Ausgewandert

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Eine Deutsche lebt in der Taiga

Eine Jagdhütte in der Taiga

Karin Haß: "Eine Jagdhütte in der Taiga, ungefähr zehn Kilometer von unserem Dorf entfernt. Die Hütten werden von den Pelztierjägern vor allem im Winter benutzt. Manchmal auch im Sommer während des Fischfangs. Die liegen meistens nicht so weit entfernt von den Flüssen."

Karin Haß: "Eine Jagdhütte in der Taiga, ungefähr zehn Kilometer von unserem Dorf entfernt. Die Hütten werden von den Pelztierjägern vor allem im Winter benutzt. Manchmal auch im Sommer während des Fischfangs. Die liegen meistens nicht so weit entfernt von den Flüssen."

"Ein Blick von außerhalb aufs Dorf Srednjaja Oljokma. Hier sieht man eigentlich sehr schön, wie das Dorf eingebettet ist in die Taiga."

"Das ist der Vorgarten von unserem Haus. Den habe ich als reinen Blumengarten angelegt. Es ist auch meine Freude, morgens, nach dem Aufstehen, gehe ich immer erstmal in meinen Blumengarten und erfreue mich an den Blumen, und dann fängt der Arbeitstag an danach."

"Hier brechen wir gerade auf zum Beerensammeln. Preiselbeeren gibt es ja und Moosbeeren. Die wachsen in Feuchtgebieten, meistens in Teichen. Und weil das oft überschwemmt ist, ist das auch mühsam, die zu sammeln. Da muss man sich durch ganz schön viel Gestrüpp durchkämpfen."

"Das ist Schimolost, die blaue Heckenkirsche. Die schmecken aber mehr so heidelbeerartig. Die wachsen auf mannshohen Sträuchern, die auch nicht besonders üppig tragen. Man muss da schon eine Weile suchen, um so einen Eimer vollzukriegen."

"Das sind unsere drei Jagdhunde. Jeder Jäger im Dorf hat so zwei bis vier Jagdhunde, die meistens für die Elchjagd und die Zobeljagd eingesetzt werden."

"Mein Mann auf seinem Schneemobil. Diese russischen Schneemobile heißen Buran, also übersetzt 'Schneesturm'. Und das hier ist ein riesiger, gefrorener See, an dessen Ufern Bisamratten ihre Burgen gebaut haben. Mein Mann wollte da Fallen auslegen für die Bisamratten, weil er sich da eine Pelzmütze draus nähen wollte."

"Im Winter werden unter dem Eis Netze durchgezogen. Die Eisdecke ist dann etwa 10 bis 15 Zentimeter dick. Das ist die einzige Zeit, in der man Fische für den Verkauf fangen kann, weil man im Winter die gefangenen Fische aufs Eis werfen kann, die schockgefrieren sofort. Vor Weihnachten kommen dann viele aus den beiden nächstgelegenen Städten angereist, was immerhin mehrere hundert Kilometer sind, um bei uns frischen, gefrorenen Fisch zu kaufen."

"Mir tut das ja immer leid, die Bären zu schießen. Aber unsere Hunde sind eben Jagdhunde, und die müssen auch eben Fleisch bekommen. Wir ernähren die zwar auch viel mit Getreideschrot, Gemüseabfällen und Fischabfällen oder Kartoffeln. Aber trotzdem müssen die auch ab und zu Fleisch kriegen. Und dann ist das eben nötig, auch mal einen Bären zu schießen, wenn der einem gerade über den Weg läuft."

"Ab Anfang April taut der Schnee von den Ufern weg. Es sind dann oft dreißig Zentimeter Wasser über dem Eis. Aber die Eisschicht auf den Flüssen wächst ja im Lauf des Winters auf über anderthalb Meter an, das sind also anderthalb Meter dicke Eisschollen drunter, unter dem Wasser, von daher ist es nicht gefährlich. Aber es sieht gefährlich aus. Ich war da nicht besonders ruhig, als ich das erste Mal so gefahren bin." Unfälle mit Einbrüchen ins Eis sind übrigens sehr selten.

Stand: 16.07.2015, 10:20 Uhr

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