Kleines jüdisches Glossar
- Aschkenasim
- Bezeichnung für die aus Deutschland und Frankreich, später auch aus Osteuropa kommenden Juden und ihre Nachkommen.
- Bar Mizwa
- Zu Deutsch: Gebotsmündig. Fest, bei dem die Juden die religiöse Mündigkeit eines Jungen (beim Mädchen: Bat Mizwa) feiern. Von nun an muss sich der junge Sprössling an der Gebotekultur der jüdischen Familie beteiligen und wie die Erwachsenen die Mizwot einhalten.
- Brit Mila
- Die Beschneidung des männlichen Juden.
- Chanukka
- Jüdisches Lichterfest, das an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem durch die Makkabäer erinnert. Chanukka dauert acht Tage und beginnt gemäß dem jüdischen Kalender am Abend vor dem 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember).
- Halacha
- Jüdisches Religionsgesetz.
- Kabbala
- Eine jüdische, mystische Geistesströmung, die ab dem 12. Jahrhundert in der Provence, in Spanien und später auch in Palästina auftritt.
- Kibbuz (Plural: Kibuzzim)
- Genossenschaftliche Siedlung.
- Kiddusch
- Der heilige Segen, der am Sabbat und an jüdischen Feiertagen über einem Becher Wein gesprochen wird.
- Kippa
- Kopfbedeckung des Mannes, die beim Gebet, rituellen Handlungen oder in der Synagoge aufgesetzt wird.
- Koscher
- Kommt aus dem Jiddischen und meint "taugliche" Speisen, die den jüdischen Speisegesetzen entsprechen.
- Mazzen
- Für das Pessachfest vorgeschriebenes, ungesäuertes Brot.
- Menora
- Die hebräische Bezeichnung für den siebenarmigen Leuchter. Die Menora ist ein wichtiges religiöses Symbol im Judentum und wurde auch in das israelische Staatswappen aufgenommen.
- Mesusa
- Das hebräische Wort für "Türpfosten". Gemeint ist ein kleiner Behälter, der Thora-Abschnitte auf Pergament enthält und aus rituellen Zwecken am rechten äußeren Türpfosten eines jüdischen Wohneingangs befestigt wird.
- Mizwa (Plural: Mizwot)
- Jüdisch-religiöse Gebote.
- Pessach
- Am Pessachfest wird an den jüdischen Exodus, den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert. Die Feierlichkeiten beginnen am Abend des ersten Frühlingsvollmondes (im jüdischen Kalender der Abend des 14. Nissan) und dauern in Israel sieben, in der Diaspora acht Tage.
- Pogrom
- Das russische Wort bezeichnet den antisemitischen Übergriff, die gewalttätige Ausschreitung gegen die jüdische Bevölkerung.
- Rabbi / Rabbiner
- Zu Deutsch: "mein Lehrer". Der Rabbi steht an der Spitze einer Gemeinde, hat beratende, seelsorgerliche und unterweisende Funktion.
- Sabbat
- Wöchentlicher Feier- und Ruhetag der Juden, der von Freitag- bis Samstagabend dauert.
- Sederteller
- Kultteller für das Pessachfest.
- Sephardim
- Bezeichnung für die aus Spanien und Portugal stammenden Juden und ihre Nachkommen.
- Shoah
- Die hebräische Bezeichnung für den Holocaust, den millionenfachen Mord an den Juden im Nationalsozialismus.
- Sukkot
- Sukkot ist das jüdische Laubhüttenfest, mit dem die Juden der 40-jährigen Wanderung durch die Wüste gedenken, die sich dem Auszug der Israeliten aus Ägypten anschloss. Sukkot findet fünf Tage nach dem Versöhnungstag Jom Kippur im jüdischen Monat Tischri (September/Oktober) statt.
- Talmud
- Die Auslegung, Kommentierung und Ergänzung der Thora durch rabbinische Gelehrte.
- Tallith
- Jüdischer Gebetsmantel.
- Tefillin
- Gebetsriemen aus Leder. Der männliche Jude legt sie zum alltäglichen Gebet an, führt sie siebenmal um den Arm und wickelt sie dann dreimal um die Hand und den Mittelfinger. Zu den Tefillin gehören auch Gebetskapseln, die in der Nähe des Herzens und auf der Stirn getragen werden. In den Kapseln befinden sich Texte aus der Thora.
- Thora
- Heilige jüdische Schrift mit den fünf Büchern Mose (im Christentum: Teil des Alten Testaments).
Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Jüdischer Alltag in Deutschland - Alles normal?, 28.05.2008






