Literatur & Co.
Bücher
Ein Platz an der Sonne – Die Geschichte der Kolonialreiche
In diesem reich illustrierten Buch verfolgen die Autoren die Geschichte der Kolonialreiche vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Jede europäische Kolonialmacht wird in einem eigenen Kapitel ausführlich dargestellt. Sehr anschaulich und verständlich geschrieben.
Kolonialismus
Dieses Buch bietet einen kompakten Überblick über die mehr als 500 Jahre währende europäische Kolonialgeschichte. Mit einer ausführlichen Definition des Begriffes Kolonialismus und eingehender Beschreibung der Eroberungsmethoden. Eher etwas für Leser mit wissenschaftlichem Anspruch.
Kolonialismus
Der Autor dieses Buches verliert sich nicht in einzelnen historischen Daten und Begebenheiten, sondern behält das große Ganze im Blick. Wie schafften es die europäischen Staaten, ganze Kontinente zu erobern? Welche Konsequenzen hatte das für die einheimische Bevölkerung und wie wirkt sich die Kolonialgeschichte heute noch auf die ehemaligen Kolonien aus?
Deutsche Kolonien. Traum und Trauma
Der deutsche Kolonialismus begann als Traum von Abenteuer, Entdeckertum und Nationalstolz - und endete traumatisch: in offenem Rassismus, Massakern und den abermaligen Expansionsträumen der NS-Zeit. Die beiden Autoren zeichnen diesen Bogen anhand konkreter Ereignisse nach. Besonders viel Sorgfalt wurde auf das reichhaltige Bildmaterial verwandt.
Geschichte der deutschen Kolonien
Ein wissenschaftliches Standardwerk zum deutschen Kolonialismus - und gleichzeitig gut lesbar. Mit einer ausführlichen Diskussion der Argumente von Kolonialbefürwortern und einem Ausblick zum Kolonialrevisionismus nach 1918.
Deutsche Kolonialgeschichte
Speitkamps Kolonialgeschichte ist erzählerisch gehalten und gliedert sich nach Problemfeldern: Wie wurde in den Kolonien Recht gesprochen? Mussten die neuen Untertanen eigentlich zur Schule gehen, und wie entwickelten sich die Siedlungen zu Städten? Ein Kapitel zu der Frage, welche Rolle der Kolonialismus noch heute in unserem kollektiven Gedächtnis spielt, rundet das Buch ab.
Morenga
Ein spannender und informativer Roman zur Widerstandsgeschichte Deutsch-Südwestafrikas, dem heutigen Namibia. Der Stamm der Hottentotten erhebt sich gegen die deutsche Kolonialmacht. Unter der Führung des schwarzen Napoleons Jakob Morenga liefern sie den übermächtigen deutschen Truppen einen erbitterten Guerillakrieg. In den 1980er Jahren wurde der Film fürs deutsche Fernsehen verfilmt.
Eine Kopfjagd. Deutsche in Ostafrika
Anhand der Geschichte des Sultan Mkwawa rollen die Autoren die Geschichte des kolonialen Ostafrikas auf. Der Führer des Aufstands der Wahehe wurde von den Deutschen geköpft. Sein Schädel landete schließlich in Bremen und wurde aufgrund des Versailler Vertrages an den Stamm zurückgegeben. In kurzen Aufsätzen wird nicht nur auf die Kolonialgeschichte des Deutschen Reiches eingegangen, sondern auch die Auswirkungen auf die Weimarer Republik, das Dritte Reich bis hin zur Bundesrepublik dargestellt.
"… da und dort ein junges Deutschland gründen." Rassismus, Kolonien und kolonialer Gedanke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
"Nun wollen wir in Schiffen über das Meer fahren, da und dort ein junges Deutschland gründen … Wir wollen es deutsch und herrlich machen!" Worte eines Mannes, der als Kolonialpionier eigentlich eher unbekannt ist - sie stammen vom Komponisten Richard Wagner. Horst Gründers Quellensammlung zeigt, dass es die Sehnsucht nach Kolonien in Deutschland schon lange vor dem Kaiserreich gab - und dass der Traum auch dann noch nicht ausgeträumt war, als man die Kolonien schon längst wieder verloren hatte. Chronologisch geordnet, wird jedes Dokument ausführlich kommentiert.
Wie es am Waterberg zuging. Ein Originalbericht von 1904 zur Geschichte des Hereroaufstandes in Deutsch-Südwestafrika
Else Sonnenberg, Tochter eines Kolonialwarenhändlers, wächst zwischen Kaffee und Kakao auf und träumt von den Ländern, wo diese Kostbarkeiten herkommen. Als sie heiratet, erfüllt sich dieser Traum zunächst: Mit ihrem Mann wandert sie nach Deutsch-Südwestafrika aus - und lässt sich just an dem Ort nieder, wo wenig später der Herero-Aufstand seinen Anfang nehmen wird. Else Sonnenbergs Tagebucheintragungen zeichnen das persönliche und ehrliche Bild einer Familie, die zwischen die Mühlsteine rücksichtsloser deutscher Kolonialpolitik gerät.
Mit Deutschland um die Welt. Eine Kulturgeschichte des Fremden in der Kolonialzeit
Ein Lexikon der etwas anderen Art: Statt nach Stichworten ist es nach Ereignissen gegliedert - etwa "6. Oktober 1889: Hans Meyer erobert den Kilimandscharo". Deutsche Kolonialgeschichte soll über den Einzelfall greifbar gemacht werden - mit besonderem Augenmerk darauf, was der Kontakt mit dem Fremden in der Kultur des Kaiserreichs in Gang gesetzt hat. Spannend erzählt und mit einem guten Blick für aufschlussreiche Details, ist das Buch eine sinnvolle Ergänzung zur rein politischen Kolonialgeschichtsschreibung.
Sven Gummich, Kerstin Hilt, Stand vom 01.11.2011





