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Von Christina Lüdeke

Wie ensteht ein Muttermal?

Muttermale sind die häufigsten Fehlbildungen der Haut. Man versteht darunter eine vermehrte Ansammlung von Pigmentzellen, die sich in der Farbe deutlich von der umgebenden Haut unterscheiden. Etwa jedes hundertste Baby kommt bereits mit einem Muttermal zur Welt, die anderen Male entwickeln sich meist von der Pubertät an.

Der Begriff "Muttermal" hängt jedoch mit den Flecken zusammen, die bereits bei Babys direkt nach der Geburt sichtbar sind oder spätestens in den ersten beiden Lebenswochen auftreten.

Er geht auf einen Volksglauben zurück, der sich im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte. Zu dieser Zeit dachte man, dass die Hautveränderungen von unbefriedigten Gelüsten verursacht würden, die die Mutter während der Schwangerschaft hatte. Sogar die Form der Hautveränderungen wurde mit der Art der Gelüste in Zusammenhang gebracht.

Hat also das Baby ein erdbeerförmiges Mal, schloss man daraus, dass die Mutter in der Schwangerschaft Appetit auf Erdbeeren hatte. Eine plausible Erklärung, warum Muttermale entstehen, gibt es auch heute noch nicht.

Auch wenn die Gelüste der Schwangeren sicherlich keinen Einfluss auf die Muttermale haben – ganz ohne Auswirkung sind sie dennoch nicht. So besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise der Schwangeren oder der stillenden Mutter und den späteren Geschmacksvorlieben des Kindes, wie Forscher inzwischen herausfanden.

Fruchtwasser schmeckt anders, je nachdem, was die schwangere Frau isst. Dadurch lernt bereits das Ungeborene die Essgewohnheiten seiner Mutter und seiner Kultur kennen.

Stillkinder werden noch deutlich stärker mit unterschiedlichen Geschmackserlebnissen konfrontiert, je nachdem, was die Mutter zu sich nimmt. Sie sind dann später weitaus weniger wählerisch, wenn ihnen die gleichen Nahrungsmittel vorgesetzt werden.

Das Bild zeigt eine stillende Mutter mit ihrem Säugling. Zu sehen ist nur der Oberkörper der Frau.

Muttermilch prägt Geschmacksvorlieben

Stand: 15.07.2019, 11:48

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