Sendung vom 02. November 2009
Katastrophenfall Finanzkrise - Die größte Krise aller Zeiten?
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Unsere Studiogäste

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Prof. Hans-Peter Burghof
Prof. Dr. Hans-Peter Burghof ist gelernter Banker und heute Professor für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim. Seiner Meinung nach befanden sich im September 2008 die Finanzmärkte in einer sehr gefährlichen Situation. Im schlimmsten Fall, wenn die Regierungen weltweit nicht mit Rettungsprogrammen den Banken zu Hilfe geeilt wären, hätte der gesamte weltweite Zahlungsverkehr zusammenbrechen können. Die Folge wäre gewesen, dass die gesamte Wirtschaft, die Geld und Kredite zum Arbeiten braucht, nicht mehr funktioniert hätte. Wir wären wieder beim Tauschhandel gelandet. Hans-Peter Burghof macht die Gier der Banker und das Vergütungssystem der Boni, das Gewinn mit Leistung gleichsetzt, für den Ausbruch der Finanzkrise mitverantwortlich.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Planet Schule: Finanzkrise
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Planet Schule erklärt in 15 Minuten, was die Finanzkrise ist und wie es so weit kommen konnte. Der Film bietet präzise, kompakte und verständliche Infos für alle, die mehr zum Thema wissen wollen.
- Tagesschau - Finanzkrise
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Sehr ausführlich berichtet die Tagesschau auf ihren Internetseiten über die Ereignisse der Finanzkrise und ihre wirtschaftlichen Folgen. Unter anderem ist eine Chronologie, die die Ereignisse Tag für Tag und Monat für Monat aufzeigt, nachzulesen.
- Bundesfinanzministerium
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Auf der Seite des Bundesfinanzministeriums ist noch mal in Schaubildern dargestellt, wie aus der Immobilienkrise eine weltweite Finanzkrise werden konnte. Die Grafiken verdeutlichen die komplexen Vorgänge an den Finanzmärkten. Außerdem gibt es viele Hintergrundinformationen zur Finanzkrise.
Literatur
Paul Krugman
Die neue Weltwirtschaftskrise
Campus Verlag
Frankfurt am Main
2009
ISBN: 978-3593389332
Paul Krugmann lehrt an der Princeton University und ist einer der wichtigsten Wirtschaftswissenschaftler weltweit. In seinem Buch beschreibt er, wie eine fehlende Regulierung der Finanzmärkte die weltweite Bankenkrise verursacht hat. Er zeigt auf, was getan werden muss, damit die Krise eingedämmt und die Weltwirtschaft vor dem Absturz in eine tiefe Rezession bewahrt werden kann. So spannend und gut geschrieben, dass sich sein Buch an manchen Stellen wie ein Wirtschaftskrimi liest.
John Kenneth Galbraith
Der große Crash 1929: Ursachen, Verlauf, Folgen
FinanzBuch Verlag
München
2008
ISBN: 978-3898794558
Im Oktober 1929 gingen die Börsen weltweit auf Talfahrt und rissen die Volkswirtschaften in eine tiefe Krise. Wer wissen möchte, wie es zu diesem "Supergau" an der Wallstreet kommen konnte und welche Fehler damals die Finanzmärkte und Volkswirtschaften gemacht haben, ist bei John Kenneth Galbraith richtig, der als 21-Jähriger die Finanzkatastrophe und die Zeit der anschließenden Depression selbst miterlebt hat. Seine Befürchtung ist, dass so etwas immer wieder passieren kann. Damit hatte er, wie es sich heute zeigt, nicht unrecht.
Anne T.
Die Gier war grenzenlos
Econ Verlag
Berlin
2009
ISBN: 978-3430200820
Hier meldet sich eine Insiderin zu Wort. Die Bankerin, die anonym bleibt, beschreibt, wie eine Gruppe von deutschen Investmentbankern - getrieben von Gier - auf die Krise zusteuerte. Sie schildert eine Welt zwischen Börsenparkett und Partys, in der sie sich selbst lange bewegte. Spannend und schockierend zugleich, was die ehemalige Brokerin ihren Lesern präsentiert.
Olaf Storbeck
Die Jahrhundertkrise. Über Finanzalchemisten, das Versagen der Notenbanken und John Maynard Keynes
Schäffer Poeschel Verlag
Stuttgart
2009
ISBN: 978-3791029191
Wer sich im Dickicht der vielen Fachbegriffe nicht mehr zurechtfindet und dennoch wissen will, was überhaupt passiert ist und warum, der sollte zu diesem Buch greifen. Der Wirtschaftsjournalist gibt einen einfach und gut zu lesenden Überblick über das, was Forscher wissen und Banker angerichtet haben.








