Die 80er Jahre
1980: Die "Blechtrommel" gewinnt einen Oscar
1979 verfilmt Volker Schlöndorff den Roman "Die Blechtrommel" von Günter Grass. Noch vor dem Kinostart bekommt die Literaturverfilmung den höchsten Filmpreis der BRD - die Goldene Schale. In Cannes wird "Die Blechtrommel" mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und im April 1980 bekommt Volker Schlöndorff schließlich als erster deutscher Nachkriegsregisseur den Oscar für den besten ausländischen Film. Auch an den Kinokassen bricht der Film alle Rekorde. Er wird zum erfolgreichsten deutschen Nachkriegsfilm.
Oskar ist ein überaus frühreifes, hellhöriges Bürschchen. Schon in den Armen seiner Mutter beginnt er, seine Umwelt mit großer Skepsis zu betrachten. Zu seinem dritten Geburtstag bekommt Oskar eine Blechtrommel geschenkt und beschließt nicht mehr zu wachsen. Um immer klein zu bleiben und niemals etwas mit der Verlogenheit der Erwachsenen zu tun zu haben, stürzt er sich die Kellertreppe hinunter. Auf seiner Blechtrommel und mit seiner Fähigkeit, Glas zu zersingen, artikuliert er seinen Protest gegen Nazi-Deutschland und die verlogene, intrigante Welt der Erwachsenen.
1980: Boykott der Olympischen Spiele in Moskau
Als Reaktion auf den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan fordert US-Präsident Jimmy Carter einen Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau - nicht nur von den Amerikanern, sondern auch von den Verbündeten. 65 Nationale Olympische Komitees, darunter die USA, Deutschland, Kanada, Japan, China, Kenia und Norwegen, sagen ihre Teilnahme ab. Da sich die Sowjetunion aus Afghanistan nicht zurückzieht, fangen die USA an, afghanische Widerstandskämpfer mit Waffen zu versorgen.
Für die Politik der Entspannung ist der Afghanistankrieg ein enormer Rückschlag. Die US-Regierung beabsichtigt, alle antikommunistischen Bewegungen in der Welt zu unterstützen, auch in den Staaten, die zur sowjetischen Einflusszone gehören. Die Beziehung der beiden Supermächte verschlechtert sich und führt erneut zur Angst vor einem atomaren Weltkrieg.
Erst 1985 entspannt sich die Situation des Kalten Krieges durch Michail Gorbatschows Politik der Offenheit ("Glasnost") und des Umbaus ("Perestroika"). Er will das Wettrüsten unbedingt aufhalten - nicht nur aufgrund der nuklearen Gefahr, sondern auch weil die Sowjetunion es sich wirtschaftlich nicht mehr leisten kann.
1981: Attentat auf den Papst
13. Mai 1981: Zehntausende umjubeln Johannes Paul II. bei einer Audienz auf dem Petersplatz in Rom. Wie immer sucht der Heilige Vater Kontakt zu den Menschen, lacht, winkt und schüttelt Hände. Dann fallen plötzlich Schüsse. Eine der Kugeln trifft den Papst direkt in den Bauch - nur wenige Millimeter an der Hauptschlagader vorbei. Mit den Schüssen verletzt Ali Agca den Papst lebensgefährlich.
Ein Jahr nach der Tat besucht Johannes Paul II. den Täter im Gefängnis und vergibt ihm - eine eindrucksvolle Geste. Hinter dem Attentat wird bis heute der sowjetische Geheimdienst KGB vermutet - Beweise gibt es dafür aber nicht. Papst Johannes Paul II. gehört bereits vor seinem Amtsantritt im Jahr 1978 zu den schärfsten Gegnern der Sowjetunion. Sein Kampf gegen den Kommunismus gilt als eines seiner Lebenswerke. Seine zweite große Aufgabe ist die Aussöhnung der Weltreligionen. Besonders das schwer belastete Verhältnis zwischen Christen und Juden kann er durch Versöhnungsgesten verbessern. Johannes Paul II. stirbt am 2. April 2005.
