Sendung vom 14. Juli 2009
Deutschlands Dialekte - Von Allmachdsdaggln bis Zimdziggen
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Unsere Studiogäste

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Roland Kehrein
Die deutschen Dialekte haben es Roland Kehrein, dem Geschäftsführer am Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas" in Marburg ganz besonders angetan. Mit dem Mikrophon bewaffnet ist er oft landauf landab unterwegs, um die verschiedenen Mundarten aufzunehmen und sie später in seinem Institut auszuwerten. Der Dialektforscher untersucht unter anderem, ob und wie sich die Dialekte in Deutschland verändern.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Regionalsprache
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Das Projekt, das am Marburger Institut "deutscher Sprachatlas" angesiedelt ist, gehört zu den größten sprachwissenschaftlichen Forschungsprojekten in Deutschland. Ziel der Arbeit ist es die unterschiedlichen Regionalsprachen in Deutschland zu erheben und auszuwerten. Es soll dokumentiert werden, wie sich die Dialekte in Deutschland über einen Zeitraum von 100 Jahren verändert haben, ob die Dialekte am Verschwinden sind, und wenn ja, wann der Prozess angefangen hat. Das ehrgeizige Projekt wird bis 2027 gefördert.
- Digitaler Wenkeratlas
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Der digitale Wenkeratlas ist ein interaktives Informationssystem, das die seit Ende des 19. Jahrhunderts erhobene Sprachdaten der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Dazu werden Sprachkarten, Tonaufnahmen und Texte aus verschiedenen Zeitstufen aufeinander bezogen und ins Netz gestellt. So kann der Internetnutzer, z.B. Unterschiede zwischen bayrischen, alemannischen oder fränkischen Dialekten feststellen und erhält zudem noch jede Menge Hintergrundwissen zum Thema Dialekt.
- Schimpfen im Dialekt
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Auf dieser Seite haben die Kollegen von SWR.de mal zusammengetragen, was es im Sendegebiet des Südwestrundfunks so alles Interessantes zum Thema Schimpfen im Allgemeinen und im Dialekt gibt.
- Institut für Sprache
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Mannheim gilt quasi als Hauptstadt der deutschen Sprache, nicht wegen des Dialekts, der dort gesprochen wird, sondern wegen des Instituts für Sprache das hier angesiedelt ist. Die Mannheimer Sprachforscher schauen den Deutschen genau auf den Mund - sie haben den Auftrag, herauszufinden wie die Deutschen genau sprechen. Dabei erforschen sie nicht nur deutsche Dialekte, sondern auch die Abweichungen zwischen der deutschen Standardsprache, wie sie der Duden lehrt, und den jeweiligen Akzenten und Alltagssprachen. Auf der Website kann man sich über die sehr interessante und vielseitige Arbeit des Instituts informieren, seine verschiedenen Veröffentlichungen nachlesen u.a. zur Rechtsschreiberform oder in der Online-Bibliothek stöbern.
Literatur
Hermann Niebaum, Jürgen Macha
Einführung in die Dialektologie des Deutschen
Max Niemeyer Verlag
Tübingen 2006
ISBN: 978-3-484-26037-8
Wer sich in die Entwicklung der deutschen Dialekte vertiefen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Neben der Geschichte der deutschen Dialekte, also der Frage was heißt eigentlich Platt, oder Dialekt wird genau geklärt mit welchen Methoden Sprachforscher arbeiten. Das Buch eignete sich vor allem für die Leser, die schon ein bisschen Vorkenntnisse mit bringen.
Werner König
DTV-Atlas zur deutschen Sprache
München 1994
ISBN: 3-423-03025-9
Der DTV-Atlas zur deutschen Sprache bietet viele Hintergrundinformationen zur Geschichte der deutsche Dialekte und zur Entwicklung der Standardsprache. In jedem Fall ist der Atlas sehr empfehlenswert ist, da viele Sprachkarten, z. B. die zweite Lautverschiebung oder die Entstehung der hochdeutschen Schriftsprache anschaulich vermitteln. Ein kleiner Anhang zeigt, wo die verschiedenen deutschen Dialektgrenzen heute verlaufen und welche Bezeichnung es je nach Region für einzelne Wörter gibt. Wo in Deutschland s "klei Mädle", das "kleen Mädje" oder die "lütt Dirn" Zuhause ist.
Claus Sprick
Hömma! Sprache im Ruhrgebiet. Ruhrgebiets-Deutsch in 30 Regeln
Straelener Manuskript Verlag
1996
ISBN-13: 978-3891070345
Alle, die gerne mehr Slangwörter aus dem Kohlenpott lernen wollen, sollen zu Claus Sprick, "Hömma!" Greifen. Die umfangreiche Wörterliste des Buches erklärt nur jene Ausdrücke des Kohlenpottdialekts, die nur im Ruhrgebiet gebraucht werden und im Rest der Republik kaum verstanden werden. Außerdem erhellt das Nachwort noch die grammatischen Formen und Ausspracheregeln des Ruhrpottplatts. Eine unterhaltsame Lektüre für Ruhrpottfans.








