Literatur & Co.
Bücher
Die neue Sklaverei
Der Appell an den Leser ist eindringlich und ungeschminkt: "Sklaven in Pakistan haben möglicherweise die Schuhe gefertigt, die Sie tragen, und den Teppich gewirkt, auf dem Sie stehen. Sklaven in der Karibik könnten dafür gesorgt haben, dass in Ihrer Küche die Zuckerdose gefüllt ist und Ihre Kinder Spielzeug haben." Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund – und er ist sich nicht zu schade, die wissenschaftliche Erkenntnis seiner Arbeit in politisches Engagement zu wandeln. Leicht verständlich und spannend schildert Bales seine Untersuchungen zum Phänomen Sklaverei.
Getäuscht, verkauft, missbraucht. Reportagen und Hintergründe zum weltweiten Kinderhandel
Ein Band mit erschütternden Reportagen über die Versklavung von Kindern. Kinder sind eine begehrte Ware auf dem internationalen Sklavenmarkt. Sie sind wehrlos, willig, leicht einzuschüchtern und zu kontrollieren. Im Teufelskreis von Armut, Gewalt, Unterdrückung und Profitgier gefangen, gibt es für Millionen versklavter Kinder kaum ein Entrinnen. Ein Buch, das wachrüttelt, aber auch Perspektiven gegen den systematischen Missbrauch von Kindern aufzeigt.
Die bekannte Welt
Der Roman ist ein spannendes, detailreiches Epos, das auf beklemmende Weise die leidvolle Geschichte der Sklaverei aufarbeitet und dabei subtil mit den Kategorien Moral und Unrecht spielt. Henry Townsend, Farmer und Gutsbesitzer aus Manchester County im Virginia des Jahres 1855, ist ein erfolgreicher Mann, der seine Sklaven recht überdurchschnittlich behandelt. Aber Henry Townsend ist nicht nur Sklavenbesitzer – er ist selbst Schwarzer, ein ehemaliger Sklave. Und er macht eine beklemmende Aussage: "Ich hab nichts getan, was nicht jeder Weiße tun würde." Das Universum des Henry Townsend scheint seltsam auf den Kopf gestellt.
Schwarze Karibik. Sklaven, Sklavenkultur und Emanzipation
Die Geschichte der Karibik ist zugleich eine Geschichte der Sklaverei. Millionenfach fanden hier die Verschleppten des afrikanischen Kontinents in den vergangenen Jahrhunderten ein erzwungenes neues Zuhause – und sie zeugten Abermillionen Nachkommen, die heute die Inseln und Länder Mittelamerikas bevölkern. Das Buch erzählt ihre leid- und wechselvolle Geschichte.
Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 26.01.2012





