Sendung vom 04. Juni 2009
Bunker, Sperren, Horchposten - Relikte des Kalten Krieges
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Unsere Studiogäste

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Jörg Diester
Der Journalist ist im Hauptberuf Pressesprecher der Handwerkskammer Koblenz. Er hat sich über Jahre intensiv mit dem teuersten und wohl auch geheimsten Bauwerk des Kalten Krieges in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt: dem Regierungsbunker in der Nähe von Bad Neuenahr-Ahrweiler, der sogenannten "Dienststelle Marienthal". Er sollte im atomaren Ernstfall bis zu 3000 Regierungsmitgliedern Unterschlupf bieten. Diester hat im Bundesarchiv und anderen Archiven Akten durchforstet und mit vielen Zeitzeugen von damals gesprochen: Politikern und ehemaligen Mitarbeitern der "Dienststelle", die über Jahrzehnte niemandem etwas von ihrem Arbeitsplatz erzählen durften. Aus seinen Forschungen hat er nicht nur ein spannendes Buch gemacht, sondern durch sie auch ein Thema gefunden, das ihn nicht mehr loslässt.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Lostplaces
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Der Verein "lostplaces e.V." beschäftigt sich mit der Geschichte von "vergessenen" Bauwerken aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges und versucht diese Geschichte auf seinen Seiten nachzuerzählen. Neben umfangreichen Informations- und Hintergrundtexten präsentieren die Vereinsmitglieder auch viele Fotos von ihren Funden – auf Deutschlands Straßen und in der freien Natur.
- Datenbank zum Thema "Relikte des kalten Krieges"
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Auf Spurensuche nach Relikten des Kalten Krieges kann man zunächst einmal ganz bequem von zu Hause aus im Internet gehen. Eine Seite bietet da einen guten Überblick über entsprechende Internetseiten: Von hier aus kann man sich durchklicken auf verschiedene Seiten, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Zum Beispiel stellen sich Museen vor, man kann sich an Diskussionsforen beteiligen und Hobbyforscher informieren über Ihre Arbeit.
- Militärhistorisches Museum in Dresden
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Einen Einblick in die Organisation des Militärs während des Kalten Krieges bekommt man im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden, des ehemaligen Armeemuseums der DDR. Dort gibt es viele originale Überbleibsel aus den vergangenen Jahrzehnten des Militärs in West- und Ostdeutschland und natürlich ganz viel Hintergründiges zur deutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Seite informiert auch über die Umbaumaßnahmen, die dieses Museum ab 2010 zum führenden nationalen Museum für Militärgeschichte machen werden.
- Ausweichsitze
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Wer sich näher für die Geschichte des Regierungsbunkers im Ahrtal interessiert, ist auf diesen Seiten richtig. Hier finden sich Infos zur Geschichte des Bunkers, Fotogalerien und Aktuelles zu der heutigen Gedenkstätte.
- Bunkermuseum Kossa
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Das "Militärmuseum Kossa" ist in einem ehemaligen Bunker der Nationalen Volksarmee in der Dübener Heide in Sachsen untergebracht. Damit ist dort zunächst einmal eine große und gut erhaltene Bunkeranlage aus DDR-Zeiten zu besichtigen. Das Museum vermittelt aber auch Einblicke in die Verteidigungsstrategien der Warschauer-Pakt-Staaten. Erste Einblicke ins Bunkermuseum bekommt man auf der Seite – noch spannender wird’s, wenn man sich das ganze vor Ort mal anschaut!
Literatur
Paul Bergner
Befehl Filigran
Auf den Spuren interessanter Bunker
FB Verlag
Basdorf 2008
ISBN: 978-3-930588-85-5
Paul Bergner macht sich auf die Spuren interessanter Bunker und stellt verschiedene Bautypen vor. Zum Beispiel der Führungsbunker des Nationalen Verteidigungsrates (Komplex 5000). Mit Hilfe von Bildern und Skizzen erklärt Bergner auch dem Laien verständlich die Funktionsweise.
Jörg Diester
Geheimakte Regierungsbunker
Tagebuch eines Staatsgeheimnisses
Verlagsanstalt Handwerk
Düsseldorf 2008
ISBN: 978-3-87864-911-3
Der Regierungsbunker bei Ahrweiler, die sogenannte "Dienststelle Marienthal", wie der Tarnname lautete, war eines der geheimsten und wohl das teuerste Bauprojekt des Kalten Krieges. Der Journalist Jörg Diester erzählt die Geschichte dieses Bauwerks kenntnis- und detailreich, er hat dazu über Jahre geheime Akten und Dokumente ausfindig gemacht und studiert und viele, viele Zeitzeugen befragt.








