Tipps für Besucher

Brücke mit vier schlichten, viereckigen Türmen. Rechts der Brücke liegt ein Rundfahrtsschiff vor Anker.

Innenhafen Duisburg

Tipps für Besucher

Von Christoph Teves

Die großen Zeiten der Mühlenindustrie sind vorbei. Heute locken unter anderem Restaurants, Bars und beeindruckende Neubauten die Besucher. Bei einer Hafenrundfahrt fährt man durch den ganzen Hafen.

Museum Küppersmühle

Am östlichen Ende des Innenhafens liegt die Küppersmühle, die zwischen 1908 und 1916 erbaut und 1972 stillgelegt wurde. Nach einem aufwendigen Umbau bekam das Mühlen- und Speichergebäude 1999 einen neuen Zweck: Der denkmalgeschützte Backsteinbau beherbergt seitdem ein Restaurant und bietet die imposante Kulisse für Teile der Kunstsammlung Hans Grothes.

Der gebürtige Duisburger sammelt seit den 1960er Jahren in großem Stil deutsche Gegenwartskunst. Er besitzt unter anderem Werke von Beuys, Immendorff, Polke, Baselitz und Graubner. Außer den Werken der Grothe-Sammlung, deren anderer Teil im Bonner Kunstmuseum zu sehen ist, zeigt das Museum Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler.

Stern, Buch, Hand – das Jüdische Gemeindezentrum

Im Grundriss kann man die Kombination aus einem Stern und einem aufgeschlagenen Buch sehen – als Symbol für die Phasen der jüdischen Geschichte in Duisburg. Oder die fünf Finger einer geöffneten Hand als Zeichen der Offenheit des Judentums. Die Architektur des Jüdischen Gemeindezentrums mit Synagoge ist ebenso symbolträchtig wie auffällig.

Geplant hat das 1999 eingeweihte Gebäude der israelische Architekt Zvi Hecker. Mit seinem Entwurf setzte er sich bei der Ausschreibung unter anderem gegen Daniel Libeskind durch, der bereits das Jüdische Museum in Berlin geplant hatte.

Das Zentrum für die jüdische Gemeinde Duisburg, Mülheim und Oberhausen liegt in der Nähe der Stelle, wo 1938 in der Pogromnacht die alte Synagoge zerstört wurde. Gegenüber der neuen Synagoge liegt der Yitzhak-Rabin-Platz. Lea Rabin eröffnete den Platz mit den Worten: "Auf einem Platz ist mein Mann ermordet worden, hier ist der Platz, der für Versöhnung steht."

Auf einem Rasenstück steht ein halbrund angelegtes Gebäude. In regelmäßigen Abständen ragen graue Betonwinkel aus der Fassade.

Das Jüdische Gemeindezentrum

Bäume auf Trümmern – der Altstadtpark

Gebäudereste, aus denen Bäume wachsen, Felsbrocken, aus denen sich Stahlreste schälen, eine Trümmerlandschaft aus Stein und Beton – der Altstadtpark im Innenhafen hat nur wenig mit einer normalen Parkanlage gemein.

Der israelische Landschaftskünstler Dani Karavan hat den Altstadtpark im Innenhafen als "Garten der Erinnerungen" konzipiert: Er hat künstliche Ruinen geschaffen, wie die beiden aus ihren Gebäuden herausgetrennten Treppenhäuser.

Weiße Linien markieren, wo früher Lagerhallen standen. Eine Art Geröllfeld mit Treppenresten lässt an zerbombte Landschaften denken. So werden Reste von Bauwerken zu Skulpturen, in denen die Bauten der Vergangenheit weiter leben.

Außerdem finden sich bühnenartige Betonplattformen, die für Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden können. Karavans Parkentwurf mag verstören, provozieren und polarisieren, dürfte aber keinen Besucher kalt lassen oder langweilen.

Künstliche Rasenwellen, eingefasst von weißen Betonrändern. Auf einer Welle steht ein einzelner Baum. Im Hintergrund steht links ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude.

Der "Garten der Erinnerung" bietet außergewöhnliche Ansichten

Weiterführende Infos

WDR | Stand: 13.05.2020, 09:27

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