• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Die Mizwot: Gesetze und Rituale

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • Juden
  • Judentum
  • Die Mizwot: Gesetze und Rituale

Die Mizwot: Gesetze und Rituale

Die Mizwot (jüdische Vorschriften) sind elementarer Bestandteil des jüdisch-orthodoxen Glaubens. Neben den 10 Geboten gibt es weitere 613 Mizwot (darunter sind 365 Verbote und 248 Gebote), die in der Thora stehen und die der fromme Jude in sein Leben integriert.

Auf einem Tisch liegt eine offene Thorarolle. Daneben liegen ein kunstvoll bestickter Thoramantel und ein Thorazeiger. (Rechte: Version)

Die Thora: Quelle von Ver- und Geboten

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Judentum
Abraham
Die Synagoge
Wissensfrage
Gesetze und Rituale
Jüdisches Glossar
Jüdisches Museum
Literatur & Co

Heiligung des Sabbats

Die Heiligung des Sabbats ist der Höhepunkt der Woche. Der Sabbat ist der siebte Wochentag, und die Juden feiern das Ruhen Gottes am siebten Tag der Schöpfung sowie den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Der Sabbat beginnt am Freitagabend mit dem Sonnenuntergang und endet am Samstagabend. Die orthodoxen Juden achten darauf, am Sabbat zu ruhen und nicht zu arbeiten. Sämtliche Haushaltsarbeiten werden also vorher erledigt. Am Sabbat darf, egal durch welche Handlung, keine neue Situation geschaffen werden. Strenggläubige Juden fahren deshalb auch kein Auto und betätigen keinen Lichtschalter oder Herd.

Stehende und sitzende Juden, die sich betend einer hohen Mauer zuwenden. (Rechte: dpa)

Betende Juden an der Klagemauer

Vergrößern

Das Gebet

Das bekannteste jüdische Gebet ist das "Schma Jisrael" (hebräisch für "Höre Israel"). Es ist zugleich das eindringliche Glaubensbekenntnis der Juden an den Einen Gott. Es setzt sich aus den Thora- oder auch Bibel-Stellen, Deuteronomium 6,4, einem Vers aus dem Talmud (mJoma 6,2) sowie den Abschnitten Deuteronomium 6,5-9, 11,13-21 und Numeri 15,37-41 zusammen.
Dreimal täglich beten fromme Juden, dabei tragen die Männer Kippa (Käppchen), Tallith (Gebetsumhang) und werktags Tefillin. Tefillin sind Gebetsriemen aus Leder. Der männliche Jude wickelt sie siebenmal um den Arm und dann dreimal um die Hand und den Mittelfinger. Zu den Tefillin gehören auch Gebetskapseln, die in der Nähe des Herzens und auf der Stirn getragen werden. In den Kapseln befinden sich Texte aus der Thora.

Diese Mizwot, die während des Gebets befolgt werden, finden sich in Teilen im Gebetstext selbst wieder. Denn das "Schma Jisrael" ist eine Verbindung aus Glaubensbekenntnis und Handlungsaufforderung an den frommen Juden:

"Höre Israel: ER,
unser Gott, er ist einer!
So liebe denn
Ihn einen Gott
Mit all deinem Herzen, mit all deiner Seele, mit all deiner Macht.
So seien diese Reden, die ich heute dir gebiete, auf deinem Herzen,
einschärfe sie deinen Söhnen,
rede davon,
wann du sitzest in deinem Haus und wann du gehst auf den Weg,
wann du dich legst und wann du dich erhebst,
knote sie zu einem Zeichen an deine Hand,
sie seien zu Gebind zwischen deinen Augen,
schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und in deine Tore!"

Auch der Brauch der Mesusa (hebr. für "Türpfosten") wird im "Schma Jisrael" erwähnt: Gemeint ist ein kleiner Behälter, der Thora-Abschnitte auf Pergament enthält und aus rituellen Zwecken am rechten äußeren Türpfosten eines jüdischen Wohneingangs befestigt wird.

Die Beschneidung

Männliche jüdische Babys werden in der Regel an ihrem achten Lebenstag beschnitten. Die Beschneidung (hebr. Brit mila) soll an den Bund erinnern, den Abraham einst mit Gott geschlossen hat. Durch die Zeremonie wird das Neugeborene ebenfalls in diesen Bund aufgenommen. Beschneidungen dürfen - obwohl sie mit Arbeit verbunden sind - sogar an einem Sabbat durchgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das Kind auch an einem Schabbat geboren wurde. Während Babys früher meist in der Synagoge beschnitten wurden, findet das Ritual heutzutage in einem Festsaal, zu Hause oder in einem Krankenhaus statt. Vorgenommen wird die Beschneidung entweder von einem Kultusbeamten, dem so genannten Mohel, oder einem jüdischen Arzt.

Über einem Ladenlokal mit Markise hängt ein Schild mit der Aufschrift 'Kosher Bakery', also 'Koschere Bäckerei'. (Rechte: WDR)

Hauptsache koscher

Vergrößern

Koschere Speisen

Ein besonderes Kapitel der Mizwot sind die jüdischen Speisevorschriften (Kaschrut). Der fromme Jude folgt den Gesetzen des koscheren Essens. Koscher meint "tauglich" und schreibt dem frommen Juden genau vor, was er essen darf und welche Speisen er vermeiden muss. Viele dieser Speisegebote finden sich in der Thora, weitere stehen im Talmud, der über die Jahrhunderte gewachsenen Auslegung der Schrift durch große Rabbiner. Koschere Speisen sind etwa Fleischprodukte von Paarhufern und Wiederkäuern, also Schaf, Rind, Ziegen und Reh. Auch Geflügel darf gegessen werden, solange es sich vegetarisch ernährt. Auch Fische mit Schuppen und Flossen gehören zu den koscheren Lebensmitteln. Dagegen sind Schweinefleisch, Schalen- und Krustentiere kein koscheres Essen. Zu den Speisevorschriften gehört außerdem, Fleisch- und Milchprodukte strikt voneinander zu trennen. Orthodoxe jüdische Haushalte verfügen daher über zwei Kochgeschirre, ein Milchbesteck und ein Fleischbesteck.

Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Jüdischer Alltag in Deutschland - Alles normal?, 28.05.2008

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Judentum (Rechte: /)

Juden


  • Deutsch-israelische Beziehungen
  • Jüdisches Leben
  • Geschichte des jüdischen Volkes
  • Geschichte des Staates Israel

Wissen interaktiv

Feiernde Juden (Rechte: AFP)

Jüdischer Festkreis


  • Koschere Küche
  • Synagoge
  • Zeitreise Judentum

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/juden/weltreligion_judentum/mizwot.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.