In welchem Land werden die Menschen am ältesten?

Ein alter japanischer Mann in Kyoto, Kinki, Japan

Gesellschaft der Alten

In welchem Land werden die Menschen am ältesten?

Von Annette Holtmeyer und Britta Schwanenberg

In den westeuropäischen Ländern nimmt die Lebenserwartung ständig zu. Die Industrialisierung, neue und bessere medizinische Versorgung, verbesserte Hygienestandards und gesündere Ernährung haben in den vergangenen hundert Jahren dazu geführt, dass die Menschen im Schnitt doppelt so alt werden wie noch ein Jahrhundert zuvor.

Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Europäischen Union betrug laut Eurostat für Jungen, die im Jahr 2017 geboren wurden, 78,3 Jahre und für Mädchen 83,5 Jahre. Führend unter den EU-Staaten war 2017 Spanien, wo neugeborene Mädchen eine Lebenserwartung von 86,1 Jahren hatten, dicht gefolgt von Frankreich mit 85,6 Jahren und Italien mit 85,2 Jahren. In Deutschland hatten die Mädchen eine Lebenserwartung von 83,4 Jahren, die Jungen von 78,7 Jahren.

Im internationalen Vergleich steht Frankreich allerdings nicht an der Spitze. Das Land mit einer der höchsten Lebenserwartungen ist der Zwergstaat Monaco. Im Jahr 2017 geborene Jungen werden dort im Durchschnitt 85 Jahre alt, Mädchen sogar älter als 89 Jahre. Ähnlich hohe Werte weisen Japan und Zwergstaaten wie Hongkong, Singapur, Macau, Andorra und San Marino auf.

Die japanische Insel Okinawa wird aufgrund ihrer besonders langlebigen Bevölkerung "Insel der Hundertjährigen" genannt. Den Gründen für die hohe Lebenserwartung in Japan sind die Forscher noch auf der Spur. Ins Spiel gebracht werden unter anderem das Klima, der Lebensstil, geistige und körperliche Betätigung sowie Schlafgewohnheiten.

Ziemlich sicher spielt aber die gesunde Ernährung eine große Rolle: Die japanische Küche gilt allgemein als fettarm und ausgewogen. Viel Gemüse, wenig Fett und Salz – diese Kombination ist sicher allen zu empfehlen, die lange fit bleiben wollen.

Weiterführende Infos

Stand: 24.07.2019, 14:29

Darstellung: