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  • Sendung: Warum müssen wir sterben?

Sendung vom 30. Januar 2013

Warum müssen wir sterben?

Dem Tod von der Schippe zu springen, wünschen sich viele. Doch wie wir alle wissen, hat es die Natur anders eingerichtet. Der Mensch entgeht weder dem Tod noch der Trauer. Lediglich Einzeller genießen das ewige Leben. Für die Vorfahren des modernen Menschen war der Tod noch ein großes Rätsel, das zahlreiche Mythen hervorbrachte. Heute ist weitgehend geklärt, was beim Sterben und Trauern im Körper vorgeht und welche Prozesse dafür sorgen, dass das Leben von Mensch und Tier endlich ist.

Wie kam der Tod in die Welt (1'14'')
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Unsere Studiogäste

Prof. Rita Rosner (Rechte: SWR/ Brigitte Karwath)
Prof. Rita Rosner

Rita Rosner hat an der Universität Eichstätt den Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie inne und ist einer der Pioniere der deutschen Trauerforschung. Die Psychologin, psychologische Psychotherapeutin und Supervisorin für Verhaltenstherapie hat sich besonders mit der so genannten komplizierten oder traumatischen Trauer beschäftigt, eine krankhafte Form der natürlichen Trauer. Auf das Thema Trauer stieß Rita Rosner im Rahmen ihrer Forschung zur posttraumatischen Belastungsstörung, ein weiteres Spezialgebiet der Professorin.

Barbara Rolf (Rechte: SWR/ Brigitte Karwath)
Barbara Rolf

Wenn es um das Thema "würdevolle Bestattung" geht, fällt mit großer Sicherheit der Name Barbara Rolf. Die 36-jährige Freiburgerin hat katholische Theologie studiert und vor fünf Jahren ein Bestattungsunternehmen in Stuttgart gegründet. Auslöser, um sich mit dem Thema Tod und Sterben zu beschäftigen, war der Tod ihres Bruders. Barbara Rolf hat sich im Zuge ihrer Arbeit viel mit Ritualen des Abschieds und des Übergangs beschäftigt und zusätzlich eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin absolviert.

Prof. Carsten Niemitz (Rechte: SWR/ Brigitte Karwath)
Prof. Carsten Niemitz

Carsten Niemitz hat Biologie, Mathematik, Medizin und Kunstgeschichte studiert. Zu Beginn seiner langen Wissenschaftskarriere arbeitete er am Max-Planck-Institut für Hirnforschung und am anatomischen Institut der Universität Göttingen. 1978 wurde er Professor für Humanbiologie an der Freien Universität Berlin. 1993 übernahm er zusätzlich einen Lehrstuhl für Zoologie und eine Gastprofessur für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie. Seit 2010 ist Carsten Niemitz emeritiert. Heute arbeitet er als Gerichtsgutachter, Vortragsredner und Autor.

Mehr zum Thema

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Wie Menschen mit Tod und Trauer umgehen
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Mehrere Särge nebeneinander aufgestellt. (Rechte: WDR)
Bestattungskultur

Wohin mit den Toten?
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Tipps aus der Sendung

Link-Tipps
Gute Trauer

Dieses Internet-Portal bietet umfassende und gut aufbereitete Infos zu den Themen Trauer und Bestattung, die dem aktuellen Forschungsstand entsprechen.

http://www.gute-trauer.de

Literatur

George A. Bonanno
Die andere Seite der Trauer. Verlustschmerz und Trauma aus eigener Kraft überwinden.
Edition Sirius, Bielefeld und Basel 2012
ISBN 978-3-89528-888-3
Der amerikanische Psychologe hat die empirische Trauerforschung begründet und viele vermeintliche Wahrheiten zur Trauer als Mythen entlarvt. Seine These lautet: Der Mensch ist für die Trauer gemacht. Ein faktenreiches und zugleich einfühlsames Sachbuch, das auch zeigt, wie andere Kulturen mit dem Verlust geliebter Menschen umgehen.

Beate Lakotta, Walter Schels
Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben
DVA 2004
ISBN 978-3-421-05837-9
Dieses Buch ist aus einer preisgekrönten Hospiz-Reportage der SPIEGEL-Journalistin Beate Lakotta und des Fotografen Walter Schels hervorgegangen.

Käthe Kollwitz
Die Tagebücher. 1908-1943
Herausgegeben von Jutta Bohnke-Kollwitz
btb Verlag 2007
ISBN 978-3442736836
Käthe Kollwitz hat viele Menschen in ihrem Leben verloren. Darunter war auch ihr jüngster Sohn Peter, der im Ersten Weltkrieg fiel. Viele Einträge in ihrem Tagebuch sind diesem Verlust gewidmet, der ihre Sicht auf Krieg und Politik geprägt hat und sich auch in ihrer Kunst niederschlug.

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Das Bild zeigt Moderatorin Birgit Klaus.

Birgit Klaus

Das Bild zeigt den Aktionsreporter Dennis Wilms.

Dennis Wilms

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