Metro-Superlative

Metros der Welt

Metro-Superlative

Welche Rekorde die U-Bahnen der Welt aufgestellt haben, haben wir hier aufgelistet.

Die größten Streckennetze

Das längste Streckennetz der Welt schlängelt sich unter London durch das Erdreich. Die zwölf Linien kommen zusammen auf eine Schienenlänge von 408 Kilometern. Zwischen den 275 Stationen legt jede einzelne Bahn laut Betreiberangaben jedes Jahr 73.500 Kilometer zurück. Mit 386 Kilometern Streckennetz folgt die New Yorker U-Bahn nur knapp hinter der altehrwürdigen "Tube". Die 26 Linien der "Subway" haben dafür mit ihren 468 Stationen weitaus mehr Bahnhöfe.

Die meisten Fahrgäste

Die geöffnete Tür eines vollbesetzten U-Bahn-Waggons. Von außen drücken Männer in Uniformen und weißen Handschuhen die Fahrgäste in den Wagen

In Tokio zählt jeder Zentimeter

Um diesen Rekord streiten sich die Moskauer und die Tokioter U-Bahn. Während manche Quellen die russische Hauptstadt mit geschätzten acht Millionen Fahrgästen pro Tag vorn sehen, verweisen andere auf die rekordverdächtigen 7,8 Millionen, die sich täglich durch den japanischen Untergrund kutschieren lassen.

Egal, wer letztlich Recht hat, die Metro in Tokio dürfte in jedem Fall die U-Bahn mit der höchsten Platz-Effizienz sein. Wird es in den Waggons während der Stoßzeiten zu voll, sorgen so genannte U-Bahn-Stopfer dafür, dass niemand auf den Gleisen zurückgelassen werden muss. Die mit weißen Handschuhen bekleideten Metro-Angestellten schieben so lange Fahrgäste in den Zug, bis wirklich nichts mehr geht.

Die tiefste Metro

Fahrgäste gehen durch eine St. Petersburger Metrostation.

Tief hinunter geht es in St. Petersburg

Als tiefste U-Bahn der Welt gilt die von Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas. Nach Angaben der Betreiber gibt es dort Bahnhöfe, die bis zu 100 Meter unter der Erdoberfläche liegen. Manche Streckenabschnitte sollen sogar in bis zu 150 Metern Tiefe verlaufen.

Ebenfalls weit hinunter geht es in den russischen Metropolen Sankt Petersburg und Moskau, wo sich manche Stationen in bis zu 80 Metern Tiefe befinden. Um dort hinzukommen, müssen die Fahrgäste weite Wege zurücklegen. In Moskau führen zum Teil über 120 Meter lange Rolltreppen in den Untergrund.

Unterirdische Kunst

U-Bahn-Ausgang mit Rolltreppe. Die Decke des Gewölbes ist kunstvoll blau und weiß bemalt

U-Bahn-Ausgang in Stockholm

U-Bahn-Stationen sind wahre Spielwiesen für Architekten, Maler, Bildhauer und andere Künstler. Viele Städte haben ihr unterirdisches Verkehrssystem mit Skulpturen, Gemälden oder bemalten Fliesen verschönert. Prominentes Beispiel ist hierbei die Tunnelbana in Stockholm. Das U-Bahn-Netz der schwedischen Hauptstadt wird von seinen Betreibern auch als längste Kunstgalerie der Welt bezeichnet. Etwa 140 Künstler haben geholfen, die Stationen der Tunnelbana zu verschönern. Den Fahrgast erwarten dort unter anderem aufwändig gestaltete Brunnen, Grotten, Mosaike und Gemälde.

Ebenfalls äußerst sehenswert ist der Lissaboner Untergrund. Bereits seit den 50er Jahren pflegte dort die Malerin Maria Keil die Kunst der Kachelmalerei. Zur Expo 1998 wurde außerdem die Station Oriente von elf Künstlern neu gestaltet - darunter auch Friedensreich Hundertwasser.

Autor/in: Johannes Eberhorn

Stand: 25.11.2013, 12:00

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