Sendung vom 11. November 2011
Luxusgut Muße - Vom Glück des Nichtstuns
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Unsere Studiogäste

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Ulrich Schnabel
Ulrich Schnabel studierte Physik und Publizistik und ist seit 1993 Redakteur der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Artikel wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Der Wissenschaftsjournalist hat sich den Themen im Grenzbereich zwischen Natur- und Geisteswissenschaften verschrieben und sich auch als Autor mehrerer Sachbücher einen Namen gemacht. Eine Jury der Zeitschrift "bild der wissenschaft" wählte sein Buch "Die Vermessung des Glaubens" 2009 zum Wissenschaftsbuch des Jahres.

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Yeshe Sangmo
Lama Yeshe Sangmo, mit bürgerlichem Namen Ilse Pohlan, ist buddhistische Nonne. Die ehemalige Kunstlehrerin war verheiratet und ist Mutter einer erwachsenen Tochter. Ihrem buddhistischen Lehrer Gendün Rinpoche begegnete sie 1985. Yeshe Sangmo lebte unter anderem mehrere Jahre in einer Klostergemeinschaft in Frankreich; heute leitet sie das Dharmazentrum Möhra in der Nähe von Eisenach, wo sie Seminare und Meditationskurse gibt. Daneben arbeitet Yeshe Sangmo in psychosomatischen Kliniken als Achtsamkeitstrainerin.
Tipps aus der Sendung
Link-Tipps
- Dharmazentrum Möhra
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Sie können die Wirkstätte von Yeshe Sangmo auch im Internet besuchen: das Dharmazentrum Möhra bei Eisenach. Hier finden Sie unter anderem eine Liste der Kurse und Seminare - und Sie bekommen einen ersten Überblick über die Arbeit des Zentrums. Vielleicht bekommen Sie ja auch Lust auf einen persönlichen Besuch.
Literatur
Ulrich Schnabel
Muße - Vom Glück des Nichtstuns
Blessing Verlag
ISBN 978-3-89667-434-0
Alles um uns herum dreht sich immer schneller - und wir werden mitgerissen. Wir sind ständig mobil, immer erreichbar, permanent aktiv - Reizüberflutung, auch in der Freizeit. Gestresst und getrieben rennen wir gegen uns selbst, gegen unseren eigenen Lebensrhythmus. Das macht auf Dauer krank. Verstand und Seele brauchen Pausen, um Kraft zu tanken und kreativ zu sein. Müßiggang gehört zu unserer Natur. Doch Nichtstun ist eine Kunst, die viele von uns verlernt haben. "Müßiggang ist aller großer Ideen Anfang", sagt Ulrich Schnabel. Der Autor stellt prominente Müßiggänger vor. Er beschreibt mit kritischem Blick unsere gesellschaftliche Entwicklung und sucht die Inseln der Muße, die für unser Wohlergehen unentbehrlich sind. Ein Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann - und das den Leser mit dem zufriedenen Gefühl zurücklässt, dass Muße unverzichtbar ist.
Der Spiegel, Heft 29/2010
Ich bin dann mal off. Über die Kunst des Müßiggangs im digitalen Zeitalter
Spiegel, Hamburg, 2010
Unsere voll digitalisierte und technisierte Welt macht Tempo und setzt uns mit der ständigen Erreichbarkeit und Kommunikationsflut mächtig unter Druck. Die Zahl derer, die darunter in die Knie gehen, steigt stetig. Dabei gibt es einen Ausweg: wie wär's denn mal mit mehr Muße? Der Spiegel sinniert über Stärken und Schwächen von Smartphone & Co. und begibt sich auf den Weg zur Muße - doch ist die nur im Luxushotel zu finden?
Tom Hodgkinson
Anleitung zum Müßiggang
Rogner & Bernhard, 2004
ISBN 978-3807700885
Müßiggang? Faulsein? Viele von uns wissen gar nicht mehr, wie das überhaupt geht - mal etwas ganz Entspannendes zu tun, oder einfach auch mal gar nichts. Dabei ist die Muße eine Grundvoraussetzung für Kreativität. Geistesblitze werden nun mal nicht aus Stress geboren. Hodgkinsons Buch ist allerdings weniger eine wirkliche Anleitung Muße zu tun, als vielmehr ein Ausflug in die Kulturgeschichte. Einer Geschichte, die die meisten von uns seit der Industrialisierung zur Arbeit im Hamsterrad zwingt und mit dem ersten Weckerklingeln gegen den eigenen Biorhythmus ankämpfen lässt. Der Autor gönnt sich für seinen "Kanon des Müßiggangs" 24 Kapitel, für jede Stunde des Tages eines. So lädt er um vier Uhr nachmittags zur "tea time", eine Stunde, beziehungsweise ein Kapitel später zum Flanieren. Ein Buch also für jede Zeit des Tages.
Miriam Meckel
Brief an mein Leben
Rowohlt, Reinbek, 2010
ISBN 978-3498045166
Die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel hat ein ganz persönliches Burn-out-Buch veröffentlicht. Während der Auszeit in einer Klinik hat es ihr geholfen, über ihr "Ausgebrannt-Sein" zu schreiben. Der ehemals jüngsten Professorin Deutschlands fehlte, wie sie schreibt, die "aristotelische Mitte zwischen dem Zuviel und dem Zuwenig".








