Fairer Handel

Fairer Handel

Was das Siegel verspricht

Das Fairtrade-Siegel auf einer Banane.

Fairtrade ist das in Deutschland bekannteste Siegel für fairen Handel. Vergeben wird es von TransFair. Der Verein handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Siegel für fair gehandelte Produkte. Ob Fußbälle, Kleidung oder Lebensmittel: Sie müssen den Standards von Fairtrade International, dem Dachverband aller nationalen Fairtrade-Organisationen, entsprechen. So müssen sich die Kleinbauern zu demokratischen Kooperativen zusammentun, der Anbau muss umweltverträglich sein und Kinderarbeit ist verboten.

Fairtrade ist das in Deutschland bekannteste Siegel für fairen Handel. Vergeben wird es von TransFair. Der Verein handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Siegel für fair gehandelte Produkte. Ob Fußbälle, Kleidung oder Lebensmittel: Sie müssen den Standards von Fairtrade International, dem Dachverband aller nationalen Fairtrade-Organisationen, entsprechen. So müssen sich die Kleinbauern zu demokratischen Kooperativen zusammentun, der Anbau muss umweltverträglich sein und Kinderarbeit ist verboten.

Das Programm-Siegel von TransFair ist eine abgeschwächte Variante des Fairtrade-Siegels. In dem Produkt müssen nicht alle Rohstoffe, die es unter Fairtrade gibt, verwendet werden. Für Schokolade reicht es etwa aus, wenn nur der Kakao fair bezogen wird. Der enthaltene Zucker darf dann aus dem konventionellen Handel stammen, auch wenn es ihn aus fairem Handel gibt. Bislang ist das Siegel für Kakao, Zucker und Baumwolle eingeführt.

Gepa hat das bekannte Fairtrade-Siegel mitaufgebaut. Doch nun will der Pionier des fairen Handels ein eigenes Markenzeichen etablieren: Fair plus. Denn die Standards des Fairtrade-Siegels gehen Gepa nicht weit genug. Bei einigen Produkten, etwa Rohrzucker, Tee und Kakao, gibt es bei Fairtrade Ausnahmeregelungen. Eine Schokoladenfirma kann zum Beispiel fair eingekauften und fair bezahlten Kakao mit konventionellem Kakao in der Verarbeitung mischen, daraus Schokoriegel produzieren und darauf das Fairtrade-Siegel drucken. Die Menge von fair eingekauftem Kakao und fairen Riegeln muss sich jedoch entsprechen. Das nennen die Experten Mengenausgleich. Der Mengenausgleich ist zwar auf der Packung vermerkt, aber laut Gepa ist das für Verbraucher schwierig zu verstehen.

Unter dem Namen BanaFair vertreibt eine gleichnamige gemeinnützige Organisation fair gehandelte Bio-Bananen und aus ihnen hergestellte Produkte. BanaFair ist ein recht kleines Projekt: Die Bananen stammen hauptsächlich von einem Kleinbauernverband aus Ecuador. Etwa 120 Familien in der Küstenregion im Süden des Landes bauen auf kleinen Flächen Kakao und Bananen an – ohne chemischen Dünger und Pestizide.

El Puente importiert und vertreibt seit den 1970er Jahren fair gehandelte Produkte. Die Organisation will keine Gewinne erwirtschaften, sondern den Partnern in Schwellenländern helfen, indem sie langfristig mit ihnen zusammenarbeitet. So sind sie unabhängig vom oft ausbeuterischen Zwischenhandel. El Puente (spanisch für "Die Brücke") zahlt den Partnern laut eigenen Angaben mindestens den Fairhandelspreis, oft aber mehr. Außerdem vergibt El Puente zinslose Kredite, damit die Partner investieren können, ohne von teuren Krediten abhängig zu sein.

Die Schweizer Bio-Stiftung hat zusammen mit dem Institut für Marktökologie (IMO) das "fair for life program" ins Leben gerufen. Es soll eine Alternative zum Fairtrade-Siegel sein. Ein Unterschied: Während Fairtade nur Produkte aus Kooperativen und Plantagen zertifiziert, gelangt das Siegel "fair for life" auch auf Waren aus mittleren Familienbetrieben und Vertragsanbau.

Die World Fair Trade Organization (WFTO) ist das globale Netzwerk von über 350 Fairhandels-Organisationen. Sie vergibt ihr Gütesiegel an ihre Mitglieder, nicht an einzelne Produkte. Diese Fairhandels-Organisationen müssen vorab ihr Verhalten in einem Monitoringverfahren unter Beweis stellen. Es wird etwa geprüft, ob sie faire Preise zahlen oder den Umweltschutz einhalten. Danach dürfen sie alle ihre Produkte mit dem Gütesiegel versehen.

100 Prozent Bio und fair gehandelt – das verspricht dieses Siegel von Naturland. Dabei ist Fairer Handel nicht an eine Region gebunden. Weltweit können Biobauern davon profitieren, auch in Deutschland. So sichert etwa die Genossenschaftsmolkerei Berchtesgadener Land, die von Naturland fair zertifiziert ist, die Existenz ihrer Milchbetriebe, indem sie langfristige Lieferverträge bietet und überdurchschnittlich hohe Milchpreise zahlt. Außerdem können sich die Biobauern zum Beispiel in der Homöopathie weiterbilden.

UTZ ist ein Gütesiegel für den nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao und Tee. Der Name leitet sich aus der Sprache der Maya ab und bedeutet "gut". Das Programm will Einkommen und Arbeitsbedingungen der Farmer verbessern und gleichzeitig natürliche Ressourcen schonen. 2002 wurde die unabhängige Organisation gegründet, deren Zentrale in Amsterdam sitzt und die über eine Million Farmer und Farmarbeiter erreicht.

Stand: 12.11.2018, 09:23 Uhr

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