1981: Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana
Etwa 750 Millionen Fernsehzuschauer weltweit verfolgen die Zeremonie der "Märchenhochzeit" am 29. Juli 1981 in der Londoner St. Paul's Cathedral. Erstmals nach 300 Jahren wird wieder eine waschechte Engländerin mit einem britischen Thronfolger vermählt. Diana gewinnt die Herzen der Briten im Handumdrehen. Damals ahnt noch niemand, dass das Märchen von Charles und Diana kein gutes Ende nehmen wird.
1982 wird ihr Sohn William, 1984 Harry geboren. Zu dieser Zeit befindet sich die Ehe schon in einer schweren Krise, von der jedoch nach außen nichts bekannt werden darf. Diana ist der Situation, ständig im Rampenlicht zu stehen, nicht gewachsen. Charles nimmt kurz nach der Hochzeit Kontakt zu seiner langjährigen Freundin Camilla Parker-Bowles auf. 1996 wird die Ehe von Charles und Diana geschieden. Diana stirbt ein Jahr später bei einem Verkehrsunfall, Charles und Camilla heiraten 2005.
1982: Nicole gewinnt den Grand Prix
"Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude, ein bisschen Wärme, das wünsch ich mir…"
Mit diesem Lied gewinnt Nicole am 24. April 1982 im nordenglischen Harrogate als erste Deutsche den "Grand Prix Eurovision De La Chanson". Den Erfolg können die damals 17-jährige Sängerin und ihr Komponist Ralph Siegel kaum fassen. Beim Publikum prägt sich das Bild des langhaarigen Mädchens mit der Gitarre, das unschuldig in die Welt blickt, ein.
Nicole nimmt ihr Lied in sieben Sprachen auf: Die englische Version "A little Peace" führt im Mai 1982 die britischen Verkaufscharts an. Auf Platz eins schafft es der Titel in Deutschland und in den Niederlanden mit "Een beetje vrede". Nicole wird als Siegerin gefeiert. Aber im Jahr des NATO-Doppelbeschlusses gibt es auch kritische Stimmen zu ihrem Liedtext: Die Titelzeile sei in etwa so sinnvoll, wie die Idee "ein bisschen schwanger" zu sein, sagt zum Beispiel Rundfunkmoderator Elmar Gunsch. Allen Parodien zum Trotz verkauft sich das Lied fünf Millionen Mal. Doch keines ihrer Lieder konnte bisher den Erfolg von "Ein bisschen Frieden" übertreffen.
1982: Die Ära Kohl beginnt
Die anhaltende Wirtschafts- und Beschäftigungskrise führt in der sozial-liberalen Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt zu Spannungen. Auch die Diskussionen über den NATO-Doppelbeschluss stürzen die SPD in eine tiefe Krise. Während sich der Bundeskanzler und der Koalitionspartner FDP zur NATO und ihrer Politik bekennen, lehnen weite Teile der SPD die Nachrüstung ab. Im September 1982 zerbricht die Koalition. Nach einem Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt wird Helmut Kohl am 1. Oktober 1982 zum neuen Bundeskanzler gewählt.
In den ersten Jahren seiner Amtszeit setzt er den noch unter der Regierung Schmidt gefassten NATO-Nachrüstungsbeschluss gegen den Widerstand der Friedensbewegung durch. Mit der Deutschen Einheit und der Schaffung der Europäischen Union hat sich Kohl einen Platz in der Geschichte gesichert. Aber auch maßgebliche wirtschaftliche und soziale Reformen gehören zu den Leistungen seiner Regierung. Im Herbst 1998 geht die längste Kanzlerschaft in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit einer deutlichen Niederlage zu Ende. Helmut Kohl gibt sein Amt nach 16 Jahren an Gerhard Schröder ab.
