Katastrophenhilfe

Katastrophenhilfe

Helfer aus dem All

TerraSAR-X Umweltsatellit kartiert die Erde

Umweltsatelliten wie TerraSAR-X umkreisen die Erde und liefern Detailaufnahmen von der Oberfläche. Aus ihnen können aktuelle Lagekarten erstellt werden, die Katastrophenhelfern vor Ort in zerstörten Gebieten die Orientierung erleichtern.

Umweltsatelliten wie TerraSAR-X umkreisen die Erde und liefern Detailaufnahmen von der Oberfläche. Aus ihnen können aktuelle Lagekarten erstellt werden, die Katastrophenhelfern vor Ort in zerstörten Gebieten die Orientierung erleichtern.

Aufnahme des Satelliten TerraSAR-X des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 30. August 2008. Die Radaraufnahmen zeigen den Fluß Koshi an der Grenze zwischen Nepal und dem indischen Bundesstaat Bihar. Wasser und Flussläufe sind deutlich als dunkle Flächen zu erkennen. Zusätzlich wurden in die Aufnahme die Landesgrenze und wichtige Straßenverbindungen eingezeichnet.

Der Dammbruch ist rechts oben in der Aufnahme zu erkennen (rotes Rechteck). Er wurde vom Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des DLR in Oberpfaffenhofen genauer unter die Lupe genommen.

In dieser Ausschnittsvergrößerung ist für den Laien vielleicht der Dammbruch in der Mitte des Bildes zu erkennen. Wichtige Details bleiben ihm aber verborgen.

Durch ein 1,4 Kilometer breites Loch im Damm strömen die Wassermassen vom Flusslauf Richtung Süden und überschwemmen weite Landstriche.

So zum Beispiel eine als durchgezogene Linie markierte Straße im Süden …

… die an mehreren Stellen vom Wasser überspült wurde. Für die Einsatzkräfte vor Ort eine wichtige Information: Hier ist kein Durchkommen für Fahrzeuge mehr. Alle Hilfsmaßnahmen müssen per Boot oder Hubschrauber erfolgen.

Die weißen Schlieren im blau markierten Überschwemmungsbereich deuten auf eine starke Strömung des Wassers hin. Für Rettungsmannschaften bedeutet dies, dass Bergungsmanöver schwieriger werden.

Schließlich offenbart das Satellitenbild auch, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Etliche Dörfer sind schon vom Wasser komplett eingeschlossen und damit von der Außenwelt abgeschnitten.

Diese Satellitenaufnahme zeigt ein Flüchtlingscamp in Al Zaatari, Jordanien, aus dem Januar 2013. Es liegt 12 km von der Syrischen Grenze entfernt. Gut zu erkennen im Überblick hier die Infrastruktur, die Reihen der Flüchtlingszelte, Versorgungsgebäude, Straßen. Solche Bilderhelfen, einen Überblick über die Auslastung der Camps zu bekommen.

Das kleine rote Quadrat zeigt eine Ausschnittsvergrößerung der Übersichtskarte aus dem Flüchtlingscamp

Hier auf dieser hochauflösenden Satellitenaufnahme sind Details aus dem Flüchtlingscamp in Al Zaatari zu erkennen. Die schwarzen Pünkchen zeigen Personen, die sich auf den Straßen bewegen. Deutlich zu erkennen die vier Versorgungsgebäude im Zentrum des Bildes, umgeben von Flüchtlingszelten.

Stand: 08.10.2018, 10:50 Uhr

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