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Börsenclubs

Die einen nennen sich "Money Makers", die nächsten "Penuncia", wieder andere "Dresdner Daxdamen" oder wie in einem Voreifeldorf "Hausse Breinig". Nach Schätzungen gibt es über 5000 Börsen- oder Investmentclubs mit über 120.000 Mitgliedern in Deutschland. Gemeinsam Geld in Wertpapiere investieren, hat einige Vorteile: Das Wissen der Teilnehmer - darunter oft Banker oder Wirtschaftswissenschaftler - ergänzt sich. Mehrere Leute können mehr Informationen beschaffen und verarbeiten als einer alleine. Und vor allem: Am Anfang steht mehr Geld zur Verfügung, so dass das Risiko besser gestreut wird.

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Börsenclubs investieren in sichere Werte

Auf der anderen Seite gibt es Pflichten, etwa die Mitgliederversammlungen. Börsenclubs treffen sich meist monatlich - im Hinterzimmer der Dorfkneipe, im Sitzungssaal der Kreissparkasse oder sonst wo. Welche Wertpapiere gekauft oder abgestoßen werden, wird demokratisch entschieden. Wer mitmachen will, muss einzahlen: in der Regel mehrere Tausend Euro auf einen Schlag. Hinzu kommen monatliche Zahlungen von unterschiedlicher Größe. Das Geld wird angelegt - und nicht beim Vereinsausflug verprasst.

Zwei Personen sitzen in einer Kneipe an der Theke und unterhalten sich. (Rechte: dpa)

Mitgliederversammlung in einer Dorfkneipe

Vergrößern

Zockertypen, die ihr Geld gerne in Finanzwetten stecken, sind in Aktienclubs eher falsch aufgehoben. Denn die meisten Clubmitglieder investieren lieber in den relativ krisensicheren "Deutschen Aktien Index" (DAX), die wichtigsten deutschen Industriewerte, oder in amerikanische oder japanische Aktien. So mancher Investmentclub hat sich aber auch schon am "Neuen Markt", der krisengeschüttelten Börse der jungen Hightech-Firmen, die Finger verbrannt. Für Börsenneulinge, die sich weder mit mickrigen Sparbuchzinsen abfinden wollen noch die Alles-oder-Nichts-Spekulation suchen, sind Investmentclubs ideal.

Die Banken verdienen mit

Viele Banken und Sparkassen betreuen Börsenclubs, helfen bei deren Gründung, stellen Räume und Börsenkurse zur Verfügung und erlassen die Depotgebühren. Das tun sie keineswegs uneigennützig, denn beim Kauf und Verkauf von Aktien fallen etwa ein Prozent Beteiligung (Provision) für die Banken ab. Starthilfe bei der Gründung von Anlegerclubs leisten auch Aktionärsvertretungen wie zum Beispiel die "Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz" (DSW) in Düsseldorf.

Kai Althoetmar, Stand vom 01.06.2009

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