Tipps und Tricks rund ums Waschen

Wäsche waschen

Tipps und Tricks rund ums Waschen

Zu behaupten, dass der Waschtag ein pures Vergnügen ist, wäre sicher übertrieben. Aber zumindest kann man beim Waschen bares Geld sparen und die Umwelt schonen, sofern man ein paar einfache Ratschläge befolgt.

Strom und Wasser sparen mit der richtigen Maschine

Zunächst hängt die Höhe der Waschkosten natürlich von der richtigen Waschmaschine ab. Um zu sparen, sollten Sie ein Gerät mit niedrigem Wasser- und Stromverbrauch kaufen. Sparsame Geräte erkennen Sie am sogenannten Energie-Label, das die Maschinen in die Klassen A bis G einteilt. Klasse A steht dabei für sehr niedrigen Stromverbrauch und eine gute Waschleistung. Mittlerweile werden nur noch A-Geräte im Handel angeboten.

Ein junger Mann steckt Wäsche in eine Waschmaschine.

Immer schön voll machen

Da die Geräte mit der Zeit jedoch immer besser geworden sind, erweiterte die EU 2011 die Klassen. Die neuen Energieeffizienzklassen, nach denen sich Verbraucher richten sollten, sind A+, A++ und bald auch A+++. Diese verbrauchen noch weniger Energie als die Klasse A. Seit Juli 2012 dürfen die einfachen A-Klasse-Geräte nicht mehr verkauft werden.

Auch bei der Beladung der Waschmaschine lässt sich sparen. Bei einem Normalwaschgang sollte die Trommel voll beladen werden, da sonst unnötig Energie und Wasser verbraucht werden. Bei den Waschgängen Pflegeleicht und Wollwäsche sollte die Maschine etwa halbvoll sein. Moderne Waschmaschinen erkennen inzwischen auch selbst, wie viel Wäsche in der Trommel ist und dosieren Energie und Wasser entsprechend.

Niedrige Temperaturen entlasten den Geldbeutel

Eine Waschmaschine von hinten. Man sieht einen Schlauch für warmes und einen für kaltes Wasser.

Der Warmwasseranschluss spart Energie

Generell gilt: Je niedriger die Waschtemperatur, desto mehr freut sich der Geldbeutel. Bei 40 Grad verbraucht eine Waschmaschine in der Regel 30 bis 40 Prozent so viel Strom wie bei 30 Grad. Überlegen Sie also gut, welches Programm Sie benutzen, zumal moderne Waschmittel und -maschinen dem Schmutz auch bei niedrigen Temperaturen an den Kragen gehen.

Dieses Problem stellt sich allerdings erst gar nicht, wenn Sie die Maschine direkt an die Warmwasserleitung anschließen können. Schauen Sie in die Betriebsanleitung oder fragen Sie Ihren Händler, ob das möglich ist. Sie sparen dann die Energie für das Erwärmen des Waschwassers, die in der Regel enorm hoch ist.

Schleudern statt trocknen

Zusätzlich Wasser sparen können Sie, indem Sie das Vorwaschprogramm weglassen, das nur bei stark verschmutzter Wäsche erforderlich ist. Bei der Qualität heutiger Waschmittel kann man auf dieses Programm so gut wie immer verzichten.

Wäschestücke hängen im Freien auf einer Leine. Dazwischen tollt ein kleiner Junge herum.

Gut für den Geldbeutel

Ein wesentlich größerer Stromfresser als die Waschmaschine ist der Trockner. Er verbraucht etwa drei Mal so viel Energie wie eine Waschmaschine. Wenn möglich, sollten Sie die Wäsche also auf der Leine trocknen lassen. Falls Sie auf den Trockner nicht verzichten können, sollten Sie Ihre Wäsche mit einer möglichst hohen Drehzahl schleudern, da diese so besser "vorgetrocknet" wird.

Das richtige Waschmittel

Laut dem Umweltbundesamt werden in Deutschland jährlich etwa 800.000 Tonnen Waschmittel verbraucht. Am günstigsten und am besten für die Umwelt sind die Baukastensysteme, bei denen Sie das Waschmittel für den jeweiligen Zweck selbst zusammenstellen. Auch die sogenannten Kompaktmittel sind zu empfehlen. Wesentlich schädlicher sind dagegen die Waschmittel in der 10-Kilogramm-Packung. Sie enthalten viele Füllstoffe, die die Umwelt unnötig belasten.

Bei der Dosierung sollten Sie sich an die Angaben des Herstellers auf der Packung halten. Generell sollte das Waschmittel natürlich immer sorgsam eingesetzt werden. Wenn Sie dabei die Wasserhärte Ihrer Region beachten, können Sie zusätzlich sparen. Je weicher das Wasser ist, desto weniger Waschmittel benötigen Sie. Den Härtebereich Ihres Wassers können Sie bei Ihrem Wasserwerk erfragen.

Ökologischer Waschmittelersatz

Auf einer Hand liegen ein Bauwollsäckchen und einige braune Waschnüsse.

Geruchsneutral und umweltfreundlich

In immer mehr Haushalten wird ein natürliches Waschmittel verwendet, das vollständig abbaubar ist. Die Waschnuss ist eine Frucht des Seifenbaumes und stammt unter anderem aus dem Norden Indiens, wo sie bereits seit langem als Waschmittel und Shampoo benutzt wird. Auch in Deutschland gibt es inzwischen viele Anbieter, die Waschnüsse vertreiben.

Die Nüsse werden einfach in einem Baumwollsäckchen oder in einer Socke mit der Wäsche in die Trommel gelegt. Sie schäumen kaum und sind geruchsneutral, erzielen aber trotzdem eine gute Waschleistung. Bei niedrigen Waschtemperaturen können die Nüsse auch zwei Mal benutzt werden. Da sie keine umweltschädlichen Rückstände hinterlassen, können Sie die Waschnüsse einfach im Bio-Müll entsorgen.

Autor: Johannes Eberhorn

Stand: 03.11.2015, 15:00

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