Sendung vom 12. Mai 2009
Vereine - typisch deutsch?
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Unsere Studiogäste

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Prof. Dr. Annette Zimmer
Prof. Dr. Annette Zimmer entdeckte bei einem Studienaufenthalt in den USA ihr Interesse für die deutschen Vereine. Als sie in ihrem Gastland erfuhr, wie stolz die Amerikaner auf ihr bürgerschaftliches Engagement sind, erinnerte sie sich an die vielen Aktivitäten der Vereine in dem Ort, in dem sie groß geworden war. Nach ihrer Rückkehr beschäftigte sie sich wissenschaftlich mit den Vereinen und anderen Non-Profit-Organisationen. Heute ist sie Professorin für "Sozialpolitik und Vergleichende Politikwissenschaft" am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und arbeitet ehrenamtlich am Zentrum für Nonprofit-Management in Münster.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- ARD-Themenwoche "Ist doch Ehrensache"
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Die ARD widmet sich in der Themenwoche "Ist doch Ehrensache" dem ehrenamtlichen Engagement. Es werden viele Beispiele von Vereinen vorgestellt. Ein Schwerpunkt ist das Engagement Jugendlicher. In der Rubrik "tell.a.vision - Zeig, was Du machst" können Jugendliche sich an einem Wettbewerb beteiligen.
- ADAC
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Der "Allgemeine Deutsche Automobilclub" (ADAC) ist mit seinen 16 Millionen Mitgliedern der größte eingetragene Verein in Deutschland. Der ADAC wurde 1903 in Stuttgart gegründet und ist sogar ein Idealverein, also ein nicht auf die Erzielung von Gewinn ausgerichteter Verein.
- Rastatter Turnverein 1846
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Einer der ältesten Sportvereine ist der Rastatter Turnverein 1846 (RTV) mit den Abteilungen Turnen, Schwimmen, Handball, Volleyball, Leichtathletik, Fechten, Karate, Aikido und Clogging.
- Patriotische Gesellschaft von 1765
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Die 1765 gegründete "Patriotische Gesellschaft" ist Hamburgs älteste und dauerhafteste Bürgerinitiative. Sie entstand als Zusammenschluss von Menschen, die damals im Erziehungs- und Bildungswesen, in der sozialen Fürsorge und Vorsorge, im Gesundheitswesen, in der Wirtschaftsförderung und im kulturellen Bereich für "Verbesserungen" eintraten. Heute arbeitet die Patriotische Gesellschaft mit denselben Zielen.
- Deutsches Kleingärtnermuseum
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Im Vereinshaus der denkmalgeschützten Gartenanlage "Dr. Schreber" in Leipzig wird in einer Ausstellung die fast 200-jährige Geschichte der deutschen Kleingärtnerbewegung nachgezeichnet. Sie beginnt im Jahr 1814 in Kappeln an der Schlei. Dort verpachtete der Pfarrer H. F. Chr. Schröder in Parzellen aufgeteiltes Pastoratsland an Interessenten. Eine Gartenordnung wurde erstellt, der Pachtpreis festgesetzt und ein Vorstand gewählt - der erste deutsche Kleingärtnerverein war gegründet.
- Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V.
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Der "Verband der Kleingärtner Baden-Württemberg e.V." (VKBW) ist eine gemeinnützige Organisation für das Kleingartenwesen. Es ist eine Dachorganisation für baden-württembergische Kleingartenverbände und Vereine. Im VKBW sind zirka 12.855 Mitglieder in 119 Vereinen organisiert. Die Vereine bewirtschaften eine Fläche von etwa 3,8 Millionen Quadratmetern.
- Zentrum für Nonprofit-Management
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Das "Zentrum für Nonprofit-Management GmbH" in Münster ist eine gemeinnützige Forschungs-, Beratungs- und Bildungseinrichtung, die sich auf die aktive Gestaltung und Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft spezialisiert hat. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke einer engen Vernetzung von Wissenschaft und Praxis zugunsten von Vereinen und anderen gemeinnützigen Institutionen.
- Rückenwind für Leher Kinder
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"Aktion Rückenwind für Leher Kinder e. V." wurde 2003 gegründet, um nachmittags kostenlos Projekte für Kinder aus dem Stadtteil Bremerhaven/Lehe anzubieten. Rentner, Pensionäre und erwerbslose Fachleute aus handwerklichen, künstlerischen und pädagogischen Berufen und andere Leher Bürger organisieren die Projekte und ihre Finanzierung. Die Aktiven des Vereins arbeiten unentgeltlich.
- Die D.O.N.A.L.D.-Homepage
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Die Donaldisten sind eine Vereinigung von Gleichgesinnten, die sich für die Familie der Comicfigur Donald Duck und die Erforschung der Welt, in der diese lebt (Entenhausen), interessieren. Erklärtes Organisationsziel ist die Pflege, Förderung und Verbreitung donaldistischen Sinngutes.
- Vereins-Knowhow
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Die Seite bietet Informationen darüber, wie man einen Verein gründet und welche anderen Rechtsformen für einen Zusammenschluss infrage kommen.
Literatur
Isolde Dietrich
Hammer, Zirkel, Gartenzaun. Die Politik der SED gegenüber den Kleingärtnern
Books on Demand GmbH, Berlin, 2003
ISBN 3-8311-4660-8
In diesem Buch wird die sich verändernde Politik der SED-Führung den Kleingärtnern in der DDR gegenüber geschildert: von den Anfängen in den 40er und 50er Jahren, in denen die Kleingärtner als schwer zu kontrollierende Individuen der Partei zutiefst verdächtig waren, über die Duldung bis hin zur Förderung des "Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" seit den 70er Jahren. Und es wird deutlich, welche Diskrepanz in all dieser Zeit zwischen den jeweiligen Zuschreibungen der Partei und dem wirklichen Tun und Treiben von Millionen Ostdeutschen in ihren Kleingärten herrschte.
Joachim Lehmann
Wie gründe ich einen Verein. Eine praxisorientierte Anleitung zur Vereinsgründung
Verlag der Praxis – Gesellschaft für Weiterbildung im Vereins- und Kommunalrecht mbH
Fritzlar, 2. Auflage o.J.
ISNB: 3-9808778-5-X
In diesem Buch wird Schritt für Schritt erklärt, wie man vorgehen muss, wenn man einen Verein gründen möchte: Was eine Verein ist, wann eine Vereinsgründung überhaupt Sinn macht, was man dabei zu beachten hat, welche Vereinsform für welchen Zweck geeignet ist, und und und. Es gibt auch Muster für Satzung, Finanzordnung, Satzungsordnung, für ein Gründungsprotokoll, kurz: Wer immer sich mit dem Gedanken trägt, aus einem losen Zusammenschluss einen Verein zu machen, der greife zu diesem Buch.
Prof.Dr. Annette Zimmer
Vereine - Zivilgesellschaft konkret
VS Verlag, Wiesbaden, 2007
ISBN 978-3-531-15180-9
Unser Studiogast Prof. Dr. Annette Zimmer hat dieses Buch für die Lehre herausgegeben. Es ist aber auch ein sehr praxisorientiertes Buch über die Vereine als Organisationsform einer engagierten Bürgergesellschaft. Politische und rechtliche Besonderheiten der Vereine sowie ihre Geschichte werden dargestellt. Außerdem wird am Beispiel Münster das breite Spektrum von Vereinen gezeigt.








