Turnvorführug beim 10-jährigen Jubiläum des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Trimm Dich

Der Deutsche Olympische Sportbund

Der Deutsche Olympische Sportbund ist die Dachorganisation des deutschen Sports. Mit seinen rund 27 Millionen Mitgliedern in mehr als 90.000 Turn- und Sportvereinen ist er die größte Sportorganisation der Welt. Sein Ziel: Sport für jedermann zugänglich zu machen.

Von Meike Meyer

Vertretung der Sportinteressen

Den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gibt es erst seit 2006. In diesem Jahr schlossen sich der Deutsche Sportbund (DSB) und das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) zu einem gemeinsamen Bund zusammen.

Wie zuvor der DSB hat der DOSB die die Aufgabe, die Interessen seiner Mitgliedsverbände zu vertreten – gegenüber der Europäischen Union, Bund, Ländern und Gemeinden, in Kultur und Gesellschaft.

Dazu arbeitet er mit gesellschaftspolitischen Institutionen wie Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, kulturellen Einrichtungen und Wirtschaftsorganisationen zusammen.

Im Deutschen Olympischen Sportbund sind neben den 16 Landessportbünden auch 66 Spitzenverbände organisiert, zum Beispiel der Deutsche Fußballbund, die Deutsche Billard-Union, der Bob- und Schlittenverband für Deutschland und 19 Sportverbände mit besonderer Aufgabenstellung, darunter der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband, das Deutsche Polizeisportkuratorium oder der Deutsche Verband für Freikörperkultur e.V.

Außerdem gehören Verbände für Wissenschaft und Bildung und Förderverbände wie die Deutsche Olympische Gesellschaft zum DOSB.

50-Jahr-Feier des Deutschen Sportbundes

50-Jahr-Feier des Deutschen Sportbundes

"Sport für alle"

Für "organisierte Leibesübung" sorgen und sich dabei vom ideologischen Missbrauch des Sports durch die Nazis distanzieren – dieses Ziel setzte sich der Deutsche Sportbund bei seiner Gründung am 10. Dezember 1950.

Die träge Masse sollte behutsam zu körperlicher Ertüchtigung ermahnt und keinesfalls verschreckt werden. Dazu sollte die Latte der Leistungserwartungen nach der Devise "Erziehung statt Rekord" möglichst tief hängen.

Durch die Gründung des Turn- und Sportbundes der DDR 1957 wurde der DSB-Grundsatz, den Durchschnitt zu fördern, auf die Probe gestellt.

Bei internationalen Wettkämpfen standen immer wieder Athleten auf dem Siegertreppchen, die in der DDR auf Höchstleistung getrimmt worden waren. Daher beschloss der DSB, sich nun auch verstärkt um Talentsuche und Nachwuchsförderung zu kümmern.

Ältere Frauen beim Gymnastiksport.

Sport zugänglich für jedermann

Werbung für Bewegung

Daneben hielt der Deutsche Sportbund aber an seinem Leitgedanken "Sport für alle" fest: Unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft sollen jedem Menschen sportliche Angebote zugänglich gemacht werden. Heute ist etwa die Hälfte der Bevölkerung sportlich aktiv, ein Drittel der Bundesbürger ist in Sportvereinen organisiert.

Diesen Gesinnungswandel gegenüber den 1950er und 1960er Jahren schreibt der Sportbund nicht zuletzt seinen eigenen Aktivitäten zu. Besonders erfolgreich war die "Trimm-Dich"-Kampagne, mit der der Verband und seine Mitgliedsorganisationen sich von 1970 an bemühten, die Masse der Bevölkerung an die frische Luft und in Schwung zu bringen.

Das vom DOSB vergebene Sportabzeichen ist die bekannteste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports. Zwischen 1,5 und zwei Millionen Menschen stellen sich jedes Jahr fünf verschiedenen Prüfungen in Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Vielseitigkeit und Koordination. Davon bestehen knapp eine Millionen und bekommen den Nachweis ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit schwarz auf weiß ausgehändigt.

Die Zentrale des DOSB in Frankfurt

Die Zentrale des DOSB in Frankfurt

Quelle: WDR | Stand: 03.06.2019, 11:28 Uhr

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