Kieselalgen

Kieselalgen

Erfolgsmodelle aus der Urzeit

Algen

In der Welt der Kieselalgen kann man eine beachtliche Vielfalt unterschiedlichster Formen und Strukturen entdecken. Nach der Schalengeometrie unterscheidet man die Grundformen "Pennales" (bilateralsymmetrisch) und "Centrales" (radiärsymmetrisch).

In der Welt der Kieselalgen kann man eine beachtliche Vielfalt unterschiedlichster Formen und Strukturen entdecken. Nach der Schalengeometrie unterscheidet man die Grundformen "Pennales" (bilateralsymmetrisch) und "Centrales" (radiärsymmetrisch).

Die Außenskelette aus Siliziumdioxid bieten effektiven Schutz vor Fraßfeinden. Es sind perfekte Leichtbaukonstruktionen, die Ingenieure und Designer gleichermaßen inspirieren.

Weniger Wissenschaft als vielmehr die Lust an der Schönheit der Formen: Kieselalgen-Legepräparate waren Anfang des 20. Jahrhunderts en vogue. Es erforderte einiges an Geschick, die winzigen Schalen mithilfe von Tierborsten in die richtige Position zu manövrieren.

Kieselalgen kommen in den Gewässern der Erde sehr häufig vor. Sie sind für geschätzte 20 Prozent der globalen Sauerstoffproduktion verantwortlich.

Kieselalgen der Gattung "Navicula" haben eine schiffchenförmige Gestalt. Mit Hilfe winziger Borsten können sie sich aus eigener Kraft auf einer selbst produzierten Schleimspur kriechend fortbewegen.

Die Schalen der Kieselalgen sind aus zwei unterschiedlich großen Hälften nach dem "Hutschachtelprinzip" zusammengesetzt. Teilen sich die Zellen, muss jeweils eine Schachtelhälfte wieder neu gebildet werden.

Kammkieselalgen kommen in Seen, Teichen und in den ruhigeren Bereichen von Fließgewässern vor. Die stäbchenförmigen Einzelzellen können sich zu Kolonien zusammenschließen.

Zu fächer- bis kreisförmigen Kolonien schließen sich die keilförmigen Einzelzellen der Kieselalgengattung "Meridion" - auch "Sektoren-Kieselalge" genannt - zusammen.

Spontan erinnert diese Kieselalge der Gattung Arachnoidiscus an eine Autofelge. Das fanden auch Bioniker des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und entwickelten einen Felgen-Prototyp nach Arachnoidiscus-Vorbild.

Eine Chaetoceros-Kolonie. Die marine Kieselalge bildet unterschiedlich lange Ketten aus Einzelzellen.

Als wäre ein Schmuckdesigner am Werk gewesen: Triceratium Favus. Die faszinierenden Formen und feinen Mikrostrukturen der Kieselalgen-Schalen sind genetisch festgelegt.

Stand: 16.05.2018, 09:40 Uhr

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