Die Karotte – ein Gemüse mit Vergangenheit

Die Karotte: Ein Gemüse mit Vergangenheit Planet Wissen 12.04.2018 02:05 Min. Verfügbar bis 07.09.2022 ARD-alpha

Die Karotte

Die Karotte – ein Gemüse mit Vergangenheit

Von Tanja Fieber und Andreas Kegel

Die Karotte belegt Platz 2 auf unserer Gemüse-Beliebtheitsskala. Laut Legende wechselte ihre Farbe erst im 16. Jahrhundert zu Orange. Dieses Gemüse hat überhaupt eine recht bunte Vergangenheit…

Die meisten von uns kennen Karotten nur orange. Doch ursprünglich war das Gemüse cremefarben oder rot. Erst im 16. Jahrhundert wechselte die Karotte die Farbe und wurde orange. Wie? Durch Züchtung! Warum? Für einen König, aber beginnen wir von vorn:

Die Geschichte der Karotte

Schon die Menschen in der Jungsteinzeit kannten Karotten. Das beweisen Samenfunde in Pfahlbauten. Auch die alten Griechen und Römer gönnten sich gelegentlich mal eine. Die beliebte Wurzel trat ihren Siegeszug ursprünglich in cremig-weiß und purpurrot an.

Ihre Farbe wechselte die Karotte erst im 16. Jahrhundert. Laut Legende zu Ehren des niederländischen Königs Wilhelm von Oranien. Untertanen vollbrachten das Zauberstück mit Züchtung. Bald darauf verbreitete sich die neue orangene Möhre auch in Deutschland – und ist heute das meistgegessene Wurzelgemüse der Nation. Sie schlägt Verwandte wie die Zwiebel, die Kartoffel und den Knollensellerie um Längen.

Tipps von Sternekoch Tohru Nakamura

  • Einkaufen: Am besten saisonal einkaufen, damit die Menge an Vitaminen und Nährstoffen möglichst hoch ist und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Achten Sie auf satte Farben, den Geruch und die Festigkeit. Zum Beispiel sollten Tomaten satte Farben haben: ein schönes Rot und ein knackiges Grün. Sie sollten aromatisch nach Tomate riechen. Auf Druck sollte die Tomate ein bisschen nachgeben, aber auch nicht zu weich sein. Die Schale von Äpfeln sollte fest und unversehrt sein und der Apfel knackig. Steinpilze werden halbiert angeboten, damit man sie auf Wurmbefall überprüfen kann. Die Pilze sollten richtig fest sein, dann sind sie frisch und aromatisch.
  • Lagerung: Nicht in den Kühlschrank kommen: Tomaten, Beeren, Pfirsiche, Pflaumen und Exoten wie Mango, Papaya und Bananen. In das Gemüsefach des Kühlschranks gehören: Salat, Gurken, Paprika, Zucchini und Wurzelgemüse wie Karotten und Rote Bete. Einheimisches Kernobst am besten im Keller lagern, aber Kühlschrank geht auch. Kartoffeln und Zwiebeln mögen es dunkel und trocken und müssen getrennt gelagert werden.
  • Zubereiten: Erhitzen Sie Obst und Gemüse sanft, damit die gesunden Nährstoffe erhalten bleiben. Karotten kann man kurz vorgaren. Nicht warmhalten, sondern in Eiswasser abschrecken. So bleiben die Nährstoffe erhalten.
Sternekoch Tohru Nakamura

Sternekoch Tohru Nakamura

Stand: 11.07.2018, 13:00

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