1983: Gefälschte Hitler-Tagebücher
"Hitlers Tagebücher entdeckt" titelt das Hamburger Magazin "Stern" am 28. April 1983. Auf einer international besuchten Pressekonferenz präsentiert die Chefredaktion stolz ein Dutzend der 60 vermeintlichen Hitler-Tagebücher, die mit Reichsadler, Kordel und Hakenkreuz versiegelt sind. 9,3 Millionen Mark hat der Verlag für die Bücher an den Kunstmaler Konrad Kujau bezahlt. Die Diskussion um die angeblichen Ergüsse des Diktators füllen weltweit die Tageszeitungen und Fernsehkanäle.
Nach Untersuchungen des Bundesarchivs, des Bundeskriminalamts und des Bundesamtes für Materialprüfung stellen sich die geheimen Tagebücher Adolf Hitlers jedoch als hochkarätige Fälschung heraus. Ganze Passagen sind aus einer längst veröffentlichten Sammlung von Hitler-Reden abgeschrieben. Einbände, Papier und Klebstoffe enthalten zum Teil Materialien, die vor 1955 gar nicht auf dem Markt waren. Der "Stern" stoppt sofort den bereits begonnenen Abdruck der "Tagebücher" und stürzt in eine Ansehens- und Auflagenkrise. Was zur größten journalistischen Sensation der Nachkriegszeit werden sollte, ging als bislang größter Presseflop aller Zeiten in die Geschichte ein.
1983: Aids schreckt die Bevölkerung auf
Im Juni 1983 schreckt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die Öffentlichkeit mit der Titelgeschichte "Tödliche Seuche: AIDS - die rätselhafte Krankheit" auf. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß. Wird Aids durch Händedruck und Küssen übertragen, wie kann man sich schützen? Zu diesem Zeitpunkt gibt es in Deutschland 100 Verdachtsfälle und sechs Tote. Zu Anfang gilt die Erkrankung als Problem von "Randgruppen" wie Homosexuellen und Drogenabhängigen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es jeden treffen kann: Mann und Frau, Homosexuelle und Heterosexuelle, Erwachsene und sogar Kinder.
Trotz zahlreicher Kampagnen bleibt Aids auch heute noch mit vielen Tabus behaftet. Im Westen rückt das Interesse am Thema Aids aufgrund neuer Therapien in den Hintergrund. In den ärmeren Ländern der Welt sterben die Menschen an den Folgen der Krankheit, da für sie die Medikamente unerschwinglich sind.
1984: Das Privatfernsehen startet
"Meine Damen und Herren, in diesem Moment sind Sie Zeuge des Starts des ersten privaten Fernsehveranstalters in der Bundesrepublik Deutschland", heißt es am 1. Januar 1984 aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen. Die Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk, aus der bald Sat.1 wird, ist geboren. Einen Tag später folgt RTL plus aus Luxemburg.
Diese Entwicklung hat in der deutschen Medienlandschaft einen großen Umbruch zur Folge. Mit den Privatsendern entsteht in Deutschland das duale Rundfunksystem: ein Nebeneinander von kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Angeboten im Fernsehen. Die Privatsender finanzieren sich im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF über Werbung, so dass Einschaltquoten und Marktanteile im Fernsehen wichtig werden. Neue Programmformate wie Comedy, Sex-Shows, Reality-TV, Daily Soaps und Gameshows kommen mit den Privaten auf den Bildschirm. In den 90ern läuft das Fernsehen dann rund um die Uhr, 2004 löst das digitale das analoge Fernsehen ab und für das Publikum öffnet sich eine wahre Programmflut.
