• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
"Transparency International"

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Politik & Geschichte
  • Verbrechen
  • Korruption
  • "Transparency International"

"Transparency International"

Wo nicht im Verborgenen gemauschelt werden kann, hat Bestechung keine Chance. Die weltweit arbeitende Organisation "Transparency International" mit Sitz in Berlin engagiert sich daher für Transparenz in staatlichen und wirtschaftlichen Strukturen und klärt über korruptes Verhalten auf.

Zwei Männerhände greifen vor Aktenordner ineinander. (Rechte: WDR)

Hand drauf! Gemeinsam gegen Korruption

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Korruption
Videos
Der Kampf gegen den Korruptionssumpf
Transparency International
Antikorruptionsregeln
Korruption in Indien
Interview
Literatur & Co
Link-Tipps

Peter Eigen und die Gründung der Unbestechlichen

"Korruption ist ein Grundübel unserer Zeit. Sie zeigt ihr hässliches Gesicht allenthalben. Sie liegt an der Wurzel fast aller wichtigen Probleme - oder verhindert zumindest ihre Lösung - und wirkt besonders verheerend in den armen Regionen in der Welt, wo sie viele Millionen Menschen in Elend, Armut, Krankheit, gewalttätigen Konflikten und Ausbeutung gefangen hält." Diese Worte stellt Peter Eigen an den Anfang seines Buches "Das Netz der Korruption", in dem er die Arbeit seiner Organsiation "Transparency International" beschreibt. Der 1938 in Augsburg geborene Eigen gründete die Organisation. Wie groß der Schaden ist, den Bestechung anrichtet, weiß der ehemalige Direktor der Regionalmission der Weltbank für Ostafrika aus eigener Anschauung. Als Vertreter der Weltbank musste Peter Eigen oft tatenlos zusehen, wie sich Regierungsvertreter afrikanischer und südamerikanischer Länder dringend benötigte Kredite für Aufbauprojekte in die eigene Tasche steckten.

Im Alter von 54 Jahren verließ Peter Eigen die Weltbank und trieb in neuer Vollzeitbeschäftigung die Gründung von "Transparency International" voran. Was 1993 als Ein-Zimmer-Büro mit Telefonanschluss begann, ist heute eine der erfolgreichsten Nichtregierungsorganisationen mit nationalen Abteilungen in mehr als 90 Ländern.

Porträtfoto von Peter Eigen. (Rechte: dpa)

Peter Eigen gründete 1993 "Transparency International"

Vergrößern

Aufklärung braucht Verbündete

Zeitgleich mit der Gründung der internationalen Dachorganisation wurde "Transparency Deutschland" gegründet. Die Organisation sieht es als ihre Pflicht, für alle Menschen verständlich über Korruption aufzuklären. Wichtigstes Ziel ist, das öffentliche Bewusstsein für die schädlichen Folgen der Korruption zu schärfen. Korruption kann laut "Transparency Deutschland" nur wirksam und nachhaltig bekämpft werden, wenn Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Aufklärung in öffentlichen Veranstaltungen, Seminaren und Einzelgesprächen soll für diese Zusammenarbeit sorgen.

Wer "Transparency" beitritt, verpflichtet sich, aktiv gegen Korruption zu kämpfen. Das gilt auch für die korporativen Mitglieder. Konzerne wie Daimler, BASF, die Deutsche Bahn und viele andere Mitglieder haben sich verpflichtet, dass sie Korruption in jeder Form ablehnen und sie weder anwenden noch dulden. Im Beirat von "Transparency International" engagieren sich viele prominente Menschen wie der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der einstige US-Präsident Jimmy Carter, im deutschen Beirat befinden sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

"Transparency International" arbeitet mit vielen nationalen und internationalen Organisationen zusammen, zum Beispiel mit der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, der Weltbank und den Regionalen Entwicklungsbanken. Seit 1996 organisiert "Transparency International" die Internationale Antikorruptions-Konferenz (IACC).

Die Ziele

Statt Einzelfälle zu verfolgen, wollen die Mitglieder von "Transparency International" Koalitionen gegen Korruption bilden. Die deutsche Abteilung der Organisation

  • hilft der deutschen Verwaltung und den Gerichten, Vereinbarungen zur Bekämpfung der internationalen Bestechung umzusetzen,
  • zeigt, wie sich Banken vor Bestechung schützen können,
  • beschäftigt sich mit Übersee-Banken, die von organisierten Verbrecherbanden wegen ihrer seicht formulierten Vorschriften gern zur Geldwäsche genutzt werden,
  • berät die öffentliche Verwaltung in der Frage, wie sie Bestechung vorbeugen kann,
  • entwickelt einen Unbestechlichkeits-Pakt bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und Lizenzen (zum Beispiel für Telekommunikation) und bei Privatisierungen,
  • fordert ein stärkeres Informationsrecht und Akteneinsicht gegenüber den Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen,
  • hilft Menschen, die Hinweise auf Korruption geben,
  • will Bestechung im deutschen Gesundheitswesen abbauen,
  • will das Thema Bestechung als festen Bestandteil von Forschung und Lehre an Universitäten und Fachhochschulen etablieren.

Karin Soltani, Stand vom 14.11.2011

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Verbrecher (Rechte: dpa)

Verbrechen


  • Spione
  • Schusswaffen
  • Mafia
  • Bankraub
  • Räuber

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/verbrechen/korruption/transparency_international.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.