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Rezepte mit Wildkräutern

Wildkräuter finden zunehmend wieder Eingang in unsere Küchen. Und dass völlig zurecht, schließlich bieten sie vielfältige Aromen und zusätzlich haben sie häufig auch noch eine besondere gesundheitliche Wirkung. Wir haben Ihnen einmal eine kleine Auswahl an Rezepten zusammengestellt.

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Herbstlicher Wurzeleintopf

Zutaten:
Möhren, Kartoffeln, Pastinak, evtl. Zwiebeln
Wilde Wurzeln von: Wilde Möhre, Pastinak, Brennnessel, Große Klette, Löwenzahn, Wegwarte, Beifuß, Engelwurz, Haferwurz, Bocksbart, Quecke, Topinambur, Nelkenwurz, Nachtkerze (Schinkenwurzel), Glockenblume, Sellerie, Meerrettich etc.

Die ersteren leicht anbraten in etwas Butter, mit Gemüsebrühe auffüllen. Die wilden Wurzeln gut säubern, falls es notwendig erscheint, schälen, in Scheiben schneiden und dazugeben. Garen bis alles gar ist, abschmecken und mit kräftigem Brot servieren.

Dazu einen Dipp aus frisch geriebene Meerrettichwurzel mit geschlagener Sahne reichen.

Zwei Glaskrüge auf einem Tisch. (Rechte: Christina Mann)

Sieht lecker aus und schmeckt auch so: Wiesenlimonade

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Wiesenlimonade

Zutaten:
1 Handvoll Vogelmiere
Pfefferminze 2 Stängel
Gundermann 2 Ranken
Holunderblüten, Duftrosenblüten, Gänseblümchen, Echtes Labkraut, Salbeiblüten, Thymianblüten, Dostblüten, Lavendelblüten, Ysopblüten, je nach Jahreszeit sind die Möglichkeiten sehr vielfältig
Saft 1 Zitrone
1 l Traubensaft
0,5 l Sprudelwasser

Kräuter eventuell zusammenbinden, mindestens zwei Stunden im Saft ziehen lassen, entfernen, mit Mineralwasser auffüllen und genießen.

Spitzwegerich-Sirup

Zutaten:
1 Einmachglas für 1 l Flüssigkeit
2- 3 Handvoll Spitzwegerich
500 – 750 g Zucker braun
Zitronensaft oder -säure

Man erntet schöne und junge Spitzwegerichblätter, die man zu Hause sorgfältig säubert und grob schneidet. Die Blätter gibt man in ein Einmachglas, das locker gefüllt sein sollte, füllt mit Wasser auf, so dass die Blätter alle bedeckt sind und stellt das Ganze ins heiße Wasserbad. Hier sollte es mindestens 3 - 4 Stunden verbleiben. (Das Wasser des Bades dabei ggf. nachfüllen!) Anschließend wird das Spitzwegerich-Wasser durch ein Sieb geschüttet und dabei aufgefangen, die Wegerichblätter dabei gut ausdrücken. Pro Liter Wasser gibt man nun 750 g braunen Zucker, notfalls auch weißen und 1–2 Teel. Zitronensaft dazu und kocht das Ganze zusammen auf. Will man einen festeren Sirup haben, muss man die Flüssigkeit eine Zeitlang köcheln lassen (aber bitte dabeibleiben!). Anschließend in saubere!!, heiß ausgespülte Flaschen füllen. Sirup hält sich nur begrenzt, dieser aber mit am längsten.

Dunkel lagern. Hält etwa ein Jahr, bei Bedarf einen Esslöffel Sirup mit etwas warmen Wasser dreimal täglich Einnehmen. Hilft bei Erkältung, Kopfweh und  Bronchialkartharr.

Vogelmieren-Pesto

500 ccm frische Vogelmiere
oder 250 ccm frische Vogelmiere, 250ccm Basilikum
2 Zehen Knoblauch
125ml Olivenöl
100g Reibekäse (z.B. Pecorina)
100g geriebene geröstete Nüsse
Evtl. Sojasauce zum Nachwürzen

Alle Zutaten nach und nach mit dem Pürierstab oder in der Küchenmaschine fein zerkleinern. Die Ölmenge ist abhängig von der Konsistenz, die man erreichen will. Das fertige Pesto füllt man in kleine Gläser. Im Kühlschrank aufbewahrt und mit einer Ölschicht bedeckt ca 1 – 2 Wochen haltbar. Oder das Pesto glasweise einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Christina Mann, Kräuterschule Herbula Eckelsheim, Stand vom 18.05.2012
Sendung: Heil- und Wildkräuter - Altes Wissen neu entdeckt, 25.05.2012

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Collage aus Gartenzaun, Blume und Baum. (Rechte: WDR)

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