• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Camping

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Sport & Freizeit
  • Reisen
  • Camping

Camping - von der Luftmatratze zum Luxusmobil

Einzigartige Naturnähe, ein Hauch Romantik und preiswert - an den Motiven überzeugter Camper für einen Urlaub im Zelt oder Wohnwagen hat sich seit den Anfängen wenig geändert. Dabei haben viele Campingplätze heute kaum noch etwas gemein mit der Bauernwiese, auf der die ersten Camper ihre Zelte aufschlugen.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Tipps für Camper (3'19'')
Zur Video-Großansicht

Mehr zum Artikel

Camping
Videos
Heinrich Hauser
Caravan-Pionier
Camping-Begriffe
Villa Sachsenruh
Literatur & Co
Link-Tipps

Die Anfänge: unterwegs sein ist das Ziel

Bereits 1885 erfindet der Engländer Gordon Staples den ersten luxuriösen Reisewagen mit dem Namen "Wanderer". Er wird von Pferden gezogen. Die Briten sind davon so begeistert, dass schon kurz nach Einführung des Automobils im Jahre 1908 ein erster Caravanclub entsteht.

In Deutschland entdecken zu dieser Zeit viele Menschen ihr Herz für die Natur. Nach dem Vorbild der 1901 vom Schüler Karl Fischer begründeten Wandervogelbewegung bilden sich zahllose Wandervereine, deren zumeist junge Mitglieder am Wochenende ohne Eltern, aber mit Rucksack und Gitarre, ins Grüne ziehen. Gekocht wird im Freien; die Jugendlichen übernachten in Zelten oder unter freiem Himmel und genießen es, zum ersten Mal selbst über sich und ihr Leben zu bestimmen. Nach dem Vorbild dieser ersten Camper schlagen bald immer mehr Menschen ihr Zelt auf der Bauerwiese oder am nächsten Fluss auf. Auch Faltboot- und Kanuvereine entdecken den Zelturlaub.

Das Schwarzweiß-Foto aus dem Jahr 1920 zeigt eine Gruppe junger Mädchen, die vor einer Art Zelt im Gras liegen. (Rechte: WDR)

Die Wandervögel waren die ersten deutschen Camper

Vergrößern

Der deutsche Wohnwagen - damals Wohnauto genannt - wird 1931 erfunden und soll auf eine Liebesgeschichte zurückgehen. Die Malerin Friedel Edelmann ist die ständigen Geschäftsreisen ihres Verlobten, des Skistöcke-Herstellers Arist Dethleffs, leid. Sie wünscht sich so etwas wie einen Zigeunerwagen, um ihn zu begleiten. Schon bald reisen Frau und Kind im selbst gebauten Wohnwagen mit. Der Siegeszug der "Dethleffs-Wohnwagen" nimmt so seinen Anfang, und schon bald ziehen andere Hersteller nach.

Das Schwarzweiß-Foto zeigt zwei junge Frauen auf der Wiese vor einem See mit waldbedeckten Bergen. Eine sitzt vor einem Zelt; die andere sitzt auf einer Vespa. (Rechte: dpa)

Mit dem Zelt entdecken die Deutschen die Welt

Vergrößern

Von der Bauernwiese auf den Campingplatz

Der Zweite Weltkrieg unterbricht das neu entdeckte Urlaubsglück. Erst unmittelbar nach Kriegsende gründen sich die ersten echten Campingclubs. Die Alliierten unterstützen den Bau der offiziellen Campingplätze. Denn damit wird eine Infrastruktur geschaffen, die den Deutschen Naherholung und internationale Kontakte ermöglicht.

Die erste Camping-Fachschau findet 1954 in Münster statt. "Damals herrscht echte Aufbruchsstimmung" - beschreibt Victoria Groß vom Deutschen Camping-Club rückblickend die Zeit - "damals haben die Leute gemerkt: Mensch wir können ja reisen und wegfahren." Auch die Industrie beginnt, sich auf Camping zu spezialisieren, Campingkocher und Klappstühle werden entwickelt, um das Leben in der "Stoffvilla" (Zelt) oder dem "Haus am Haken" (Wohnwagen) zu perfektionieren.

Das Schwarzweiß-Foto aus dem Jahr 1956 zeigt einen VW Käfer, der mit einem Segelboot auf dem Dachgepäckträger und einem kleinen, eiförmigen Wohnwagen am Straßenrand parkt. (Rechte: dpa/Katharina Heyne)

Bestens ausgestattet ging es in den Campingurlaub

Vergrößern

Campingboom im Wirtschaftswunder

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre wächst mit dem Wohlstand der Wunsch nach Freizeit. Immer mehr Menschen können sich ein Auto leisten und so kommt - zehn Jahre nach der Gründung der ersten Campingplätze - auch die erste große Campingwelle ins Rollen. Der Zelturlaub gilt noch als "Urlaub des kleinen Mannes" und ist doch viel mehr: "Die ersten Autos, die Fahrräder, die Überquerung der Alpenpässe, um nach Italien ins gelobte Land zu kommen, das war das Glück derjenigen, die die Schrecken des Krieges hinter sich gebracht hatten", berichtet Victoria Groß vom Deutschen Camping-Club. Besonders beliebte Campingziele waren damals der Gardasee oder die Adria.

