Mehrere Windräder im Meer.

Energie aus dem Meer

Ist Wasser für die Energiegewinnung besser als Wind?

Von Ulrich Grünewald

Windkraftwerke sind zwar einfacher zu bauen als Strömungskraftwerke, schneiden bei der Energieausbeute jedoch schlechter ab. Der Hauptgrund: Wasser hat eine wesentlich höhere Dichte als Luft. Um dieselbe Energie zu erzeugen, muss eine Windanlage daher mehr als doppelt so groß sein und ist auf eine wesentlich höhere Windgeschwindigkeit angewiesen.

Ein Wasserströmungskraftwerk erreicht beispielsweise eine Leistung von einem Megawatt mit einem Rotordurchmesser von 15 bis 20 Metern, bei einer Strömungsgeschwindigkeit des Wassers von rund drei Metern pro Sekunde. Ein Windkraftwerk schafft das erst bei 55 Metern Durchmesser und zwölf Metern pro Sekunde Strömungsgeschwindigkeit der Luft.

Zwar treten diese Windgeschwindigkeiten recht häufig auf. Das Problem ist aber, dass die Verluste umso größer werden, je schneller sich das Windrad dreht. Die relativ langsame Wasserströmung kann daher wesentlich effektiver genutzt werden.

Quelle: SWR | Stand: 04.10.2018, 10:30 Uhr

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