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Stimmt es, dass die Römer die Germanen für Barbaren hielten?

Die Römer bezeichneten das Gebiet der germanischen Volksstämme auch als "Babaricum" und hielten seine Bewohner für sozial und intellektuell rückständige "Barbaren". Der Begriff "Barbaren" kennzeichnete im antiken Rom generell alle Personen oder Völker, die nicht die klassische griechisch-römische Bildung genossen hatten. Der römische Schriftsteller P. Cornelius Tacitus (circa 55-120 nach Christus) beschreibt die Germanen als rückständig und grausam, ein durch Hunger und Kälte abgehärtetes Volk. Sein Werk "Germania" dient im Allgemeinen als Bestätigung des eigenen Selbstwertgefühls und zur Untermauerung des römischen Geschichtsbildes.

Auf dem Bild sind Kinder zu sehen, die die Säulen eines römischen Tempels in Xanten bestaunen. (Rechte: dpa)

Zeugnis der römischen Hochkultur

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Der römische Naturforscher und Schriftsteller Plinius der Ältere (23-79 nach Christus) stellte sich im Jahr 52 nach Christus, nachdem er als Reiteroffizier eine germanische Siedlung der Chauken gesehen hatte, verwundert die Frage, warum die freien Germanen gegen die römische Intervention kämpfen würden, und das Schicksal manche verschonen würde, um sie zu strafen. Daran kann man erkennen, dass sich die Römer als die Krone der Zivilisation betrachteten und alle anderen Provinzen grundsätzlich für rückständig und die Unterdrückung der Urbevölkerung für legitim hielten.

Gemälde: Ein viergeschossiger elliptischer Bau mit einem arkadenartigen Basisbereich. Darüber in drei Etagen bogenförmige Fensteröffnungen. (Rechte: AKG)

Prachtwerk aus römischem Beton

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Welches für heutige Ohren sehr modern klingende Bau-Material haben die Römer erfunden?

Die Römer verwendeten für ihre großartigen Bauwerke einen Baustoff, der dem heutigen Beton sehr ähnlich war und unter der Bezeichnung "römischer Beton" bekannt ist. Vor allem die Aquädukte und die grandiosen Kuppelbauten, wie die Thermen oder das Pantheon, bestehen aus diesem Baustoff. Die Mischung setzte sich aus Vulkanerde, der so genannten Puzzolanerde, gebranntem Kalk und Sand zusammen. Dann gaben die Bauherren der Antike gestoßenen Stein und Wasser hinzu und vermischten das Ganze zu einem steinartigen Material, das sich durch eine hohe Druckfestigkeit auszeichnete. Die Römer verwendeten auch schon den Begriff Zement. Für sie war ein betonartiges Mauerwerk mit gebranntem Kalk als Bindemittel ein "Opus Caementitium".
Im 3. Jahrhundert nach Christus wurde die Entwicklung des Baustoffes von den Römern noch wesentlich verbessert. Durch Beimischung von Resten aus Ziegelsteinen wurde die Rissfestigkeit des Materials beträchtlich erhöht. So konnten auch riesige Estrichflächen angelegt werden, die selbst heute noch, wenn sie nicht im Laufe der Zeit gewaltsam zerstört wurden, noch frei von jeglichen Rissen sind.

Jo Siegler, Frank Endres, Stand vom 20.10.2011

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