Das Schwarzweiß-Foto zeigt einen VW-Kleinbus aus den 50er Jahren mit geöffneter Schiebetür und Gardinen vor den Fenstern. Davor sitzt eine Familie. (Rechte: VW)

Der VW-Bulli wird zum beliebten Freizeitmobil

Vergrößern

Das Unternehmen Volkswagen hatte schon 1950 mit der Produktion des ersten in Serie produzierten Kleinbusses begonnen. Schon bald startet der "Bulli T1" seine Erfolgsgeschichte auch als Wohnmobil. In der Bundesrepublik sind 1960 bereits über 20.000 rollende Wochenendhäuser zugelassen. Mit Klappsitzbank, Küche mit Kocher, mit Wasserkanistern und elektrischem Licht im Wohnraum ist alles an Bord, was Camper im Urlaub benötigen.

Frau auf einem Campingplatz, die auf der Terrasse vor ihrem bunt gestreiften Zelt auf einem Campingstuhl in der Sonne liegt. (Rechte: WDR/Transparent)

Die Campingplätze werden immer komfortabler

Vergrößern

Flower Power und Gartenzwerg

In den 70er Jahren wird der VW-Bus zum bunt bemalten Symbol einer ganzen Ära. Mit Gitarre und Picknickausrüstung ziehen die Hippies in die Natur. Bei der Innenausstattung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Doch auch jenseits der Flower-Power-Bewegung schreitet die Perfektionierung des Reisens unaufhaltsam voran. Mitte der 70er Jahre gibt es die ersten echten Wohnmobile mit fest eingebautem Mobiliar. Sie werden in der Folgezeit immer moderner ausgestattet. Dank Kochstelle, Dusche und WC ist man mit dem Wohnmobil plötzlich "autark". Auch die Anzahl der Schlafplätze wird durch den Überbau des Fahrerhauses (Alkoven) erweitert, sodass mehr Personen im Auto schlafen können. Parallel bauen immer mehr Campingplätze ihre Sanitärräume aus und machen das Leben auf dem Campingplatz für die Besucher komfortabler. Durch Stromanschluss, warme Duschen und Waschmaschinen ist das Campen nun auch bei schlechtem Wetter möglich - die Geburtsstunde der Dauercamper, die es sich mit Häkeldeckchen am Wohnwagenfenster und Gartenzwergen vor der Tür ganzjährig auf ihrem Stammplatz gemütlich machen.

Das Foto zeigt einen Wohnwagen mit Vorzelt im Tiefschnee. Aus dem hinteren Fenster schauen mehrere Menschen heraus und lächeln. (Rechte: ddp/Jens-Ulrich Koch)

Wintercampen liegt im Trend

Vergrößern

Camping heute

Camping bleibt eine beliebte Reiseart: 25 Millionen Übernachtungen gab es 2009 auf den rund 3600 deutschen Campingplätzen. Viele Plätze locken neue Zielgruppen, indem sie inzwischen auch kleine Ferienhäuser mit Terrasse oder Garten zur Miete anbieten: Sie heißen Mobilheime, (fest installierte) Mietcaravans oder Chalets (Holzhütten). Der Vorteil gegenüber Hotels oder Ferienhäusern: Man hat die Infrastruktur des Campingplatzes mit Spielplätzen, Gastronomie und Swimmingpools und verbringt die Ferien sehr naturnah.

Auch das frühere Schmuddel-Image ist Vergangenheit. Nach Angaben des Deutschen Camping-Clubs und des ADAC gehören reine Kaltwasserduschen, Nasszellen im Freien oder Plumpsklos zumindest in Deutschland fast überall der Vergangenheit an.
Vor allem in Wintersportorten haben clevere Campingplatzbesitzer Wintercamper als neue Klientel entdeckt: Einige Plätze liegen direkt neben Skigebieten und bieten kostenlose Pendelbusse zum Lift an.

Ein anderer Trend ist das "Ecocamping": Knapp 230 Campingplätze in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz dürfen sich inzwischen mit diesem Siegel schmücken, weil sie wenig Energie verbrauchen, Abfallmengen reduzieren und barrierefreie Anlagen gebaut haben. Die Gäste profitieren, weil es dort häufig viel Grün und zum Teil Naturbadeseen gibt und regionale Produkte verkauft werden.

Annette Holtmeyer/Britta Schwanenberg, Stand vom 25.08.2010
Sendung: Camping - Abenteuer zwischen Klappstuhl und Vorzelt, 25.08.2010

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Reisen nach Plan (Rechte: Baedeker)

Reisen


  • Reiseland Kroatien
  • Kanaren
  • Hotels
  • Reiseland Katalonien
  • Geschichte des Reisens

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/sport_freizeit/reisen/camping/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.