Sendung vom 01. April 2010
Pastinake, Steckrübe und Co. - Neues vom Wurzelgemüse
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Unser Studiogast

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Dr. Michael Ernst
Dr. Michael Ernst von der Uni Hohenheim ist Dozent an der Staatsschule für Gartenbau. Er hat seine Doktorarbeit über Topinambur geschrieben. Zu Forschungsarbeiten war er mehrere Jahre in den USA. Heute unterrichtet er angehende Floristen und Gärtner. Überwiegend beschäftigt er sich mit Fragen, die den Gemüsebau im Freiland und im geschützten Anbau angeht. Im Rahmen der Staatsschule für Gartenbau werden zusammen mit den Studierenden viele praxisnahem Arbeiten durchgeführt wie z.B. die Zucht und der Anbau verschiedener Wurzelgemüsearten.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V.
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Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht nach alten, heute nicht mehr angebauten Nutzpflanzenarten zu suchen und sie wieder anzubauen und zu vermehren. Dafür organisiert er u.a. Tauschbörsen für Samen oder unterstützt verschiedene Biotop- und Artenschutzmaßnahmen. Wer sich über die Arbeit des Vereins informieren oder an verschiedenen Veranstaltungen wie Messen oder einen Rundgang in Gemüsegärten teilnehmen möchte, wird auf der Homepage fündig.
- Kamptalgärten
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Im Kamptal in Niederösterreich wurden auf engstem Raum 19 sogenannte Kamptalgärten geschaffen wurden, die den Besuchern von einer barocken Gartenlandschaft bis zur anspruchsvollen Schaugärten viel Wissenswertes rund ums Thema Garten bietet: Besonders ist sicher der Garten der Organisation "Arche Noah", der jedes Jahr aufs neue mit mehr als 500 Gemüsesorten angepflanzt wird. Die Besucher können sich vor Ort über die Raritäten informieren und sogar Saatgut oder Jungpflanzen erstehen.
Literatur
Marianna Buser
Wurzelgemüse. Warenkunde und Rezepte
Edition Fona, Lenzburg, Oktober 2004
ISBN-13: 978-3037801772
Wer nicht genau weiß, was er mit den alten, knorrigen Gemüsesorten Topinambur, Pastinaken oder Schwarzwurzeln anstellen soll, ob roh essen, schälen, kochen oder frittieren wird in diesem Buch fündig. Zum Beisipel darf man bei Topinambur nicht den völligen Anfängerfehler begehen und sie kochen wie Kartoffeln. Aus dieser Knolle lassen sich herrliche Desserts zaubern wie etwa eine Topinambur-Haselnuss-Creme. Daneben enthält das Buch zahlreiche Tipps zum Anbau, den Inhaltstoffen und Lagerung der alten Gemüsearten.
Elke Achtner–Theiß, Sabine Kumm
Mangold und Pastinake. Vergessene Gemüsesorten neu entdeckt
Thorbecke, Ostfildern, März 2007
ISBN-13: 978-3799535311
Die beiden Autorinnen steigen tief hinab in die Geschichte der alten Gemüsesorten und verdeutlichen auf sehr unterhaltsame Weise, dass die Knollen im Supermarktregal keine neuen Exoten mit Lifestyle Charakter sind, sondern im Grunde uraltes Kraut. Seit zirka 10000 Jahren kultivieren die Menschen Gemüsesorten. Zu den ältesten noch heute bekannten Arten gehören die Möhre und der Rettich. Jeder Sorte ist ein eigenes Kapitel gewidmet und so erfährt man z. B. dass die Schwarzwurzel im Mittelalter als Gegenmittel bei Schlangenbissen und jeder Art von Vergiftungen galt, heute ist diese Anwendung allerdings nicht mehr zu empfehlen.
Marianna Buser, Antonia Koch
Von fast vergessenen Gemüsen, Kräutern und Beeren
Verlag: Walter Hädecke
Weil der Stadt 2004
ISBN: 978-3-7750-0429-9
Alte Kultur- und Nutzpflanzen melden sich zurück in Küche und Garten. Mit vielen Rezepten und bebilderten Steckbriefen werden rund 40 dieser wieder entdeckten Gemüse, Kräuter und Beeren vorgestellt. Eine kulinarische Entdeckungsreise in eine Küche mit unglaublicher Aromen- und Geschmacksvielfalt.








