• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Der Ring des Nibelungen

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • Persönlichkeiten
  • Richard Wagner
  • Der Ring des Nibelungen

Der Ring des Nibelungen: Wagners Hauptwerk

Überwältigend, bedeutungsschwanger, pathetisch: Wagners Werk ist von Anfang an auf Größe angelegt. Der "Revolutionär der Oper" verbindet Text, Musik und Regie zu einem Gesamtkunstwerk, in das alle künstlerischen Mittel einbezogen werden. Paradebeispiel: sein zentrales Werk "Der Ring des Nibelungen".

Szene aus der Oper 'Walküre' aus dem Jahr 2006: Sieglinde führt Siegmund einen Kelch an den Mund. (Rechte: dpa)

Opernklassiker, der immer wieder neu belebt wird

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Richard Wagner
Die Wagners
Familiendynastie
Ring des Nibelungen
Schattenseiten der Wagners
Antisemitismus
Literatur & Co
Link-Tipps

Die Arbeit am "Ring" zieht sich über 26 Jahre hin

Die Initialzündung für den "Ring des Nibelungen" hat Richard Wagner 1843, als er in Jacob Grimms "Deutscher Mythologie" die Geschichten von Wotan, Siegfried und den Walküren liest. Diese basieren auf der "Nibelungensage", die - nicht zuletzt dank Wagner - im 19. Jahrhundert zum deutschen Nationalepos wird. Neben der mittelalterlichen Sage dient ihm die nordische Mythensammlung Edda als Grundlage, allerdings verändert Wagner viele Charaktere und Motive. Er beginnt 1848 mit den Arbeiten an der Dichtung, die er 1853 vollendet. Doch die Musik beschäftigt Wagner ungleich länger. Es dauert bis zum 21. November 1874, bis Wagner auf die letzte Seite der Partitur die erlösende Notiz schreibt: "Vollendet in Wahnfried; ich sage nichts weiter!! R.W."

Fassade des Bayreuther Festspielhauses, über ein farbenfrohes Blumenbeet aufgenommen. (Rechte: dpa)

Angemessener Rahmen: das Bayreuther Festspielhaus

Vergrößern

"Der Ring des Nibelungen" ist als "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend konzipiert" und besteht aus vier Teilen: "Das Rheingold", "Die Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung". Ohne Pause kommt das Gesamtwerk auf eine ungefähre Länge von fast 16 Stunden. Wagner konzipiert das Mammutwerk als neue Form einer romantischen Oper, die als Gesamtkunstwerk Text, Musik, Schauspiel, Tanz, Bühnenbild, Kostüm und Effekte verbindet. Ein künstlerischer Ansatz, der die Welt der Musik und Oper revolutioniert und bis heute nachhaltige Wirkung zeigt. Die Uraufführung findet vom 13. bis zum 17. August 1876 in dem eigens für Wagners Werke erbauten Bayreuther Festspielhaus statt.

Schwarzweiß-Szene aus der Oper 'Walküre' aus dem Jahr 1951: Ein Mann steht mit Schwert in der Hand auf der Bühne. (Rechte: AKG)

