• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Das UNO-Hauptquartier

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • Organisationen
  • UNO
  • Das UNO-Hauptquartier

Rundgang durch das UNO-Hauptquartier

Ein spannender Abstecher während unseres Besuchs in New York ist die Adresse "No. 1 UN Plaza": Hier residieren die Vereinten Nationen (VN). Gemeinsam mit zwei Freunden mache ich einen Rundgang durch das Hauptquartier mit seiner Architektur der Moderne und kulinarischen Überraschungen.

Eine Fremdenführerin spricht vor einem Wandgemälde zu einer Gruppe Touristen. (Rechte: Stefanie Fischer)

Führung durch das UNO-Gebäude

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Die UNO
Das UNO-Hauptquartier
Reportage
UNO-Generalsekretäre
Deutsches Geschenk
Wissensfrage
Literatur & Co
Link-Tipps

"The most international adress"

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, an der 1st Avenue Ecke 48. Straße die USA zu verlassen, einfach so, mit einem Schritt. "The most international adress" nennt unser Reiseführer die UNO. Das Gelände der Vereinten Nationen ist eine internationale Zone, die allen 191 Mitgliedstaaten gehört.

Vor einem weißen Vorzelt mit der Aufschrift 'Visitors Entrance' warten Menschen. Auf der rechten Bildseite ist die Fassade des grauen UNO-Hochhauses zu sehen. (Rechte: Stefanie Fischer)

Hier überprüfen VN-Beamte die Besucher

Vergrößern

Beim Betreten des Gebäudekomplexes am East River überprüfen Sicherheitsbeamte erst einmal unsere Taschen und Jacken in einem großen weißen Vorzelt. Nein, wir haben nichts Verbotenes dabei, wollen auch nichts Verbotenes tun. Micha, Sonja und ich sind hierher gekommen, um eine Führung durch das "HQ", wie die Amerikaner das Hauptquartier nennen, mitzumachen. "Die UNO unterhält nicht nur eigene Sicherheitskräfte", erzählt Sonja uns, während wir in der Schlange auf die Passkontrolle warten, "sondern auch eine eigene Feuerwehr und sogar ein eigenes Postwesen." Die UNO-Briefmarken werden wir nachher kaufen, jetzt aber verlassen wir erst einmal das Vorzelt und gehen auf das Gebäude der Generalversammlung zu.

Großaufnahme des verspiegelten UNO-Hauptgebäudes in New York. Davor fahren ein paar gelbe Taxis auf der Straße. (Rechte: Stefanie Fischer)

Das Hauptgebäude der Vereinten Nationen

Vergrößern

Das Schlachthofviertel wich Architektur der Moderne

Das Gelände im BereichEast River/1st Avenue, zwischen 42. und 48. Straße ist etwa sieben Hektar groß. "Wusstet ihr, dass das früher ein Schlachthof war?", fragt uns Micha. Nein, wussten wir nicht, heute erinnert auch wirklich nichts mehr daran. Im Reiseführer steht folgendes: "John D. Rockefeller kaufte das Gelände 1946 für 8,5 Millionen Dollar und schenkte es der jungen Weltorganisation. Am 24. Oktober 1949, genau vier Jahre nach In-Kraft-Treten der Charta, legten der erste Generalsekretär, Trygve Lie, und der amerikanische ChefarchitektWallace Harrison den Grundstein." Weiter lesen wir, dass dem Team um Harrison so renommierte Architekten wie Oscar Niemeyer oder Le Corbusier angehörten. Bis 1952 entstanden die von einem insgesamt elfköpfigen internationalen Architektenteam entworfenen Gebäude: die Generalversammlung, das Konferenzgebäude, das 39-stöckige Sekretariatshochhaus und im Jahr 1961 dann noch die Dag-Hammarskjöld-Bibliothek. Heute arbeiten hier rund 4000 Menschen.

