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Welternährungsprogramm

Das Welternährungsprogramm WFP der Vereinten Nationen (UNO) ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Jährlich erreicht seine Nahrungsmittelhilfe rund 90 Millionen hungernde Menschen, darunter 58 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt. Doch das ist lange nicht genug. "Die Zahl der hungernden oder von Hunger bedrohten Menschen ist in jüngster Zeit auf etwa eine Milliarde gestiegen", berichtet Ralf Südhoff, Leiter des WFP im Berliner Büro.

Vermummte Frauen sitzen vor dem blau gestrichenen Gebäude des UN-Welternährungsprogramms (WFP) in Kabul und warten auf die Verteilung von Lebensmitteln. (Rechte: picture-alliance/dpa)

WFP-Gebäude in Kabul (Afghanistan)

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Weltweit im Einsatz

Von der südlichen Sahara über den Mittleren Osten bis hin nach Lateinamerika und Asien sind die Mitarbeiter des WFP im Einsatz. Oft sind es Katastrophen, die den schnellen Einsatz der WFP-Teams erfordern: Dürreperioden, Kriege, Seuchen oder Naturkatastrophen wie Überschwemmungen lassen Menschen hungern. Durch die explodierenden Nahrungsmittelpreise wurde zusätzliche Hilfe nötig - die Krise weitete sich auf Regionen aus, die bisher nicht von Hunger bedroht waren. Und dem WFP fehlte noch im September 2008 rund ein Drittel des benötigten Budgets, um helfen zu können, so Südhoff. Die Nahrungsmittel müssen schnell und oft unter schwierigsten Bedingungen an die betreffenden Orte gebracht werden, um sie dort an bedürftige Menschen zu verteilen. Neben dieser Katastrophenhilfe sind Schulspeisungsprogramme ein wichtiger Bestandteil der WFP: Denn mit der Schulspeisung steigt die Zahl der Kinder, die zur Schule geschickt werden, deutlich an.

Warten auf eine Mahlzeit: Diese Kinder in einer Grundschule in der Nähe von Harare, der Hauptstadt Simbabwes, erhalten mit Hilfe von UNICEF zumindest ein Mal täglich etwas zu essen. (Rechte: dpa)

Schulspeisungsprogramm der WFP in Harare (Simbabwe)

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Zusammenarbeit mit Kleinbauern

Für die WFP-Programme werden im Jahr Zehntausende von Tonnen Getreide benötigt. Um das Budget so sinnvoll wie möglich zu nutzen, will die Organisation Kleinbauern in den Entwicklungsländern unterstützen. "Deswegen arbeiten wir jetzt massiv mit ihnen zusammen. In wenigen Jahren wollen wir von 400.000 Kleinbauern die Nahrungsmittel direkt kaufen", berichtet Südhoff. "Diese werden dann vor Ort Schulkindern, Armen und Hungernden zur Verfügung gestellt, um eine Entwicklung von unten zu fördern." In Uganda oder in Mosambik ist das Welternährungsprogramm bereits Kunde bei den Kleinbauern. Das hat den positiven Effekt, dass die Bauern schon im Voraus sichere Abnehmer für ihre Produkte haben. Diese Garantie soll sie so selbstständig machen, dass sie investieren können, die Infrastruktur ausbauen und eigene Überschüsse am lokalen Markt anbieten können. "So könnte in Zukunft die Ernährung in dieser Region gesichert und die Menschen von uns unabhängig werden", hofft Südhoff. "Denn unsere Hauptaufgabe ist es ja eigentlich, uns überflüssig zu machen!"

Claudia Heidenfelder, Stand vom 25.10.2010

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