Prothesen

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Ersatzteile für den ganzen Körper

Prothese

Das C-Leg ist eine der modernsten Beinprothesen und hat nicht mehr viel mit den Holzstelzen aus Piratenfilmen gemeinsam. Das Kniegelenk wird von einem Computerchip gesteuert. Mit dieser Prothese können ihre Träger sogar Rad fahren und Inlineskaten.

Das C-Leg ist eine der modernsten Beinprothesen und hat nicht mehr viel mit den Holzstelzen aus Piratenfilmen gemeinsam. Das Kniegelenk wird von einem Computerchip gesteuert. Mit dieser Prothese können ihre Träger sogar Rad fahren und Inlineskaten.

Im künstlichen Kniegelenk sorgt ein Hydrauliköl für Dämpfung, das dem jeweiligen Bewegungsmuster entsprechend schneller oder langsamer durch Düsen strömt. Die Durchlässigkeit dieser Düsen variiert also, gesteuert von einer Elektronik. Per Bluetooth-Schnittstelle und Computer lässt sich das Drehmoment des Kniegelenkes feinabstimmen, je nachdem, ob der Prothesenträger einen eher sportlichen oder sicheren Lauf wünscht.

Das ist eine Spezialprothese für beinamputierte Sportler. Sie wird vor allem von Leichtathleten in den Sprintdisziplinen genutzt und trägt den schönen Namen "Cheetah", das englische Wort für das schnellste Landsäugetier, den Gepard.

Diese bionische Hand hat fünf bewegliche Finger. Steuern kann sie der Träger dieser Prothese mit Hilfe der verschwindend geringen, sogenannten myoelektrischen Energie, die entsteht, wenn sich Muskelzellen zusammenziehen. Die Bewegungsenergie für die Finger bezieht die Prothese allerdings noch aus einer herkömmlichen Batterie.

Vor gut 80 Jahren sah eine Handprothese noch so aus. Einzig der Daumen war durch eine Feder zu bewegen. Heute sind bei uns Prothesen Standard, die mithilfe der Muskeln im Amputationsstumpf gesteuert werden. Mehr als das Öffnen und Schließen sowie das Drehen der Hand können die Amputierten damit allerdings nicht kontrollieren.

Die Beweglichkeit der Prothesen wird durch technische Veränderungen stetig verbessert. Die Fluidhand enthält ein hydraulisches System und ist klassischen Prothesen in Beweglicheit überlegen. Außerdem ist sie leichter und damit benutzerfreundlicher. Der "Handschuh" rechts daneben lässt die Fluidhand beinahe wie eine natürliche Hand aussehen.

Die neuesten Prothesen werden über Motoren gesteuert, die es ermöglichen jeden Finger einzeln zu bewegen.

Der nächste Schritt in der Entwicklung von Handprothesen wird sein, Gefühle in der künstlichen Hand zu simulieren. In einigen Experimente wurden erfolgreich die Nerven im Arm mit der Prothese so verbunden, das eine Rückmeldung des Gerätes an den Körper stattfinden konnte. Die Prothese wird dann über das Gehirn gesteuert und nicht mehr über Muskelkontraktionen.

Der Retina-Chip lässt Blinde zumindest ein bisschen wieder sehen. Auf seiner Oberfläche sitzen 1500 lichtsensible Pixelfelder, die das einfallende Licht in elektrische Energie umwandeln und an Nervenzellen in der Netzhaut weitergeben, die noch intakt sind. Erfunden hat den Retina-Chip Eberhart Zrenner, der in Tübingen eine Professur für Augenheilkunde innehatte.

Die Hüftprothese ist eine der am häufigsten genutzten Prothesen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 150.000 dieser Implantate eingesetzt. Für die Patienten bedeutet dieser Eingriff oft das Ende einer jahrelangen schmerzvollen Leidenszeit.

Zähne? Ja, auch das sind im eigentlichen Sinne Prothesen. Nur sind sie so weit verbreitet und so selbstverständlich in unseren Alltag integriert, dass kaum noch jemand dabei an Prothesen denkt.

Diese noch nicht  ganz fertigen Augenprothesen, gehören zu den sogenannten Epithesen. Sie kommen zum Einsatz, wenn Patienten bei einem Unfall oder durch einen Tumor schwere Gesichtsverletzungen erleiden und dienen einem kosmetischen Zweck.

Zu den Epithesen für das Gesicht gehören auch diese Ohrprothesen. Daneben gibt es derartige Prothesen auch noch für die Nase, die Lippen und die Wangen.

Mithilfe modernster Lasertechnik lassen sich inzwischen ganze Schädelpartien rekonstruieren und so ersetzen. Millimetergenau werden die zerstörten Bereiche nachgebaut. Für die Patienten ein großes Glück - denn ohne diese Implantate müssten sie mit schweren Entstellungen leben.

Die moderne Medizin kann auch innere Organe ersetzen. Derartige Kunstherzen werden seit Beginn der 1980er Jahre eingesetzt. Ärzte sagen, dass ein solches Herz noch relativ einfach zu konstruieren sei. Richtig schwierig werde es bei Organen mit Stoffwechselfunktion, wie den Nieren, der Lunge oder der Leber.

Stand: 15.01.2016, 10:10 Uhr

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