Die Drehtür schleust uns in die Eingangshalle, und es öffnet sich ein großer Raum mit schön geschwungenen offenen Etagen: Architektur der Moderne. "Wow, das hat was!", ruft Micha. Die Eingangshalle wirkt inzwischen allerdings etwas heruntergekommen, hier und da bröckelt die weiße Farbe ab, ab und zu sieht man Wasserflecken. "Ja, hat irgendwie was Museales. Aber sehr schick", versuche ich diese gediegene, edle, aber auch muffige Atmosphäre in Worte zu fassen. Die nächste Führung auf Deutsch fängt in einer Viertelstunde an, wir vertreiben uns die Zeit bis dahin, schauen uns in der Public Lobby um. Rechts sehen wir ein großes buntes Glasfenster. "Ah, das muss das von Marc Chagall sein!" Sonja weiß Details: "Er hat das Fenster der UNO im Jahr 1964 geschenkt, in Gedenken an den bei einem Flugzeugabsturz umgekommenen Generalsekretär Hammarskjöld." Im Untergeschoss ist die Post und ein "Gift Center". Nur hier kann man Post mit der UNO-Briefmarke verschicken, und neben Typischem aus den einzelnen Mitgliedstaaten kann man das Emblem der Vereinten Nationen auf allen erdenklichen Gegenständen kaufen: Kalender, Schirme, Postkarten. Für Souvenirs sind wir alle drei zu haben, Micha entscheidet sich für einen Notizblock, ich nehme eine kleine Tischflagge, Sonja einen Schirm.

Blick schräg in einen großen Saal mit Holztischen und -stühlen. Im Hintergrund hängt ein gemusterter Vorhang. (Rechte: Stefanie Fischer)

Der Wirtschafts- und Sozialrat

Vergrößern

Im Sicherheitsrat steigt Phoenix aus der Asche

"Diejenigen, die Tickets für die deutsche Führung haben, kommen bitte zum Treffpunkt an der Kasse", ertönt es durch die Lautsprecher. Wir sind insgesamt zu zehnt, als wir die Eingangshalle verlassen und in den für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich gelangen. "Die Tour dauert etwa eine Stunde", weist uns Edda Bender, unsere Führerin, ein und geht mit uns zuerst in den Saal des Wirtschafts- und Sozialrats im Konferenzgebäude. "Als Symbol dafür, dass diesem Rat wohl nie die Arbeit ausgehen wird, hat der schwedische Gestalter dieses Raumes die Holzdecke unvollendet gelassen", sagt uns die junge deutsche Tourbegleiterin.

Blick frontal in einen großen Saal mit Holztischen und grünen Sesseln. Im Hintergrund ist ein grauer Vorhang und an der linken Seite eine große Engelsfigur an der Wand zu sehen. (Rechte: Stefanie Fischer)

Der Treuhandrat

Vergrößern

Nebenan liegt der Treuhandrat. "War der nicht das wichtigste Organ damals bei der Entkolonialisierung der Länder Afrikas und Asiens?", fragt ein älterer Herr aus unseren Reihen. "Ja, das stimmt. Da aber die Unabhängigkeitsbewegung im Wesentlichen vollendet ist, hat dieser Rat seine Arbeit seit 2004 vorübergehend ausgesetzt", erklärt Edda. Der Raum ist ein Geschenk Dänemarks an die Vereinten Nationen.

Blick schräg in einen Saal mit einem Rondell aus Holztischen und blauen Sesseln. In der Mitte steht ein weiterer Tisch. An der Wand hängt ein riesiges Ölgemälde. (Rechte: Stefanie Fischer)

Der Sicherheitsrat

Vergrößern

Den Raum des Sicherheitsrats hat Norwegen geschenkt. Wir setzen uns auf die knarzenden Klappstühle in der Loge für Dolmetscher und Fotografen und blicken hinab auf den hufeisenförmigen Tisch: Auch er ist groß, museal, ehrwürdig. "Die Delegierten der 15 ständigen und nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates müssen sich rund um die Uhr bereithalten, um spätestens nach zwei Stunden eine Sitzung beginnen zu können", führt uns Edda in die Regeln der Diplomatie ein. Das Ölgemälde im Sicherheitsrat zeigt Phoenix aus der Asche aufsteigend, als Symbol für die Wiederauferstehung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg. Den Räumen sieht man ihr Alter an, die Farben sind verblasst, die Stühle abgenutzt, weit entfernt von einer modernen Büroausstattung des 21. Jahrhunderts. Wir schreiten durch einen Klassiker der modernen Architektur und auch irgendwie durch ein Mahnmal, in ständiger Erinnerung an die zentrale Idee der UNO: die Wahrung des Weltfriedens und Sicherheit für alle.

