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Warum misst man die Geschwindigkeit von Schiffen in "Knoten"?

Bei Autos, Motorrädern, Zügen wird die Geschwindigkeit in "Kilometer pro Stunde" gemessen. Die Seefahrt aber hat eine Extra-Einheit. Kapitäne messen die Geschwindigkeit ihrer Schiffe in Knoten. Ein Knoten entspricht dabei einer Seemeile pro Stunde, das sind ungefähr 1,8 Kilometer.

Das Bild zeigt ein Schiff mit amerikanischer Flagge, das einen Fluss passiert. (Rechte: AKG)

Volle Fahrt ins Gefecht

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Diese Tradition reicht bis in 17. Jahrhundert zurück. Um das Tempo ihrer Schiffe zu ermitteln, warfen die Seeleute einen Holzscheit in die See, an dem eine Leine befestigt war. Alle sieben Meter waren mit einem Knoten markiert. Der Seemann zählte nun, wie viele Knoten ihm durch die Hand glitten, während die Sanduhr ablief. Üblicherweise rieselte die Uhr 14 Sekunden lang. Bei zwei gefühlten Knoten fuhr das Schiff also zwei Knoten schnell - was zwei Seemeilen und etwa 3,6 Kilometern pro Stunde entspricht. Dies wurde im Logbuch festgehalten, was übrigens auch eng mit dieser Tempomessung verbunden ist. Denn der Holzscheit heißt im Englischen "log". Um eine halbwegs brauchbare Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln zu können, wiederholten die Seeleute die Messung in jeder Stunde. Ungenau war das Ergebnis trotzdem - denn die Eigenbewegungen des Wassers wurden irgendwie abgeschätzt und abgezogen, oder dazu gezählt.

Katharina Beckmann, Stand vom 01.06.2009

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