Das viertägige Festspiel handelt von Macht, Liebe und Tod

Vergrößern

Die Handlung: Kampf um den Ring der Macht

Die Handlung des "Ring" ist weit verzweigt und recht unübersichtlich angelegt. Sie geht über mehrere Generationen, über 30 tragende Figuren spielen mit. Eine Kurzfassung: Zu Beginn raubt der Nibelung Alberich dem Rhein das Rheingold, das die Macht hat, alles zu beherrschen, und schmiedet daraus einen Ring. Dafür zahlt er einen hohen Preis: Er muss fortan der Liebe entsagen. Der Göttervater Wotan hat unterdessen ein anderes Problem. Er ließ sich von den Riesen Fafner und Fasolt eine Burg bauen und versprach ihnen als Bezahlung die Göttin Freia. Doch Wotan überlegt es sich anders und will die Riesen mit Alberichs Ring entlohnen. Wotan raubt Alberich den Ring, worauf dieser den Ring verflucht. Der Fluch zeigt Wirkung: Fafner erschlägt seinen Bruder und zieht mit dem Ring davon. Jahre später kommt Siegfried ins Spiel, der von Alberichs Bruder Mime großgezogen wird. Siegfried, der nicht weiß, dass er zu Wotans Plan gehört, die Welt vom Fluch des Ringes zu erlösen, erschlägt Fafner, der sich inzwischen in einen Drachen verwandelt hat, und nimmt den Ring an sich. Siegfried verliebt sich in Brünnhilde und überlässt ihr den Ring als Liebespfand. Hagen, der Sohn Alberichs, flößt Siegfried einen Zaubertrank ein, worauf dieser Brünnhilde vergisst und sich in Gutrune verliebt. Siegfried nimmt Brünnhilde den Ring wieder ab, worauf diese Hagen aus Rache Siegfrieds verwundbare Stelle verrät. Hagen tötet Siegfried, der in seiner letzten Stunde wieder klar sieht und um seine Liebe zu Brünnhilde weiß. Brünnhilde lässt einen Scheiterhaufen für Siegfried errichten und stürzt sich zu ihrem Geliebten in die Flammen. Darauf tritt der Rhein über seine Ufer und die Rheintöchter holen sich zurück, was ihnen gehört: den Ring. Der Fluch ist beendet durch Brünnhilds Liebe. Doch auch das Ende der Götter ist besiegelt, denn die Flammen des Scheiterhaufens entzünden Walhall, den Wohnsitz der Götter. Eine neue, ungewisse Weltordnung bricht an.

Szene aus der Oper 'Götterdämmerung' aus dem Jahr 2001: Zwei Männer in Anzügen stehen vor dem Bühnenbild, das eine futuristische Stadt darstellen soll. (Rechte: WDR/AP)

Moderne "Ring"-Inszenierung: Hagen und Gunther im feinen Zwirn

Vergrößern

Die Interpretationen dauern bis heute an

Die Uraufführung des "Ring" wird von vielen Pannen begleitet. Der Kopf des Drachen Fafner ist falsch montiert, Seitenwände werden zu früh weggezogen, Farbdämpfe wehen in die falsche Richtung und verursachen Hustenanfälle bei Orchester und Publikum. Sänger Franz Betz, der den Wotan spielt, erleidet einen Zusammenbruch, nachdem er sich im "Rheingold" diverse Fauxpas leistet: Er lässt den Ring fallen und rennt gegen die Kulissen. Deshalb muss ein Ruhetag zwischen "Walküre" und "Siegfried" eingelegt werden. Doch das Publikum sieht über die Startschwierigkeiten hinweg, die Reaktionen sind nahezu ohne Ausnahme überwältigend. Wagner wird weltweit für seinen "Ring" gepriesen und auf eine Stufe mit den größten Komponisten aller Zeiten gestellt. Die Interpretationen seines Hauptwerkes gehen dabei in alle möglichen Richtungen: Manche sehen darin eine Allegorie des Kapitalismus, andere eine Auseinandersetzung mit der Industrialisierung und der Zerstörung der menschlichen Lebenswelt. Auch wird der "Ring" als religionskritisches Werk gedeutet, in dem die Philosophen Schopenhauer, Feuerbach und der Wagner-Freund Nietzsche ihre Spuren hinterlassen haben. Bis heute, über 125 Jahre nach seiner Uraufführung, hat der "Ring" für "Wagnerianer" nichts von seiner Faszination verloren. Er wird nahezu überall auf der Welt aufgeführt, neu gedeutet, inszeniert und interpretiert.

Ingo Neumayer, Stand vom 16.09.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Persönlichkeiten (Rechte: frei)

Persönlichkeiten


  • Jesus von Nazareth
  • Dietrich Bonhoeffer
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Thomas Mann
  • Johann Wolfgang von Goethe

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/persoenlichkeiten/richard_wagner/der_ring_der_nibelungen.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.