Sendung vom 04. März 2010
Mit und ohne Haare - Von erotischen Locken und kahlen Köpfen
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Unsere Studiogäste

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Dr. Ronald Henss
Dr. Ronald Henss forscht an der Universität des Saarlandes als Sozialpsychologe. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die psychologische und kulturelle Bedeutung des Haares in der Gesellschaft, sowie Attraktivitätsforschung, Gesichterbeurteilung und die Evolutionspsychologie.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Psychologie der Haare
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Auf seinen Internetseiten verdeutlicht unser Gast Dr. Ronald Henss seine Thesen der Variabilität, Manipulierbarkeit und Signalfunktion der Haare. Ob Mythos Blond im speziellen oder die Haarfarbe im Allgemeinen – sie bestimmt den Persönlichkeitseindruck. Ebenso wie Männerglatzen eine bestimmte Wirkung haben und man mit einer hohen Stirn auch hohe Intelligenz verbindet. Alles dreht sich um diese Eigenschaften der Haare.
- Historische Frisuren
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Auf den Seiten der Bayerischen Theaterakademie kann man Frisuren aus allen Epochen bestaunen. Maskenbildstudenten fertigten kunstvolle Haargebilde von der Antike, dem Rokoko, der Renaissance über die Gründerzeit. Ein Aufwand, der heute fast undenkbar erscheint.
- Haarschmuck
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Von der einzigartigen Haarschmucksammlung des Ehepaar Peters kann man Exponate auf ihren Internetseiten bestaunen. Von der Geschichte und Entwicklung des Haarschmucks zeugen Postkarten und Poesiealben mit Haaren geziert, aber auch Armbänder, Broschen oder grazil gefertigte Ringe.
Literatur
Alfred Peters u.a.
Schmuck und Bilder aus Haaren – ein europäisches Kulturerbe
SKN Druck und Verlag
Norden 1995
ISBN: 3-928327208
Dieser Bildband gibt einen faszinierenden Einblick in eine fast vergessene Kunst, aus Haaren Schmuckstücke und Kunstwerke zu schaffen. Das Buch stellt die handwerklichen Techniken und kulturellen Hintergründe dar und gibt einen historischen Überblick über die Haarkunsttraditionen in Europa.
Christian Janecke
Haar tragen. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung
Böhlau Verlag
Köln 2004
ISBN: 3-412-19103-5
Skurriles Hintergrundwissen wie den Wandel der Soldatenfrisur erfährt man in diesem Buch. In manchen Regimentern war bis ins 20. Jahrhundert hinein schulterlanges Haar samt Vollbart sogar Pflicht. In den 70er Jahren mussten langhaarige Soldaten dann ein Haarnetz tragen. Erst in den späten 70er Jahren mussten Rekruten zum Frisör. In zahlreichen Aufsätzen werden noch viele weitere kulturelle Aspekte der menschlichen Haartracht beleuchtet.








