familie. Berlin, 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg. Vertreibung, Flucht und Emigration: Das sind die Stationen einer jüdischen Familie, die im Januar 1933 Deutschland verlassen muss. Judith Kerr, Tochter des berühmten Theaterkritikers Alfred Kerr, schildert in ihrem autobiographisch gefärbten Jugendroman das Schicksal ihrer Familie. Aus der Sicht der damals Neunjährigen beschreibt sie, wie sich das sorglose Leben, das sie in Berlin geführt haben, ändert, wie der Vater arbeitslos wird und sie erfahren müssen, was es heißt Emigranten zu sein.
Der Ghetto–Swinger. Eine Jazzlegende erzählt
Coco Schumann, 1924 geborener jüdischer Jazzfan und Musiker, berichtet über sein Leben. Nachzulesen sind seine Jugend, die Zeit im Lager Theresienstadt, seine Bandmitgliedschaft bei den "Ghetto–Swingers" dort, seine Deportierung nach Auschwitz, seine Rettung und wie es ihm danach erging. Diese Autobiographie ist sehr spannend und unsentimental geschrieben.
DVDs
Die Brücke
Dramatischer und erschütternder Antikriegsfilm aus dem Jahre 1959. Acht noch minderjährige Jungen sollen in den letzten Kriegstagen 1945 eine Brücke vor den anrückenden Amerikanern verteidigen.
Sine Maier-Bode, Stand vom 21.09.2007




