Literatur & Co.
Bücher
Universalgeschichte der Juden
Das großformatige Bildlexikon von Eli Barnavi unternimmt einen systematischen Streifzug durch die Geschichte und Kultur des Judentums. Angefangen bei den biblischen Ursprüngen vor 4000 Jahren werden Doppelseite für Doppelseite, die wie Kapitel wirken, die wichtigsten Stationen der so wechselvollen Kulturgeschichte der Juden protokolliert und erläutert. Jedes dieser doppelseitigen Kapitel enthält neben dem erläuternden Text reichhaltige Illustrationen, oft auch anschauliches Kartenmaterial und immer eine Zeitleiste, anhand derer sich die Ereignisse präzise datieren und zurückverfolgen lassen. Fazit: Die Universalgeschichte der Juden ist ein universal einsetzbares Buch zum Schmökern, Nachschlagen, Lernen und Verstehen.
Wie Juden leben - Glaube. Alltag. Feste
Das Buch des Oberrabiners Israel M. Lau ist ein faszinierendes Handbuch jüdisch-orthodoxen Lebens, das in die Tiefe geht. Es dokumentiert die jüdische Alltagskultur, jüdische Gebote und Verbote, Bräuche, Feste und Rituale. Das Buch spricht gleichermaßen jüdische und nichtjüdische Leser und Leserinnen an und führt umfassend in Leben und Glaubenspraxis der Juden ein. Wer sich wirklich für die jüdische Religion und Kultur interessiert, findet hierin einen wahren Schatz an Erläuterungen, Interpretationen und Anregungen zur Praxis und Theorie des gelebten orthodoxen Judentums.
Einführung ins Judentum
"Wohlbegründet und systematisch klar aufgebaut", nennt Hans Küng die Einführung ins Judentum von Jonathan Magonet. Geschrieben ist sie von einem Insider, aber "in einer Weise, die es auch dem Leser mit geringem bis gar keinem Religionshintergrund erlaubt, sich den Fragen zu stellen, mit denen sich diese Religion heute konfrontiert sieht". Magonet öffnet in 13 thematisch geschlossenen Kapiteln jeweils einen neuen Fokus auf die zentralen Elemente des Judentums und führt die Leserschaft in ansprechend kurzweiligen Betrachtungen in die Welt jüdischer Glaubensvorstellungen und Bräuche ein. Dabei behandelt das Buch auf erschöpfende Weise sowohl Geschichte und Tradition als auch Aufbruch und Moderne des Judentums.
99 Fragen zum Judentum
In 99 Fragen zum Judentum bringt der Rabbiner Walter Rothschild die zentralen Fragen der Nichtjuden an die jüdische Kultur und Religion auf den Punkt. Rothschild nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, bricht komplexe Sachverhalte auf ein sehr klares, gut nachvollziehbares Niveau herunter, ohne die Dinge zu vereinfachen und dadurch zu verfälschen. Was ist die Kabbala? Was geschieht nach dem Tod? Was ist eigentlich ein Rabbiner? Rothschilds angenehm gradlinige und kompakte Antworten, meist nicht länger als eine Seite, treffen ins Schwarze und machen aus dem dünnen Bändchen ein hintergründiges und kulturell wertvolles Quiz.
Judentum. Geschichte, Lehre und Kultur
Der Band "Judentum" aus der Gerstenberg-Reihe "Sehen - Staunen - Wissen" behandelt detailliert das Judentum als Religion und als kulturelle Größe. Das Buch wendet sich wie die anderen Bände der Reihe an ein junges wie auch erwachsenes Publikum. Es besticht durch seine zahlreichen, großformatigen Illustrationen, erklärt die vielen religiösen Kultgegenstände und Bräuche im Judentum und erörtert und bebildert ausführlich auch die Entstehungsgeschichte einer der ältesten Religionen der Welt.
Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte
Die Schriften der Thora und des Alten Testaments handeln vom Menschen und seiner unmittelbaren Begegnung mit Gott. Die heiligen Schriften sind also voll mit äußerst menschlichen Protagonisten. Die gelehrte Jüdin und gelernte Alt- und Neutestamentlerin Ruth Lapide erspürt im Dialog mit Walter Flemmer, dem ehemaligen Kulturchef des Bayerischen Rundfunks, verblüffend genau die dort gezeichneten menschlichen Profile und fördert Edelmut und Abgründe, Ehrgeiz und Selbstlosigkeit der agierenden, menschlichen Gestalten zutage. Die liebevolle Nonchalance, mit der die Autoren die biblischen Figuren unter die Lupe nehmen, ganz so als seien die Geschichten nicht vor tausenden von Jahren, sondern gestern oder womöglich heute geschrieben worden, verdeutlichen nachvollziehbar die oft schwierigen Stellen des Alten Testaments, ohne den Text dabei zu vereinfachen. Das Buch ist besonders für diejenige Leserschaft geeignet, die schon immer einmal dem alten Texten genauer auf den Grund gehen wollte.
Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 05.03.2007
Sendung: Jüdischer Alltag in Deutschland - Alles normal?, 28.05.2008





