Besondere Räder
Liegerad
Warum aufrecht sitzend gegen den Wind kämpfen, wenn es auch anders geht. 1973, im Jahr der weltweiten Ölkrise greifen amerikanische Studenten eine fast vergessene Entwicklung des frühen 20. Jahrhunderts wieder auf. Damals gab es schon die ersten Liegeräder, auf denen man mit nach hinten gelehntem Oberkörper ähnlich wie in einem Sessel saß. Des geringeren Windwiderstands wegen, waren Liegeradler schneller als ihre Konkurrenten auf konventionellen Rennrädern. Die Konsequenz: Liegeräder wurden vom Radsport ausgeschlossen. Im Gegensatz zu ihren historischen Vorbildern sind moderne Liegeräder heute sehr wendig und um einiges flotter. Geübte Fahrer erreichen locker 50 Kilometer pro Stunde. Dennoch ist das Liegerad bis heute ein Exot geblieben.
Das BMX-Rad
Das Kürzel BMX steht für Bycicle Motocross X. Das Fahren mit dem kleinen wendigen Geländerad wurde in den 1980er Jahren zur angesagten Trendsportart. Vor allem Jugendliche waren von dem neuen Sportgerät angetan, mit dem man auf eigens eingerichteten Parcours halsbrecherische Kunststückchen vollführen konnte. Knochenbrüche waren an der Tagesordnung. BMX ist zwar nicht völlig out. Doch das Mountainbike hat dem BMX-Rad längst den Rang abgelaufen.
Manche Biker machen Anleihen bei der legendären Harley Davidson
Pimp my Bike
Was Autonarren seit langem recht ist, kann Fahrradenthusiasten nur billig sein: Tuning, das Aufmotzen des geliebten Gefährts. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Manche Biker machen Anleihen bei legendären Motorrädern wie der Harley Davidson. Sie gestalten Bikes im Easy-Rider-Stil, mit chromblitzenden Felgen und Lenkern, nennen sie Low-Rider oder Chopper. Die Radfans basteln an allem, was sich nur irgendwie "veredeln" lässt. Dem Zeitgeist folgend, wollen die Schöpfer der kuriosen Zweiräder auffallen und dabei ihren Spaß haben.
Hans Jürgen von der Burchard, Stand vom 01.06.2009





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