Krankenhaus

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Neue Technik für Ärzte und Patienten

Ein Urologie-Chirurg stellt die Arme des ferngesteuerten Operationsassistenten "da Vinci" ein.

Der ferngesteuerte Operationsassistent da Vinci. Entwickelt wurde er, um die Telechirurgie auf den Weg zu bringen: Verwundete Soldaten sollten auf dem Schlachtfeld oder im Lazarett operiert werden können, ohne dass ein Chirurg vor Ort ist. Und das Grundprinzip funktioniert: 2001 wurde einer Frau in Straßburg die Gallenblase entfernt – der Chirurg operierte von New York aus. Heute stehen Hunderte da-Vinci-Geräte in Krankenhäusern, aber der Chirurg ist mit im OP. Allerdings hantiert er nicht direkt am Patienten, sondern an einer Konsole. Der OP-Gehilfe zittert nicht und kann Schnitte millimetergenau setzen.

Der ferngesteuerte Operationsassistent da Vinci. Entwickelt wurde er, um die Telechirurgie auf den Weg zu bringen: Verwundete Soldaten sollten auf dem Schlachtfeld oder im Lazarett operiert werden können, ohne dass ein Chirurg vor Ort ist. Und das Grundprinzip funktioniert: 2001 wurde einer Frau in Straßburg die Gallenblase entfernt – der Chirurg operierte von New York aus. Heute stehen Hunderte da-Vinci-Geräte in Krankenhäusern, aber der Chirurg ist mit im OP. Allerdings hantiert er nicht direkt am Patienten, sondern an einer Konsole. Der OP-Gehilfe zittert nicht und kann Schnitte millimetergenau setzen.

Den ersten tragbaren Herzschrittmacher hat der US-amerikanische Elektrotechniker Earl Elmer Bakken 1957 entwickelt. Sein Unternehmen Medtronic ist heute Marktführer für Herzschrittmacher und Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD). Beide sehen ähnlich aus, funktionieren aber unterschiedlich: Wenn ein Herz zu langsam schlägt, gibt ein Herzschrittmacher dem Herzen den Takt vor. Ein ICD kann das auch, ist aber vor allem dazu da, gefährliche Rhythmusstörungen zu beenden. Dazu gibt der ICD einen starken Stromstoß ab, damit das Herz wieder von allein normal schnell schlagen kann.

Inzwischen tragen einige Ärzte nicht nur ein Stethoskop mit sich, sondern auch einen Tablet-PC. Das kann ein gängiges Tablet sein oder ein speziell für den Mediziner entwickeltes Gerät. Damit brauchen Ärzte und Pfleger mitunter keine Krankenakte aus Papier mehr. Es hebt bei Befunden auffällige Werte automatisch hervor, etwa wenn ein Patient Fieber bekommt. Experten befürchten aber zum einen, dass die Daten nicht ausreichend geschützt sind und dass die Tablets Keime übertragen können. Vor allem, wenn bei Visiten mehrere Personen damit hantieren.

Heizungsrohre, Lüftungsschächte, Klimaanlage: All das ist in einem Krankenhaus normalerweise in Wänden und Decken gut versteckt. Nicht so bei der Uniklinik RWTH Aachen. Die Haustechnik ist oft unverkleidet und verläuft mitunter außerhalb der Fassade. So sollte die industrialisierte Medizin auch baulich symbolisiert werden. Architektonisches Vorbild für dieses von 1971 bis 1985 gebaute Krankenhaus war das Pariser Museum Centre Pompidou. An den Anblick mussten sich die Aachener erst gewöhnen. Seit Ende 2008 steht das Gebäude sogar unter Denkmalschutz.

Medizin-Studierende lernen das Operieren unter anderem mit Dummies. Je nach Zweck gibt es verschiedene Arten von Übungspuppen. Zum Beispiel kann ein Dummy eine flache Atmung simulieren und – wenn der Arzt-Nachwuchs ein Medikament richtig gespritzt hat – den Kreislauf stabilisieren. Zahnchirurgen beispielsweise lernen mithilfe von Dummies mit sehr detailgetreuem Gebiss.

Wenn jemand am offenen Herzen operiert wird oder ein neues Herz transplantiert bekommt, dann muss das Blut umgeleitet werden. Der Patient wird dazu an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. So wird das Blut durch Schläuche am Herzen vorbeigepumpt. Die Maschine übernimmt noch zwei weitere Aufgaben: Sie reichert das Blut mit Sauerstoff an, was normalerweise in den Lungen geschieht. Zudem kann das Gerät die Temperatur des Bluts und damit auch des Körpers regulieren.

Eine künstliche Hüfte ist eine Prothese, die das Hüftgelenk ersetzt. Dabei bekommt der Oberschenkelknochen einen neuen Gelenkkopf. Gegebenenfalls wird auch eine neue Gelenkpfanne im Hüftknochen eingesetzt. Im Jahr 2002 bekamen rund 100.000 Menschen in Deutschland eine neue Hüfte; zehn Jahre später waren es bereits 250.000 Menschen.

Die Operationsräume sind die teuersten Räume in einem Krankenhaus. Aber nicht – wie man zunächst denken würde – aufgrund der vielen Operationsgeräte, sondern wegen der aufwendigen Lüftungstechnik. Die modernen Lüftungssysteme sind nämlich so gut, dass die Luft in einem OP-Saal so rein ist wie in einer Chip-Fabrik.

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist eine besondere Form der Computertomografie (CT). Mit diesem bildgebenden Verfahren lässt sich erkennen, ob ein Gewebeknoten gut- oder bösartig ist oder wie weit sich ein bereits erkannter Tumor ausgebreitet hat. Für die Untersuchung bekommt der Patient zunächst eine schwach radioaktiv markierte Substanz gespritzt. Anschließend wird er in die Röhre geschoben und die Aufnahme beginnt. Am Computer lässt sich dann erkennen, wo sich die Substanz angereichert hat – das kann vor allem im Tumorgewebe sein.

Blutproben, Patientenakten, Röntgenbilder und mehr: Das alles wird im Krankenhaus einfach mit der Rohrpost transportiert. Die Gegenstände werden in zylinderförmige Behälter getan und die Büchsen gehen dann weiter in ein System aus Rohrleitungen. Bei der Abgabe-Station gibt man das Ziel an und mithilfe von Druckluft wird die Rohrpost dann weitergeleitet. Damit sich die Behälter nicht in die Quere kommen, gibt es an jeder Station ein Rohr als Posteingang und ein Rohr zum Abschicken.

Stand: 18.04.2017, 10:02 Uhr

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