1985: Boris Becker gewinnt Wimbledon
Steffi Graf und Boris Becker entfachen in den 80er Jahren Tennisfieber in ganz Deutschland und gelten damit zu Recht als Tennislegenden. Sie ist 377 Wochen lang die unangefochtene Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, er gewinnt als erster Deutscher in Wimbledon. Das Grand-Slam-Turnier ist der erste Höhepunkt in Boris Beckers Karriere. Drei Stunden und 18 Minuten dauert das Finale am 7. Juli 1985. Dritter Matchball für Becker: Er wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht, tippt den Ball viermal auf, hält kurz inne und peitscht seinen Aufschlag in das gegenüberliegende Feld. Der Südafrikaner Kevin Curren verschlägt ins Publikum. Der Mann mit dem schnellsten Aufschlag gewinnt als erster Deutscher, als jüngster und als erster ungesetzter Spieler das berühmteste Tennisturnier der Welt.
Seinen Erfolg in Wimbledon kann er wiederholen. Insgesamt drei Mal siegt er auf dem Tennisrasen, sechs Mal gewinnt er einGrand-Slam-Turnier, zwei Mal gewinnt er mit der deutschen Mannschaft den Davis-Cup. Gemeinsam mit Michael Stich holt er in Barcelona olympisches Gold und vier Mal wird er zum Sportler des Jahres gewählt. 1999 tritt Boris Becker vom Profisport zurück, sechs Wochen vor Steffi Graf.
1986: Die Katastrophe von Tschernobyl
"Geh nicht barfuss im Gras, Mit deinen Händen - fass den Sand nicht an, Lauf nicht im Regen, schwimme nicht im Fluss! Sonst wirst du krank." Das ist ein Ausschnitt aus einem Aufsatz einer weißrussischen Schülerin zehn Jahre nach der Katastrophe. Der Super-Gau - der größte anzunehmende Unfall - passiert am 26. April 1986: Im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl wird der Reaktorblock 4 durch eine nukleare Explosion vollständig zerstört. Gewaltige Mengen Radioaktivität gelangen in die Umwelt: Wälder sterben, Felder und Gärten werden unbrauchbar und der Boden saugt sich voll mit Radioaktivität.
Die unsichtbare nukleare Wolke breitet sich über die Sowjetunion und Mitteleuropa bis nach Skandinavien aus. Lange versuchen die sowjetischen Behörden, die Katastrophe zu vertuschen. Viel zu spät kommt die Evakuierung der Bevölkerung im Einzugsbereich des Katastrophenreaktors in Gang. Nach offiziellen Angaben sterben 31 Menschen an den unmittelbaren Folgen des Unfalls. In der Umgebung des Reaktors häufen sich bis heute Krebserkrankungen und Missbildungen.
1987: Die "Barschel-Affäre"
Am 11. Oktober 1987 finden Reporter den ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, tot in der Badewanne eines Genfer Hotels. Die Obduktion ergibt: Er starb an einer Überdosis von Medikamenten - Spuren von Gewaltanwendung werden nicht festgestellt. Ob Barschel Selbstmord begangen hat oder ermordet wurde, ist jedoch nicht geklärt.
Einen Monat vor seinem Tod werden gegen den CDU-Politiker schwere Vorwürfe erhoben: Sein Medienreferent Reiner Pfeiffer versichert, dass Uwe Barschel ihn beauftragt habe, den SPD-Spitzenkandidaten Björn Engholm im Wahlkampf zu beschatten und belastendes Material über sein Privatleben zu beschaffen. Schmutzige Details sollen den Herausforderer diskreditieren. In einer Pressekonferenz gibt Barschel dann sein Ehrenwort und weist die Anschuldigungen gegen sich zurück. Dennoch kündigt er am 25. September seinen Rücktritt an. Der erste Untersuchungsausschuss stellt noch eine erhebliche Mitschuld Uwe Barschels fest, anders der zweite 1993. Die Selbstmord-These gerät immer mehr ins Wanken und um den Tod in Genf ranken sich bis heute die wildesten Gerüchte.
