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Weiße Rose
Mitglieder der Weißen Rose
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Flugblätter der Weißen Rose
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Stimmt es, dass Sophie Scholl aktiv in der NS-Jugendorganisation "Bund deutscher Mädel" (BDM) mitgearbeitet hat?

Zu Beginn des Nazi-Regimes war Sophie Scholl aktives Mitglied des BDM. Anfänglich war sie vom Nationalsozialismus durchaus begeistert. Sie trat dem Bund Deutscher Mädel bei und wurde dort sogar Gruppenführerin. Die gemeinsamen Ausflüge, Heimatliebe und die Gemeinschaft sprachen sie an.
Nicht so sehr die Mahnungen des Vaters, der Hitler mit dem Rattenfänger von Hameln gleichsetzte, sondern Einschnitte in persönliche Freiheitsrechte ließen die Zwölfjährige auf Abstand zum Nationalsozialismus gehen. So gab es ein Verbot, ausländische Lieder zu singen, selbstgenähte Fahnen zu verwenden oder Stefan Zweigs "Sternstunden der Menschheit" zu lesen. Diese Erfahrungen und ein tiefempfundenes Christentum ließen Sophie Scholl schon sehr bald zu einer couragierten Gegnerin des NS-Regimes werden.

Hans Scholls Grabstein: Unterhalb der Inschriften des Namens und der Jahreszahlen 1918 und 1943 liegt eine weiße Rose. (Rechte: ddp)

Hans Scholls Grab in München

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Stimmt es, dass sich der Name "Weiße Rose" von dem Titel eines spanischen Romans ableitet?

Der Name "Weiße Rose" stand als Überschrift über den Flugblättern und wurde so zum Namen der Gruppe. Von der Gestapo gefragt, wie er denn darauf gekommen sei, antwortete Hans Scholl laut Protokoll: "Ich ging von der Voraussetzung aus, daß in einer schlagkräftigen Propaganda gewisse feste Begriffe da sein müssen, die an und für sich nichts besagen, einen guten Klang haben, hinter denen aber ein Programm steht. Es kann sein, dass ich gefühlsmäßig diesen Namen gewählt habe, weil ich damals unmittelbar unter dem Eindruck der spanischen Romanzen von Brentano 'Die Rosa Blanca' gestanden habe."

Diese Hinweise auf die Ursprünge des Namens konnten nicht eindeutig entschlüsselt werden. Entweder das Protokoll ist fehlerhaft und aus Clemens Brentanos in Italien angesiedelten "Romanzen vom Rosenkranz" wurden "spanische Romanzen" oder Hans Scholl führte die Gestapo absichtlich in die Irre: Wenn er über die wahren Überlegungen zu der Überschrift für die Flugblätter gesprochen hätte, hätte er der Gestapo möglicherweise weitere Indizien gegen mitbeteiligte Freunde in die Hand gegeben. Nach einer anderen Interpretation wiederum bezieht sich der Name auf den Roman "Die Weiße Rose" (1929) von B. Traven. Hans Scholl soll Travens Werk gekannt und geschätzt haben. In dem Roman geht es um den Kampf mit ungleichen Mitteln um die mexikanische Indianerfarm "Rosa Blanca".

Sabine Kaufmann, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Widerstand gegen Hitler - Georg Elser, Weiße Rose und 20. Juli, 20.07.2004

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