Porträt: Michael Plank, Braumeister

Porträt: Michael Plank, Braumeister 00:55 Min. Verfügbar bis 27.05.2021

Bier

Porträt: Michael Plank, Braumeister

Mit 21 Jahren musste Michael Plank nach dem plötzlichen Tod seines Vaters schon sehr früh die Familienbrauerei übernehmen. Ein harter Start für den jungen Brauer, doch er biss sich durch. Die Brauerei überlebte und Plank räumte inzwischen ein Dutzend Preise beim World Beer Cup ab.

Seit 16 Generationen im Familienbesitz

Michael Plank ist Brauer in der 16. Generation. Die Familie betreibt seit dem Jahr 1617 eine Brauerei in Laaber, im Landkreis Regensburg in Bayern. Bierbrauen war schon immer seine Mission.

"Ich bin ja schon im Familienbetrieb aufgewachsen. Als Kleinkind bin ich schon immer mitgerannt mit meinen Vater. Ich habe dann natürlich eine sehr gute Ausbildung in einer anderen Brauerei genossen und wollte mir eigentlich in den nächsten Jahren noch mehr Informationen und Fachwissen aneignen, dass ich den elterlichen Betrieb übernehmen kann – in den nächsten zehn Jahren, wahrscheinlich mit 30, 40. Das hat dann nicht funktioniert."

Nicht einfach: Weitermachen

Im Jahr 1994 stirbt Michael Planks Vater. Eigentlich ist der Nachwuchs-Brauer noch viel zu jung, um eine Brauerei zu führen. Doch statt aufzugeben macht Michael Plank weiter – auch dank der treuen Mitarbeiter der Brauerei, die ihn tatkräftig unterstützen.

"Mit 21 Jahren ist es natürlich nicht einfach, so einen Betrieb zu schultern. Viele Leute haben es mir eigentlich nicht zugetraut, weil das Fachwissen, die Kompetenz nicht da war. Aber trotzdem wollte ich's wissen und ich habe gekämpft. Es war nicht einfach, aber es ist doch gegangen!"

Vollautomatisiert zum "World Beer Cup"

Michael Plank hat heute sechs Mitarbeiter, arbeitet vollautomatisiert und besitzt inzwischen zwölf "World Beer Cup"-Preise, acht davon in Gold. Ein Triumph, denn bei diesem internationalen Brauer-Wettbewerb zu gewinnen, ist die höchste Auszeichnung in der Bierbranche. Zum World Beer Cup kam Plank durch einen Tipp.

"2002 hat mich der bayerische Brauerbund das erste Mal zum Weltbier-Cup geschickt. Ich sollte als Verkoster herausfinden, ob die Veranstaltung seriös ist, ob die bayerischen Brauer ihre Biere dahin schicken können – und ja, dann sind wir hier zusammen gesessen beim Michael im Bräustüberl und ich habe ihm von der harten Bierreise erzählt. Michael ist gleich auf den Zug aufgesprungen."

Peter Zacharias, bayerischer Brauerbund

Internationales Sprungbrett

Michael Plank war gleich Feuer und Flamme und hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, irgendetwas zu gewinnen. Doch es kam anders: Er gewann und sagt heute, dass das ein Türöffner und ein Sprungbrett auf den internationalen Biermarkt war.

Um die Qualität seines Bieres zu halten, fährt Plank vier- bis sechsmal im Jahr in Hopfengärten und lässt sich Hopfensorten vorführen.

Weiterführende Infos

Stand: 04.08.2017, 15:00

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