Reptilienauffangstation

Reptilienauffangstation

Grüne Leguane, Boas oder Aligatoren – Reptilien wie diese landen immer wieder in der Reptilienauffangstation in Rheinberg. Der Grund: Die Tierhalter haben das Wachstum der Tiere unterschätzt.

Kopf eines grünen Leguans

Grüne Leguane werden häufig in der Auffangstation abgegeben. Der Grund: Die Tierhalter haben das Wachstum des Tieres unterschätzt. Ausgewachsen brauchen die Leguane fast ein ganzes Kinderzimmer für sich allein, um genug Platz zu haben. Und vielfältige Klettermöglichkeiten.

Grüne Leguane werden häufig in der Auffangstation abgegeben. Der Grund: Die Tierhalter haben das Wachstum des Tieres unterschätzt. Ausgewachsen brauchen die Leguane fast ein ganzes Kinderzimmer für sich allein, um genug Platz zu haben. Und vielfältige Klettermöglichkeiten.

Ebenfalls unterschätzt: das Wachstum der Boas. Silvana Czok, die stellverterende Leiterin der Auffangstation in Rheinberg, hält hier ein Jungtier – und muss sich dafür nicht sonderlich anstrengen.

Diese Boa ist da schon bedeutend größer. Kevin Ritter, der Auszubildende, trägt Handschuhe, um die Schlange zu halten. Viele Tierhalter informieren sich vor dem Kauf nicht über das Wachstum der Tiere – und sind häufig überfordert.

Die Alligatordame Betty ist ein Albino und damit extrem selten. Es gibt nur etwa 61 Exemplare auf der Welt. Betty ist relativ zutraulich: Sie kommt zur Tür, wenn der Auszubildende Kevin Ritter diese öffnet. Manche Mitarbeiter können sie sogar streicheln, da sich das Tier ihre Stimme merkt. Sind die Pupillen schlitzförmig geformt, ist Betty gut drauf. Werden sie runder, steht der Alligator unter Stress.

Auch Warane leben in der Auffangstation. Einer von ihnen kommt sogar auf den Schoß der Mitarbeiter. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Warane können mit ihrem Schwanz peitschen, was sehr schmerzhaft sein kann.

Eine Laune der Natur – so bezeichnet Uwe Ringelhan, der Leiter der Auffangstation, die Schildkröten Tom und Jerry. Diese sind ab der Speiseröhre zusammengewachsen, haben aber zwei Gehirne, die sich nicht immer ganz grün sind. Manchmal versuchen Tom und Jerry nämlich in zwei verschiedene Richtungen gleichzeitig zu paddeln. Fast 95 Prozent solcher Tiere sterben nach der Geburt, sagt Ringelhan.

Lecker, lecker! Das ist das Futter für die Reptilien. Die Insekten krabbeln zwar in einer offenen Plastikbox herum, entkommen aber selten: Die Oberfläche ist zu glatt und rutschig. Immer wieder gibt es aber doch ein paar Ausreißer. Damit diese nicht zur Plage werden, dürfen einige Gekkos frei durch die Auffangstation laufen und die Insekten fressen.

Jeder Mitarbeiter in der Auffangstation habe ein Tier, das er besonders mag, sagt die stellvertretende Leiterin Silvana Czok. Sie selbst sei ein Fan von der Chinesischen Krokodilschwanzechse. Die Besucher mögen vor allem das Chamäleon. Die bunte Eidechse ist sehr zutraulich und klettert gerne auf den Mitarbeitern herum.

"Grüne Mambas sind sehr flink und wendig", sagt der Auszubildende Kevin Ritter. Die Baumbewohner sind begabte Kletterer und zudem sehr neugierig.

Im Terrazoo Rheinberg leben nicht nur Reptilien, sondern auch Kattas. Ebenfalls im Zoo: Schweine, Vögel und ein Fuchs. Manchmal bekommt die Auffangstation auch Anfragen, ob Affen untergebracht werden können.

Stand: 15.09.2016, 11:10 Uhr

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