Waffenhandel

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Deutsche Waffen als Exportschlager

Fahrender Panzer

Deutschland ist nach Russland der größte Exporteur von Panzern. Ein Longseller ist der Leopard 2-Panzer von Krauss-Maffei-Wegmann, der seit 1979 produziert wird. Der Kampfpanzer ist mit einer Glattrohrkanone und zwei Maschinengewehren bewaffnet. Eine Feuerleitanlage sorgt dafür, dass die Schützen auch während der Fahrt feuern können und Ziele treffen, die sich bewegen. Der Leopard 2 kann bis zu einer Wassertiefe von vier Metern tauchen. Den neuen Leopard kann man auch mit einem Räumschild ausrüsten.

Deutschland ist nach Russland der größte Exporteur von Panzern. Ein Longseller ist der Leopard 2-Panzer von Krauss-Maffei-Wegmann, der seit 1979 produziert wird. Der Kampfpanzer ist mit einer Glattrohrkanone und zwei Maschinengewehren bewaffnet. Eine Feuerleitanlage sorgt dafür, dass die Schützen auch während der Fahrt feuern können und Ziele treffen, die sich bewegen. Der Leopard 2 kann bis zu einer Wassertiefe von vier Metern tauchen. Den neuen Leopard kann man auch mit einem Räumschild ausrüsten.

Deutschland ist führend beim Bau von U-Booten. Besonders begehrt ist die U-Boot-Klasse 209 von HDW, die seit 1960 ausschließlich für den Export gefertigt wird. Am 20.02.2012 war der Stapellauf für das U-Boot Dolphin-Klasse 212, das nach Israel ging. Insgesamt wurden 61 Stück an 13 Länder ausgeliefert – damit gibt es von keinem anderen U-Boot-Typ mehr auf der Welt. Die U-Boot-Klasse 209 ist mit 14 Torpedos bestückt, die aus acht Rohren abgefeuert werden können.

Die ursprünglich von der US-Navy entwickelte AIM-Sidewinder gehört mit 160.000 Exemplaren zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Luftabwehrraketen. Gut ein Viertel davon stammt von der deutschen Rüstungsfirma Diehl BGT Defence, die seit 1960 AIM-Sidewinder produziert. Die Rakete wird von Kampfflugzeugen oder Kampfhubschraubern aus auf andere Flugzeuge geschossen. Das wärmesuchende Lenksystem leitet sie direkt in die heißen Triebwerke. 2013 nahmen deutsche Rüstungsfirmen mit Lenkflugkörpern wie dem AIM-Sidewinder, Torpedos und Bomben rund 349 Millionen Euro ein.

Das G3-Schnellfeuergewehr von Heckler & Koch ist mit etwa zehn Millionen Exemplaren das am weitesten verbreitete Sturmgewehr nach der Kalaschnikow. Auch in Somalia kämpfen Kindersoldaten mit dem deutschen G3. Vom Nachfolger-Typ G36 sollen etwa 400.000 Exemplare produziert worden sein. Außerdem hat Heckler & Koch Produktionslizenzen verkauft, unter anderem an Saudi Arabien, Iran und Pakistan, die nun ihrerseits das G3 und G36 verkaufen.

Panzer und gepanzerte Radfahrzeuge werden mithilfe von Navigationsanlagen gesteuert. Besonders begehrt ist das LLN-GY der Northrop Grumman LITEF GmbH aus Freiburg im Breisgau. Unter anderem sind alle Leopard 2-Panzer mit dem LLN-GY bestückt und auch in das Transportfahrzeug Mungo (Foto) wird es eingebaut. Laut Firmenauskunft läuft die Produktion bereits seit 14 Jahren und auch für die nächsten acht Jahre sollen die Auftragsbücher bereits gefüllt sein.

Feuerleitanlagen sorgen dafür, dass Granaten, Torpedos und Lenkflugkörper ihre Ziele treffen. Dabei arbeiten sie mit Radartechnik, Laser- oder Infrarot-Technik. Im jährlich herausgegebenen Rüstungsexportbericht der Bundesregierung gehören Feuerleitanlagen regelmäßig zu den großen Posten.

Kein anderes Unternehmen auf der Welt stellt so viele U-Boot-Motoren her wie MTU aus Friedrichshafen. Sie treiben auch israelische U-Boote der Dolphin-Klasse an, die mit atomwaffenfähigen Marschflugkörpern bestückt werden können. Auch für Kampf- und Transportflugzeuge und Kampfhubschrauber baut die Firma, die zur Rolls Royce Systems AG gehört, Motoren.

Munition muss gezündet werden. Hier beansprucht die Junghans Microtec GmbH aus Dunningen den Weltmarktführer-Titel für sich. Das Unternehmen fertigt Zünder für Mörser, Bomben und Granaten.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen – laut einer Emnid-Umfrage sind es 78 Prozent – lehnt deutsche Waffenexporte Deutschlands ab. Dabei entzündet sich die Kritik nicht allein an der puren Masse der Waffen, sondern auch an den Empfängerländern. Gingen die Waffen früher überwiegend an Nato-Staaten und Länder, die als Nato-ähnlich eingestuft werden, wie beispielsweise Japan oder die Schweiz, exportiert Deutschland heute rund 60 Prozent der Waffen in sogenannte Drittländer. Diese verletzen jedoch besonders oft die Menschenrechte oder sind in Bürgerkriege oder Kriege mit anderen Staaten verstrickt.

Stand: 02.11.2017, 11:00 Uhr

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