Der Loro Parque unterstützt den Artenschutz

Matthias Reinschmidt untersucht einen Schimpansen

Papageien

Der Loro Parque unterstützt den Artenschutz

Im Loro Parque auf Teneriffa werden zahlreiche Projekte umgesetzt, die dem Artenschutz dienen – im Mittelpunkt stehen dabei die Papageien, aber auch der Schutz anderer Tiere, wie der Gorillas oder der Galapagos-Riesenschildkröten.


Die Loro-Parque-Stiftung

Im Loro Parque kümmert sich eine Stiftung um den Erhalt bedrohter Tierarten: Es werden weltweit insgesamt rund 80 Artenschutzprojekte unterstützt. Einigen Arten, die noch vor wenigen Jahren vom Aussterben bedroht gewesen seien, gehe es jetzt besser, erklärt Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Dazu habe auch der Loro Parque mit seiner Stiftung einen großen Teil beigetragen.

Zwei besonders bedrohte Tierarten

Artenschutz im Loro Parque – dafür steht zum Beispiel das Erhaltungszuchtprogramm der Gorillas: Im Loro Parque gibt es eine Junggesellengruppe, eine reine Männer-WG, bestehend aus Gorillas im Alter zwischen 15 und 40 Jahren. Die Tiere stammen unter anderem aus Zoos, die ihre Junggesellen hierher abgegeben haben, als sie ihren Gruppen entwachsen waren.

In freier Natur ist ihr Anblick selten geworden. Gorillas stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten. Mancherorts wurden bereits bis zu 90 Prozent der Gorilla-Populationen ausgerottet. Im Loro Parque spielen sie deshalb eine wichtige Rolle als "genetische Reserve". Sie können an andere Zoos abgegeben werden, wo sie für Nachwuchs sorgen sollen.

Zu den besonders schützenswerten Arten zählen auch die Galapagos-Riesenschildkröten: Hier sollen zwei Weibchen und ein Männchen für Nachwuchs sorgen. Der Loro Parque ist mit seiner Zucht dieser Schildkrötenart erst ganz am Anfang. Und es erweist sich ohne Zweifel als ein sehr schwieriges Unterfangen.

Galapagos-Riesenschildkröte Tom

Galapagos-Riesenschildkröten müssen geschützt werden

Die Papageien – viele Arten sind bedroht

Dann gibt es natürlich die Papageien. Mit dem "Loro", dem Papagei, hat alles angefangen, weswegen der Zoo auch den Namen Loro Parque trägt. Es gibt etwa 800 Papageienarten und -unterarten weltweit. 350 davon leben auch im Loro Parque.

Viele der Arten sind vom Aussterben bedroht. Manche Tiere gibt es nur noch im Zoo. Das beste Beispiel dafür ist der Spix-Ara. Im Loro Parque wurden einige dieser seltenen Papageien großgezogen und weitergegeben, zum Beispiel an ein Aufzuchtprojekt in einem Zoo in Brasilien, der ursprünglichen Heimat der Tiere. Ziel ist es, dass sich die Tiere wieder vermehren und vielleicht irgendwann einmal wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum angesiedelt werden können.

Die Baby-Station im Loro Parque

Manche Papageien gibt es nur noch im Zoo

Autor: Christian Jakob

Stand: 06.11.2017, 10:35

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