• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Die ältesten Handwerke

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • Mittelalter
  • Altes Handwerk
  • Die ältesten Handwerke

Die ältesten Handwerke

Vor Urzeiten begann der Mensch, Werkzeuge und Gerätschaften herzustellen. Handwerklich besonders geschickte Menschen konnten irgendwann von dieser Arbeit leben. Erste Handwerke begannen sich herauszubilden. Doch die Frage nach dem ältesten Handwerk ist nicht leicht zu beantworten...

Steinrelief: Handwerker behauen Marmorblöcke, Arbeiter schleppen sie davon. (Rechte: AKG/Erich Lessing)

Steinmetze waren schon im Römischen Reich etablierte Handwerker

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Altes Handwerk
Video
Fachwerkhäuser
Wissensfrage
Kulturgut Handwerk?
Älteste Handwerke
Handwerkstechniken
Interview
Literatur & Co
Link-Tipps

Steinmetze

Die Pyramiden in Ägypten, die Statuen der Kaisergräber in China und die Ruinen der Antike sind steinerne Zeugen für dieses Handwerk, das mindestens fünf Jahrtausende in die Vergangenheit reicht. Für all diese Bauwerke wurden bereits hauptberufliche Steinmetze benötigt, die ihre Kunst auf hohem Niveau ausübten. In Mitteleuropa gewann nach dem Untergang des Römischen Reiches die Steinbearbeitung erst im 8. Jahrhundert wieder höhere Wertschätzung. Das Berufsbild des Steinmetzen bildete sich hierzulande erst wieder im 12. Jahrhundert mit den ersten Steinhauerzünften heraus. Diese Handwerkervertretungen bestimmten die Ausübung des Handwerks bis in die Neuzeit.

Arrangement von einigen Korbböden mit Werkzeugen eines Korbmachers. (Rechte: dpa)

Korbmacher benötigen nur wenige Spezialwerkzeuge

Vergrößern

Korbmacher

Das Flechten von Körben aus dünnen Holzzweigen dürfte zu den ältesten handwerklichen Tätigkeiten des Menschen gehören. In den Trockengebieten des Nahen Ostens wurden rund 12.000 Jahre alte Körbe gefunden. Die Korbmacherei soll Experten zufolge auch älter als das Töpfern sein. Denn die ersten Töpferwaren entstanden aus mit Lehm abgedichteten Körben, die versehentlich im Feuer gebrannt und dadurch stabil wurden.

Trotzdem ist es nicht einfach, in Mitteleuropa den Beginn der Korbmacherei als vollwertigen Beruf festzulegen. Korbflechten ist das Handwerk, das am wenigsten Spezialwerkzeuge benötigt. Im bäuerlichen Umfeld wurden einfache Körbe bis in die neuere Zeit selbst gefertigt. Teilweise verdienten sich die Bauern ein Zubrot als Heimarbeiter. Hauptberufliche Korbflechter, organisiert in Zünften, sind erst seit dem 16. Jahrhundert belegt - eine Folge des Aufstiegs der Städte und des daraus steigenden Bedarfes an Körben. Denn bis zur Erfindung des Plastiks gehörten Körbe zu den wichtigsten Behältern, in denen man Dinge aufbewahrte.

In einer traditionellen Schmiede bearbeitet ein Mann auf einem Amboss eine glühende Eisenstange mit einem Hammer. (Rechte: WDR)

Traditionell arbeitende Schmiede gibt es immer seltener

Vergrößern

Schmied

Die Verarbeitung von Metallen ist eine der wichtigsten Kulturleistungen des Menschen. In Ägypten und Indien sind geschmiedete Werkzeuge schon vor mehr als 5000 Jahren entstanden. Anfangs bestanden diese aus Kupfer oder Bronze. Etwa ab 1200 vor Christus konnten Schmiede auch Eisen verarbeiten. Die Verarbeitung von Metallen war von Anfang an Spezialisten vorbehalten. Das Geheimnis seiner Herstellung wurde gewahrt und über Generationen in Familien weitergegeben. So dürften die Schmiede wohl zu den Handwerkern gehören, die als erste hauptberuflich tätig waren. Seit dem Mittelalter spezialisierten sich die Schmiede immer mehr. Waffenschmiede, Messer- und Nagelschmiede waren nur einige der Spezialisten des sich immer weiter verästelnden Berufszweiges. Dagegen war der Dorfschmied bis ins 20. Jahrhundert hinein aus keinem Dorf wegzudenken. Ein Alleskönner, der von Werkzeugen bis zu den Ackergeräten alle benötigten Metallgegenstände herstellte und sogar für den Hufbeschlag zuständig war.

Windmühle im Hintergrund einer Kuhweide. (Rechte: Mauritius/Hans Weißer)

Müller waren im Mittelalter wohlhabende Unternehmer

Vergrößern

Müller

Seit 6000 Jahren baut der Mensch Getreide an. Und mindestens so lange stellt sich ihm das Problem, die schwer verdaulichen Körner vor der Zubereitung zu mahlen. Schon in der Antike kamen dafür erste Großmühlen auf, die den Mehlbedarf der Städte befriedigen konnten. Die Römer nutzten für den Antrieb der Mühlen nicht nur Tiere, sondern auch die Wasserkraft. Im Mittelalter kamen in Europa dann die ersten Windmühlen auf. Mit den Großmühlen entstand auch das Handwerk des Müllers. Müller waren oftmals überaus wohlhabend, mitunter sogar vor Konkurrenz durch den sogenannten Mühlenbann geschützt, der den Bau weiterer Mühlen in der Umgebung verbot. Vererbt wurden Mühlen immer nur an den ältesten Sohn, da man Mühlen nicht wie Ackerland aufteilen konnte. Zünfte bildeten die Müller erst im 17. Jahrhundert.

Kolorierte Zeichnung: Maurer, Zimmerleute und Steinmetze auf einer Baustelle. (Rechte: AKG)

Auf historischen Baustellen waren Maurer oft schlecht bezahlt

Vergrößern

Maurer

Wie die Steinmetze waren auch die Maurer bereits beim Bau der Pyramiden beteiligt. Damit gehören auch sie zu den ältesten Handwerkern. Diese lange Tradition bestand in vielen Ländern auch fort. Die römischen Aquädukte, errichtet von Maurern, zeugen bis heute von der hohen Kunst der antiken Handwerker. Deutschland war für das Maurerhandwerk lange weniger bedeutend. Gebäude wurden meist im Fachwerk aus Holzbalken errichtet. Die Wände bestanden aus Flechtwerk, das mit Lehm bestrichen war. Maurer sind hierzulande erstmals im 7. Jahrhundert wieder belegt, vom 13. Jahrhundert an auch in Zünften organisiert. Erst nach dem 17. Jahrhundert kamen gemauerte Gebäude, etwa aus Ziegelsteinen, wieder mehr in Mode.

Vladimir Rydl, Stand vom 30.12.2010

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Stadt im Mittelalter (Rechte: frei)

Mittelalter


  • Hanse
  • Leben im Mittelalter
  • Päpste
  • Die Staufer
  • Karl der Große

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/mittelalter/altes_handwerk/top.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.