Wetterextreme

Eine mit Steinen bedeckte Wüstenlandschaft mit Gebirge im Hintergrund

Wetterphänomene

Wetterextreme

Von Andreas Kohler

Bei den Wetterphänomenen gibt es viele Rekorde: die höchste und die tiefste Temperatur, die größte Temperaturschwankung und den meisten Niederschlag. Hier eine kleine Auswahl der Wetterextreme.

Temperatur

Die höchste Temperatur wurde am 13. September 1922 in El Assisija in der libyschen Wüste gemessen: 57,3 Grad Celsius. In Deutschland waren es immerhin schon einmal 42,6 Grad Celsius, am 25. Juli 2019 – gemessen in Lingen (Ems).

Die niedrigste Temperatur, die bisher auf der Erde gemessen wurde, herrschte in der Antarktis: Minus 89,2 Grad Celsius waren es am 21. Juli 1983 bei der Forschungsstation Wostok. Zum Vergleich: Die niedrigste Temperatur in Deutschland war minus 37,8 Grad – gemessen am 12. Februar 1929 in Wolznach/Kreis Pfaffenhofen in Oberbayern.

Den größten Temperaturunterschied innerhalb eines Jahres mussten übrigens die Bewohner von Werchojansk in Sibirien wegstecken: Vom Tiefpunkt (minus 70 Grad Celsius) bewegte sich die Quecksilbersäule im Sommer bis auf 36,7 Grad Celsius nach oben: 106,7 Grad Unterschied!

Niederschlag

Die größte Regenmenge, die je an einem Tag auf der Erde verzeichnet wurde, prasselte am 15. März 1952 in Cialos auf der Insel La Réunion vom Himmel: 1870 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden. Als im Osterzgebirge im August 2002 die deutsche Rekordmenge von 312 Litern pro Quadratmeter gemessen wurde, führte die Wetterlage zu dem verheerenden Hochwasser an der Elbe und an ihren Nebenflüssen.

Im Jahresdurchschnitt fallen in Deutschland etwa 750 Liter Regen pro Quadratmeter. Am nassesten Ort der Welt, im indischen Cherrapunji, sind es mehr als 26.000 Liter. Mit durchschnittlich 325 Tagen verbucht Bahia Felix in Chile die meisten Regentage – in Deutschland sind es im Durchschnitt weniger als 180 im Jahr.

Üppige, tropische Vegetation auf der Insel La Réunion.

Üppige Vegetation dank üppigem Regen auf La Réunion

Windgeschwindigkeit

Die höchste jemals gemessene Windgeschwindigkeit lässt jeden Rennwagen schlapp aussehen: Am 12. April 1934 raste ein Sturm mit 372 Stundenkilometern über den Mount Washington im US-Bundesstaat New Hampshire weg, eine Böe erreichte dort sogar 416 Stundenkilometer. Immerhin mit 335 Stundenkilometern fegte eine Windböe am 12. Juni 1985 über die Zugspitze, den höchsten deutschen Gipfel.

Blick auf den Mount Washington, der in der Ferne thront.

Mount Washington: Rekordhalter in Sachen Sturm

Stand: 01.08.2019, 11:00

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