Sendung vom 05. Mai 2009
Geschichte des Hauspersonals - Von Butlern und Hausmädchen
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Unsere Studiogäste

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Prof. Dorothea Schmidt
Als Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte hat Dorothea Schmidt viel zur Geschichte der Frauenarbeit geforscht. Um 1900 war das Dienstmädchen der am weitesten verbreitete Beruf unter Frauen. Anders als Fabrikarbeiterinnen waren Dienstmädchen rund um die Uhr im Einsatz und hatten keine geregelten Arbeitszeiten und soziale Absicherungen. Eine sehr interessante Facette der weiblichen Erwerbsarbeit, findet Prof. Schmidt.

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Timothy Moores
Weiße Handschuhe wollte er tragen, als er sich dazu entschloss, Butler zu werden. Als geborenem Engländer ist ihm der Beruf quasi in die Wiege gelegt. Es muss einem Freude machen, anderen das Leben so angenehm wie möglich zu machen, nur dann kann man ein guter Butler werden, sagt er. Unter anderem diente Timothy Moores bei einem Baron in Großbritannien.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Museum Marktbreit
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Hier können Sie das Material über das Museum Malerwinkel in Marksbreit beziehen.
Literatur
Ohne Schürze ging es nicht. Marktbreiter Dienstboten erzählen aus ihrem Leben
Hrsg: Museum Malerwinkelhaus Marktbreit
1996
Dieses Buch zur Geschichte der Dienstmädchen ist zwar regional ausgerichtet, aber auch überregional sehr interessant. Besonders die zahlreichen Lebensläufe von ehemaligen Dienstmädchen, herausgearbeitet durch Zeitzeugenbefragungen, zeigen viele unterschiedliche Lebenswege. Auch rechtliche Hintergründe, die etwa durch die Gesindeordnungen im 18. und 19. Jahrhundert gegolten haben, werden anschaulich beschrieben.
Zu beziehen über das Museum Malerwinkel in Marksbreit unter untenstehendem Link.
Weltmarkt Privathaushalt. Bezahlte Haushaltsarbeit im globalen Wandel
Hrsg: Claudia Gather, Birgit Geissler, Maria S. Rerrich
Verlag: Westfälisches Dampfboot
Münster 2008
ISBN: 978-3-89691-215-2
Bezahlte Haushaltsarbeit hatte schon immer etwas mit Migration zu tun. Waren es früher die Mädchen vom Land, die in die Stadt zogen, sind es heute Frauen v.a. aus Osteuropa oder Asien, die in Westeuropa putzen gehen. Und das oft ohne, dass sie in ihren Ursprungsländern das Putzen gelernt hätten. Die Soziologinnen untersuchen diesen neuen "Weltmarkt" der Frauenarbeit.
Die ganze Welt zu Hause. Cosmobile Putzfrauen in privaten Haushalten
Maria S. Rerrich
Hamburger Edition. Institut für Sozialforschung
September 2006
ISBN –10: 3-936096-67-8
ISBN-13: 978-3-936096-67-5
Ein viel diskutiertes Buch über die globale Migrationsbewegung von Frauen, die in ihrer neuen Heimat zu Putzfrauen werden. Die Autorin ist Soziologieprofessorin und hat für dieses Buch zahlreiche Putzfrauen interviewt. Unter die Lupe nimmt sie aber auch den Wandel der deutschen Haushalte und fragt, wer in Deutschland warum eine Putzfrau engagiert.








