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Flugsaurier

Flugsaurier-Fossilien sind eher selten. Der Grund: Die Flugsaurier lebten an den Küsten der damaligen Meere. Einige Arten flogen weit hinaus aufs Meer um dort nach Fischen zu jagen. Dabei muss hin und wieder ein Tier umgekommen sein und versank im Meer. Ihre Knochen finden wir heute nur in den Meeresablagerungen: Starben sie an Land, dann wurden sie dort von Aasfressern vertilgt, die nichts übrig ließen.

Abbildung von einem Rhamphorhynchus, der über offenem Wasser fliegt. (Rechte: dpa)

Der Rhamporhynchus besaß ein Rudersegel am Schwanz

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Wendige Flieger

Aus dem schwäbischen Ölschiefer kennt man fünf Flugsaurier-Arten, deren Flügelspannweite ein bis zwei Meter erreichte, bei einem Exemplar wahrscheinlich sogar vier Meter. Zum Beispiel der Rhamporhynchus, dessen Spannweite zwei Meter groß war und der einen langen Schwanz mit einem Rudersegel zum Steuern besaß. Die größte Art, Quezalcoaltlus, die allerdings nur in Amerika gefunden wurde, erreichte zwölf Meter Spannweite. Früher nahm man an, dass sie eher schwerfällige Gleitflieger waren. Doch durch die Rekonstruktion ihrer Körperform konnten einige Wissenschaftler nachweisen, dass sie in Wirklichkeit sehr gute und wendige Flieger waren.

Die ersten flugfähigen Wirbeltiere

Flugsaurier (oder Pterosaurier) waren die ersten flugfähigen Wirbeltiere. Sie eroberten den Luftraum der Erde bereits vor 140 Millionen Jahren, lange bevor die ersten Vögel auf der Welt erschienen. Die Flugsaurier hatten keine Federn, aber ähnlich wie die Vögel entwickelten sich ihre Vorderbeine zu Flügeln. Allerdings haben sie dazu im Lauf der Evolution andere Finger als bei den Vögeln umgeformt: Der vierte Finger der Hand verlängerte sich extrem, an ihm wurde die Flughaut gespannt. Der fünfte Finger fehlte. Die ersten drei Finger waren kurz und trugen kräftige Krallen.

Bild der Versteinerung eines Pterodactylos kochi, eines Flugsauriers. (Rechte: dpa)

Die vielen Zähne weisen auf Fische als Beute hin

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Warmblütler

Die meisten Flugsaurier waren Raubtiere, die sich hauptsächlich von Fischen ernährten. Darauf weisen die vielen, langen und spitzen Zähne hin. Da das Fliegen einen hohen Energieaufwand erforderte, waren die Flugsaurier möglicherweise warmblütig. Im Prinzip war nur so gewährleistet, dass die nötige Energie stets gleichmäßig zur Verfügung stand. Als am Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier ausstarben, verschwanden auch die Flugsaurier von der Erde. Erst danach konnten die Vögel den nun freiwerdenden Himmel besiedeln.

Valentin Thurn, Stand vom 01.03.2011
Sendung: Giganten der Urzeit - Dinosaurier in Deutschland, 01.03.2011

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Urzeit (Rechte: dpa)

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