Allergietherapien

Allergie-Therapien Planet Wissen 05.06.2019 02:51 Min. Verfügbar bis 05.06.2024 WDR Von Kristina Graß

Allergien

Allergietherapien

Von Hans Jürgen von der Burchard

Eine Therapie, die allen Allergikern helfen würde, gibt es bisher noch nicht. Die einfachste Methode besteht darin, Allergene zu meiden, die die lästigen Symptome verursachen. Ist das nicht möglich, können die Beschwerden zum Beispiel durch Medikamente (Antihistaminika, Cortison) gelindert werden.

Allergenkarenz – Allergene meiden

Maßnahmen, um den Kontakt mit Allergenen zu vermeiden, bezeichnen Ärzte als Allergenkarenz. Menschen, die der Heuschnupfen plagt, können ihre Freiluftaktivitäten so legen, dass sie reizende Pollen weitgehend meiden. Dabei helfen Pollenflugkalender und aktuelle Pollenflugvorhersagen im Internet.

Wenn sich im Beruf der Kontakt mit Allergenen – zum Beispiel als Bäcker mit Mehlstaub – nicht vermeiden lässt, sollten die Betroffenen an eine Umschulung denken.

Vorübergehende Linderung der Beschwerden finden Patienten im Hochgebirge oder in stillgelegten Bergwerksstollen. In der trockenen kühlen Luft gibt es kaum Pollen, und die Lebensbedingungen für Staubmilben und Schimmelpilze sind schlecht.

Samen an einem Birkenzweig und eine Person im Hintergrund, die sich ein Taschentuch vor den Mund hält

Leicht gesagt: Allergiker sollten Allergene meiden

Medikamente – Histamine bremsen

Ein akuter allergischer Anfall lässt sich mit Antihistaminika bremsen. Als Gegenspieler des Histamins verhindern sie Entzündungsreaktionen. Einen anderen Wirkmechanismus hat die Cromoglicinsäure. Sie hemmt die Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen der Mastzellen. So bleiben die unerwünschten Symptome aus.

Ein Löffel voll Tabletten.

Antihistamine können allergische Reaktionen blockieren

Hyposensibilisierung – Gewöhnung

Bei dieser Behandlungsmethode bekommt der Patient das Allergen regelmäßig und in steigender Dosis verabreicht. Irgendwann toleriert das Immunsystem das Allergen, auf das es zuvor so heftig reagiert hat. In vielen Fällen ist diese langwierige Therapie erfolgreich. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt.

Stand: 29.05.2019, 13:30

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