1988: Geiseldrama in Gladbeck
Es war die spektakulärste Geiselnahme und gleichzeitig eines der aufsehenerregendsten Verbrechen in der deutschen Kriminalgeschichte: Am Dienstag, den 16. August 1988 überfallen zwei Männer, schwer bewaffnet, die Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck. Sie nehmen zwei Geiseln und teilen ihre Forderungen über ein Radiointerview mit. Es beginnt eine bis dahin ungekannte mediale Berichterstattung über ein Verbrechen. Begleitet von einem Blitzlichtgewitter fliehen die beiden mit den Geiseln. Die Polizei hält sich zurück, die Journalisten folgen dem Fahrzeug. Am nächsten Tag bringen die Täter einen voll besetzten Bus in ihre Gewalt. 13 Millionen Fernsehzuschauer verfolgen live an ihren Fernsehgeräten, wie einer der bewaffneten Geiselnehmer Interviews gibt. An seiner Seite Menschen in Todesangst, die er mit der Pistole bedroht. Aus den Verbrechern sind zu diesem Zeitpunkt Medienstars geworden.
Erst 54 Stunden nach dem Überfall stoppt ein Spezialeinsatzkommando der Polizei das Fluchtauto der Entführer. Im Schusswechsel stirbt eine der beiden Geiseln, die übrigen Insassen des Wagens werden schwer verletzt. Die Live-Berichterstattung über das Verbrechen führt danach zu einer umfassenden Mediendiskussion mit der Frage, wie weit Journalisten gehen dürfen, wenn über ein Verbrechen berichtet werden soll.
1989: Die Mauer fällt
Im Sommer 1989 flüchten die ersten DDR-Bürger über Ungarn, später auch über andere sozialistische Staaten in die Bundesrepublik Deutschland. Eine dramatische Fluchtwelle beginnt. Von Woche zu Woche steigt die Zahl der Demonstranten. Sie fordern Demokratie und Reisefreiheit. Um einen Zusammenbruch des SED-Regimes zu verhindern, macht die Regierung seinem Volk Zugeständnisse. Auf einer Pressekonferenz am Abend des 9. November gibt Politbüromitglied Günther Schabowski eine neue Reiseregelung bekannt, die es jedem DDR-Bürger ermöglicht, das Land zu verlassen. Zehntausende strömen noch am gleichen Abend in Ostberlin zu den Grenzübergängen. Unter dem Druck der Massen lassen die Grenztruppen die Menschen passieren.
"Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!", sagt Willy Brandt bei einer Kundgebung am Abend des 10. November 1989 vor dem Schöneberger Rathaus. Zu diesem Zeitpunkt ist die Mauer schon seit knapp 24 Stunden geöffnet. Mehr als 28 Jahre waren die beiden deutschen Staaten voneinander getrennt. Am 3. Oktober 1990 wird Deutschland mit dem Beitritt der Ostländer wiedervereinigt.
1990: Deutschland wird Fußballweltmeister
Nach dem Mauerfall im Jahr zuvor wird die Deutsche Einheit schrittweise Realität - auch auf dem Fußballplatz: Deutschland wird in Italien Fußballweltmeister. Am 8. Juli 1990 steht die deutsche Elf zum dritten Mal in Folge in einem WM-Finale. Der Gegner: Argentinien. Zehntausende deutsche Fans sind nach Rom gekommen, um ihre Mannschaft unter Teamchef Franz Beckenbauer anzufeuern. Bei der Weltmeisterschaft in Italien spielt die deutsche Mannschaft für alle Deutschen - auch wenn kein Spieler aus der DDR dabei ist. Bis zur 85. Minute steht es im Stadio Olimpico 0:0 unentschieden. Dann gibt der Schiedsrichter nach einem Foul an Rudi Völler im Strafraum einen Elfmeter für Deutschland. Andreas Brehme schießt… und trifft! Nach 1954 und 1974 wird Deutschland zum dritten Mal Fußballweltmeister.
Annika Zeitler, Stand vom 1.6.2009