Blick in einen großen Saal mit ganzen Blöcken aus Holztischen und beigen Sesseln. In der Mitte ist frontal ein Podium. Darüber hängt das riesige UNO-Emblem. (Rechte: Stefanie Fischer)

Hier tagt die UN-Vollversammlung

Vergrößern

Über der Generalversammlung thront das UNO-Emblem

Nach kleinen Ausstellungen und Infokästen, wo wir unser Wissen über Blauhelmmissionen, die VN-Familie oder Entkolonialisierung aufstocken, gelangen wir in den zentralen Raum: die Generalversammlung. Hier also kommen alle 191 Mitgliedstaaten zusammen, denke ich, es ist ein wirklich großer Saal. Wie viele Leute hier wohl reinpassen? "Bis zu 1800 finden hier Platz", antwortet unsere Begleiterin und erklärt uns dann die internationale Symbolik dieses Raums: "Die Generalversammlung wurde nicht nur von allen elf Architekten gemeinsam entworfen, sondern der Raum ist zudem von keinem Mitgliedstaat allein finanziert worden." Konsequent ist dann auch, denke ich, dass der Saal der Generalversammlung der einzige Raum mit dem Emblem der Vereinten Nationen ist: Die Weltkarte umrahmt von Ölzweigen als Symbol des Friedens.

Die Tourbegleiter - "Botschafter der Vereinten Nationen in der Öffentlichkeit"

Bei den Vereinten Nationen bieten insgesamt 58 Führer aus 31 Ländern, die meisten von ihnen zwischen 20 und 30 Jahre alt, Touren in über 20 Sprachen an. Jedes Jahr besuchen durchschnittlich 400.000 Menschen das "Gewissen der Welt". Die Faszination, die das Hauptquartier ausübt, ist ungebrochen.

"Für mich geht es in einer halben Stunde weiter, diesmal allerdings auf Spanisch", verabschiedet sich Edda Bender von uns. "Die 60 Minuten sind schnell rum", stellt Micha ein wenig enttäuscht fest, "ich hätte die Räume gerne belebt gesehen, also dass da Leute arbeiten, verhandeln." Wir hatten wohl Pech, unsere Gruppe löst sich auf. Aber wir drei haben ja noch was vor.

Mittagessen im "Delegates Dining Room"

"Jetzt gucken wir mal, welche kulinarischen Qualitäten die UNO so hat." Ich freue mich auf ein Mittagessen in der UNO-Kantine, habe gestern einen Tisch für uns drei reserviert. Es geht nicht in irgendeine Kantine. Es ist der "Delegates Dining Room", den wir jetzt betreten, im vierten Stock des von Niemeyer und Le Corbusier entworfenen Baus: Ein länglicher, gediegener mit Licht durchfluteter Raum. "Der Blick auf den East River ist wunderschön!" Micha blickt begeistert durch die große Fensterfront.

Selbst hier in der Kantine kristallisiert sich das heraus, was die UNO ausmacht: Internationalität, Idealismus und der Glaube an das Edle im Menschen und in der Welt. Das Publikum ist international, unbekannt wie prominent: Neben der Schulklasse aus Ohio sitzen UNO-Delegierte aus aller Welt. Die Speisenauswahl ist vorzüglich: Heute gibt es verschiedene Gerichte aus Marokko und Bangladesh. "Prost!" Sonja hält ihr Glas hoch, wir stoßen an. "Auf die UNO und den Weltfrieden!" Wir erleben einen stilvollen Abschluss unserer Tour durchs "HQ" der Vereinten Nationen.

Natalie Muntermann, Stand vom 02.05.2005

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Organisationen (Rechte: dpa)

Organisationen


  • Kinderdörfer
  • Feuerwehr
  • Rotes Kreuz
  • Deutsche Polizei
  • Pfadfinder

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/organisationen/uno/hauptquartier.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.