Sharing Economy

Sharing Economy

Von Couch-Surfing bis Swappen

Eine Frau prüft das Angebot in einer sogenannten "Givebox".

"Givebox" – "Gabenkiste" heißt diese Erfindung der Sharing-Economy. In einer Givebox kann jeder seinen aussortierten Hausrat anonym verschenken. Wer etwas aus der Givebox gebrauchen kann, nimmt es mit. Mithilfe von Giveboxen soll die Lebensdauer von Kleidung, Büchern, Geschirr und anderen Gebrauchsgegenständen verlängert werden.

"Givebox" – "Gabenkiste" heißt diese Erfindung der Sharing-Economy. In einer Givebox kann jeder seinen aussortierten Hausrat anonym verschenken. Wer etwas aus der Givebox gebrauchen kann, nimmt es mit. Mithilfe von Giveboxen soll die Lebensdauer von Kleidung, Büchern, Geschirr und anderen Gebrauchsgegenständen verlängert werden.

Krimis, Romane, Reiseführer, Sachbücher – in Mini-Bibliotheken stellen sich Nachbarn gegenseitig ihre Bücher zur Verfügung. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern spart auch Platz und erweitert den Horizont.

Die Herstellung von Kleidung verbraucht Wasser und Energie. Umso ärgerlicher, wenn Sachen ungetragen im Schrank hängen. Auf Kleidertausch-Partys finden sie neue Besitzerinnen. Und Spaß macht das "Swappen" auch.

Beim Couch-Surfen bieten Menschen in aller Welt kostenlos ihr Sofa zum Übernachten an. Mehrere Millionen Couchsurfer sind bei der gleichnamigen Internet-Plattform bereits registriert. Ökologisch ist das Couch-Surfing umstritten. Das billige Übernachten kann dazu führen, dass die Menschen das gesparte Geld in mehr Flüge stecken.

Die Betreiber von "foodsharing.de" und "lebensmittelretten.de" haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Auf ihren Internet-Plattformen werden Lebensmittel angeboten, die sonst in den Müll wandern. Vieles davon sind abgelaufene oder nicht ganz makellose Waren aus Bio-Supermärkten. Aber auch Privatpersonen bieten Lebensmittel an, zum Beispiel, wenn sie vor einem Urlaub den Kühlschrank leeren wollen.

Lust auf Raclette, einen Campingurlaub oder ein selbstgebautes Bett? Im "Leila-Leihladen" im Berliner Prenzlauer Berg kann man sich kostenlos 260 Gebrauchsgegenstände leihen. Sie alle stammen aus den Schränken und Kellern der Nachbarn. Im Internet markiert eine Ampel, ob ein Gegenstand gerade frei ist.

Die Idee, sich mit mehreren Menschen ein Auto zu teilen, ist alt. Dank Smartphones und Internet ist das Carsharing jetzt noch massentauglicher geworden. Man ortet mit dem Handy den nächsten freien Wagen, steigt ein und stellt ihn am Ankunftsort wieder ab. Die Gebühr wird automatisch abgebucht. Für viele wird ein eigenes Auto so überflüssig – vor allem in größeren Städten.

Stand: 24.07.2017, 09:45 Uhr

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